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kokhaviv publications

rebird - Deutschlands Kurier

Beiträge zur demokratischen Eroberung

2006-03-27

Horst Lummert

Tauchen und auftauchen

Zwischen dem Tauchen und dem Auftauchen liegt die Absicht, es zu tun, auch die Dringlichkeit, weil die Luft knapp wird...

In der Umschreibung sind wir von physikalischen Gesetzen weniger abhängig, wiewohl die Wahrscheinlichkeit berücksichtigt werden muß.

Wenn Bürger einer Demokratie sich an politischen Wahlen nicht mehr beteiligen, sind sie sozusagen untergetaucht.

Aus Amerika kennen wir dieses Phänomen, für Deutschland ist das Verhalten neu.

Amerikanische Nichtwähler sind vielleicht eher individualistisch einzuschätzen, sie haben ihre privaten Interessen im Sinn, haben sicherlich auch gemerkt, daß die Politik sie eigentlich gar nicht erreicht.

Oder - umgekehrt - die Interessen dieser Bürger kommen in der Politik nicht mehr an.

Politik ist Sache der Mächtigen, die sowieso machen, was sie wollen, lassen wir sie machen, und wir machen eben auch, was wir wollen.

Die Gesellschaft klafft auf diese Weise irgendwie auseinander; das ist ein statistischer Wert, sonst nicht sichtbar, und hörbar allenfalls an Imbißständen und Supermarktkassen.

In Deutschland muß die Frage vielleicht etwas anders gestellt werden.

Hier haben sich viele Dinge nicht aus sich heraus, sondern nach eingewirkten Richtlinien entwickelt.

Manche Diskussionen werden nicht geführt, weil sie nicht geführt werden dürfen.

Die deutsche Geschichte ist ständig präsent; es ist anzunehmen, daß manche Wahl- oder Nichtwahl-Entscheidung politischer Natur ist.

Resignation da und dort, aber die politische Resignation ist womöglich nicht ohne Versprechen.

Vieles in Deutschland wird von den Deutschen nicht so gesehen, wie ihre Politiker und medialen Vormünder es von ihnen verlangen.

Die Politische Korrektheit gilt vielen Menschen nicht als korrekt, sondern als Zumutung.

Das reicht von der Nichtbeachtung historisch wichtiger Vorgänge bis zur abverlangten Anerkennung randläufiger Sachverhalte und Glaubensbekenntnisse, die eindeutig gegen alles verstoßen, was in den hohen Zivilisationen als unumstößlich gilt und ewigen Gesetzescharakter hat.

Wir können nicht außer acht lassen, was im autoritativen Bewußtsein und Unterbewußtsein jedes intakten Menschen gültig geblieben ist.

Das politische und kulturelle Unbehagen sitzt tief.

«Politische Korrektheit» ist weder korrekt noch politisch, sie verstößt gegen göttliches Recht, gegen philosophische Wahrheit und Wahrhaftigkeit...

Was sich als «politisch korrekt» deklariert, ist ein grober Verstoß gegen die guten Sitten, wie sie in den Schriften der Jahrtausend-Kulturen überliefert worden sind - zu Beachtung und Erkenntnis.

Wenn dem Menschen heilige Rechte vorenthalten werden und Teufelswerk als neue Religion oktroyiert ist, steht die transzendentale Rebellion kurz bevor.

Wo Resignation allgemein wird, ist göttlicher Sturm angesagt.

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