2006-03-06
Sucht der Synthese
Nach These und Antithese auf einmal die Sucht, die nicht ausbleiben kann, weil alles danach verlangt.
Die Zusammensetzung des Widersprüchlichen hebt die Widersprüche nicht auf.
Imgrunde lebt die Synthese davon, daß sie ein wenig abtaucht und in Trance verbleibt.
Der dritte Schritt - zweiter nach dem Grunde - verläßt die rationale Klarheit, nimmt zum andern das Gefühl der Verlorenheit in der Einsicht, daß die durchsichtige Helle aus unendlichen Wiederholungen besteht.
Unter diesem Aspekt möchte ich dem Sufi ein wenig Abbitte leisten, war er mir doch trübe, ja, zu trübe in seinem Gedenken.
Unter dem Aspekt der synthetischen Abklärung - einer abendlichen Dämmerung - erscheinen mir plötzlich ganz andere Klarheiten, nämlich die des nächtlichen Himmels, der Sternenwelt, des unermeßlichen Universums.