2006-03-12
Die Attacken im Orient
Der sekulare - gottlose - Westen geht den Blutspuren des christlichen Abendlandes nach und setzt die Geschichte der Kreuzzüge unbekümmert fort.
Es ist unnötig pedantisch, die weiße und westliche Kriegsmaschine gegen den islamischen Orient nach ihren - christlichen, atheistischen, europäischen, amerikanischen, atlantischen, russischen... - Bestandteilen zu unterscheiden.
Die als christlich - Ostrom plus Westrom - zu definierende Entstehungsgeschichte bleibt prägend auch für das weltlich gewordene - transatlantische - Abendland.
Zwar haben wir in Amerika stärkere religiöse Einflüsse zu berücksichtigen, aber die Gewalten der - ethisch und sozial - freizügig verarmenden Lust- und Luxus-Gesellschaft fegen am Ende jede Religion von der Erdoberfläche.
Christliche Lippenbekenntnisse und politisch gewollte Kirchenrituale sind nicht vom Volke erbeten und ersehnt, sondern organisierte Versuche, die Entrinnenden und bereits Entronnenen wieder einzufangen.
Die quasi-religiösen - islamophoben - Fischzüge des Westens sind als Identitätsstiftungen und Abgrenzungsrituale formal nützlich und optisch erfolgreich.
Kruzifixe an Halsketten haben - substantiell bedeutungslos - in der Menge zugenommen.
Die Dialektik der islamischen Kultur-Revolution ist die zündende Kraft gegen eine von Gott verlassene, mörderisch imperialistische moderne Welt auf deren Kreuzzug gegen den Islam.
Die Abwehr des Kreuzzugs nennen wir Djihad.