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kokhaviv publications

Qimosh - The New Qomish

Wo lassen Sie denken · Où laissez-vous penser? · Rent a brain…

2006-02-02

Horst Calx

Fürchte sie, auch wenn sie freundlich sind

Auch wenn sie Geschenke bringen, wie die Griechen den Trojanern

Ja, fürchte sie, auch wenn sie als Freunde kommen

Muß Israel die freundliche Kanzlerin aus Deutschland am Ende doch fürchten?

Angela Merkel hatte, wie ich fand, ihren Ziehvater Helmut Kohl verraten, als sie in der Spenden-Affäre reinen Tisch machen wollte, sie hätte ihn beinah ruiniert, persönlich, privat, existentiell.

Ihre klaren Worte lassen bisweilen gewisse Unklarheiten zurück.

Könnte sie nicht - wider Willen - auch Israel in den Ruin führen?

Objektiv möchte man die Frage schon bejahen.

Die freundschaftliche Unterstützung der Politik Israels fördert schließlich die israelische Blindheit für die Verhängnisse dieser Politik.

Die Blindheit ist wechselseitig wie das deutsch-israelische Schicksal, das sich wie ein wiederkehrendes Unheil ausnimmt.

Die zwei deutschen Ingenieure, die unter der Fuchtel ihrer iraqischen Entführer dem wahrscheinlichen Tod entgegen sehen, sollten mit israelischer Hilfe befreit werden.

Die Erkenntnisse der Israelis aus der Terror-Szene beruhen auf den Erfahrungen eines halben Jahrhunderts.

Deutschland hat auf Grund seiner Beziehungen zu und in arabischen Ländern, auch zum Iran beispielsweise, dem Staat Israel schon oft nützlich sein können.

Deutschlands Waffenlieferungen an Israel binden beide Länder enger und fester zusammen, als es auf den ersten Blick scheinen mag.

Die historische Verflochtenheit ist, so sieht es aus, eine gemeinsame Bestimmung, die Glück und Unglück bringen kann: eine außerordentliche Herausforderung.

Nicht nur Deutschland wird in Politik und innergesellschaftlicher Verfassung stark von israelischen Interessen bestimmt.

Auch Israel ist in weiten Bereichen von Deutschland abhängig, wie sich wieder in diesen Tagen zeigt.

Mit Hilfe Deutschlands kann oder könnte Israel werden, was es nach allgemeiner Auffassung bereits ist: eine atomare Weltmacht.

Mit Deutschland bekäme Israel das Territorium, das ihm bislang fehlt.

Es hätte in Deutschland die komplette Ausrüstung, das Können und die Erfahrung einer selbst in schwersten Kriegszeiten leistungsstarken Industriemacht zur Verfügung.

Die Idee eines Vereinigten Palästina spielt, was die territoriale Größe angeht, mit ähnlichen Überlegungen.

Aber Deutschland ist innerhalb kürzester Zeit in der Lage, sich zur atomaren Großmacht auf zu schwingen - fehlte ihm nicht die dafür erforderliche Souveränität.

Der iranische Holocaust-Beitrag zur Entspannung des Mittleren Ostens kann und sollte durchaus positiv gesehen werden.

Wie der persische König Cyrus oder Kores die Juden aus der babylonischen Gefangenschaft befreite und sie - mit der königlichen Genehmigung und Unterstützung des Tempel-Neubaus (!) - nach Jerusalem ziehen ließ, so könnte auf Betreiben des iranischen Präsidenten Ahmadinedjad die Befreiung der Juden aus ihren israelisch-nahöstlichen Fesseln gelingen und - zu vielseitigem Nutzen - die deutsch-jüdische Symbiose von neuem erwecken.

Viele aus Europa stammende Juden würden gern in ihre alten Heimatländer zurück wandern.

Andere möchten im Gelobten Land bleiben, wieder andere in ihre orientalischen Herkunftsländer heim kehren.

Sepharden könnten - gemeinsam mit Muslimen - nach Spanien gehen und an die Vergangenheit ihrer einst vertriebenen Vorväter anknüpfen.

Der euro-christliche Krieg gegen Hebräer und Muslime würde endlich zu einem erträglichen Ende kommen.

Gott hat mit seiner stillen Islamisierung Europas schon vorgesorgt.

Ein deutlich islamisiertes Davidsland mit den Tugenden und Fähigkeiten Deutschlands und der Souveränität Israels ist ein Zukunftsentwurf, über den man nachdenken sollte.

So könnte aus dem die Jahrhunderte belastenden Verhängnis eine Verheißung der Freiheit in Gerechtigkeit und schöpferischer Gemeinsamkeit wachsen.

Jahre der baulichen Zuarbeiten erführen ihren späten Lohn.

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