2006-04-28
Atlanten, auf denen alles ruht
Bücher und Gebirge im Meer
Heute sagt man auch Atlasse, egal...
Bei Atlasse denke ich an Ablaß von Altlasten, und Atlanten führen mich in eine Welt, die Platon sich ausgedacht oder erinnert hatte.
Vielleicht hatte er Kenntnis von jenem Atlantis, das bis heute in den Köpfen von Phantasten und anderen Dichtern herum geistert.
Mit Sinn für Realitäten würde man auf den Pazifischen Ozean tippen und sagen, da war's!
Unabhängig vom Namen.
In den Meeren liegen die Geheimnisse, die für keinen Augenblick auf tauchen möchten...
Einige Forscher scheinen mehr zu wissen.
Geheimnisse sind oft militärischer Natur.
Aus Sicherheitsgründen sind Japan, Amerika und China gehalten, nicht aus zu plaudern, was sie wissen...
Was den legendären Atlantern half, könnte wieder helfen.
Ich denke an die Atlantische Gemeinschaft.
Platon hatte wohl etwas läuten hören und auf die Säulen des Herakles gesetzt.
Ich glaube aber nicht, daß er vom anderen Ozean nichts wußte.
Allerdings hatten die Phoenizier mit ihren Geschichten falsche Fährten gelegt.
Sie hielten ihr Fahrten- und Erlebniswissen geheim, was von geschäftlichem und politischem Vorteil war.
Was bei den Griechen ankam, waren Überbleibsel eines unbekannten Reichtums.
Was sie dunkles oder sagenhaftes Zeitalter nannten, hatte sich einfach ihren Erkenntnissen entzogen.
Auch Aristoteles blieb bis an sein Ende von einer erstaunlichen Unwissenheit.
Asien ist die Mutter.
«Griechenland» war ihr spätes, illegitimes, blasses, verwöhntes, böses Kind...
Der euro-amerikanische «Bastard» - der Hellenen Erbe in der historischen Pflicht - vergilt es der Mutter bis heute.
Ist das pazifische Geheimnis dennoch zu lüften?
Wer nennt eine stürmische See friedlich?
Die Schiffer wußten doch, was sie erwartete, wenn sie sich diesem indischen, chinesischen, japanischen, indonesischen, mayanischen... Meer an vertrauten.
Die wilde Welt der Piraten war ein Kriegsmeer.
Piraten sind autonom - oder räuberische Admirale im Dienste mächtiger Herrscher.
So wurde auf «friedliche», unkriegerische, «kriminelle» Weise Krieg geführt, eine hohe «chinesische» Kunst, den Krieg als Handlung des Staates nicht aufscheinen zu lassen.
Der Frieden war so etwas wie ein kalter Krieg, das Friedensmeer ein kriegerisches Gewässer, über das nicht gesprochen wurde.
Mit falschen Berichten konnten die erfahrenen Phoenizier ihre Feinde ins Verderben schicken.
Als Mentor der Phoenizier gilt Hermes, Schutzherr der Händler, Diebe, der wandernden Kundschafter und listigen Geschichtenerzähler, Gott der Überraschungen und Täuschungsmanöver, Meister der Wege und Fahrten...
Die Mutter des Götterboten Hermes ist - durch Zeus - die Nymphe Maia, Tochter des Atlas, eine der sieben Plejaden.
Piraten waren Terroristen, zum Teil in eigenem Namen, meist jedoch mit diesem oder jenem staatlichen Hintergrund.
Längst waren der freien Seefahrt königliche Ketten angelegt worden.
Doch wie die Stämme der Prairien, Savannen und Wüsten, so bewahrten auch Seenomaden ihre angeborene Unabhängigkeit.
Die Phoenizier, die biblischen Kanaaniter, sind eines der ältesten Seevölker, die mit ihren Schiffen über Indonesien bis zu den Küsten der Maya kamen, dem heutigen Amerika.
Vermutlich haben die Maya ihren Namen vom Meer, dem Wasser, hebr. May, Mayim; vgl. Nymphe Maia.
Sie werden erstmals um 2.500 v.Chr., der Zeit der biblischen Flut, erwähnt.
Viele alte Namen Prae-Amerikas sind verloren gegangen, vielleicht ist der eine oder andere zu eruieren.
Die christlichen Eroberer aus Europa haben die Kultur und mit ihr die Namen und Zeugenschaften ausgelöscht, zumindest war es ihre Absicht, die einstige Existenz einer Hochzivilisation vergessen zu machen, mit der sie sich nicht messen konnten.
Mit ihrem Zerstörungswerk an der mittelamerikanischen Hochkultur handelten die Europäer freilich - ignorant - im Auftrag der Wüste und damit auch im Sinne der indianischen Nomadenstämme.
Mit den Namen ließe sich deren Vor-Geschichte wieder erwecken.
Im übrigen hilft das konstellative Denken, die geopolitisch angewandte Himmelskunde, was von den Maya, aber auch von den phoenizischen Seefahrern zu lernen wäre.
Der Meeresboden enthält Bauwerke, Reste von alten Städten, von Menschenhand geschaffenes Mauerwerk, geschnittenen Stein.
Atlantis?
Als die Maya und Phoenizier kamen, war all das bereits versunken und vergessen.
Megalith von Geisterhand, von Riesen erschaffen...
Waren die Riesen nur die übergewichtigen, gleichsam dinosaurischen Unterdrücker, Auspeitscher und Antreiber der Gefangenen?
Hatte die Sklaverei Ausmaße angenommen, wie selbst wir sie uns nicht vorstellen können?
Gilt unsere Wertschätzung einem Ungeheuer von «Kultur», das zum Untergang bestimmt war, weil die Menschheit wieder frei werden sollte?
Der biblische Gott begründet damit seine Strafe der Flut.
Gilt ähnliches auch für die zerstörten Kulturen der Maya und Azteken?
Freiheit ist eine Idee der Verheißung, keine Wirklichkeit, die sich objektivieren ließe.
Aber auch ein Ur-Zustand, den wir aus der Kindheit kennen.
Im Lateinischen heißen die Kinder Liberi, die Freien.
Dagegen läßt sich die Unfreiheit - Tyrannei, Unterdrückung und Versklavung der Menschen durch sich selbst - ohne Mühe dokumentieren.
Kulturdenkmäler - allesamt - sind steinerne Zeugen dieser humanen Katastrophe, einer geistigen und seelischen Krankheit.
Worin die Menschheit sich am meisten bewundert, ist ihre größte Schande.
Das «Weltkulturerbe» ist der monumentale Wahnwitz einer schieren Ewigkeit von Menschen-Vernichtung durch Arbeit, durch Sklaverei.
Die Nomaden der Meere, Steppen, Wüsten - und Städte - versuchten und versuchen bis heute, diesem gefährlich fest sitzenden Irrsinn zu entkommen.
Leider gibt es auch die Gegenbewegung, die dem Wahn zustrebt.
Manches bewirkt das Gegenteil von dem, was beabsichtigt war.
Was Gott mit uns vor hat, können wir nicht wissen, nur ein wenig erahnen.
Wenn unsere Freiheit in seinem Plan steht, muß die Kultur der Seßhaftigkeit wieder verschwinden.
Vieles spricht dafür, daß der Prozeß der Selbstreinigung, der seelischen und geistigen Gesundwerdung bereits im Gange ist.
Die Zunahme der Sklaven-Intelligenz.
Wenn die Heilsgeschichte durch Kriege und Revolutionen sich erschöpft, auch unsere moderne Geschichte der Städte und Staaten ihrem Ende zu geht, dürfen wir wieder hoffen.
Ist es die reine, die einfache Wahrheit?
Für den Anfang, ja, dann geht's wieder rund, mit täglich zunehmendem Unheil, das ist eine andere Zeit...