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kokhaviv publications

Qimosh - The New Qomish

Wo lassen Sie denken · Où laissez-vous penser? · Rent a brain…

2006-04-02

Gutz Gauch

Nun schau dir das mal an

Viel gibt es nicht zu sehen, Zeiten laufen ab, Verzögerungen sprechen für eine Gottespause, nicht aus zu denken.

Der Sommer kommt näher mit weniger Helle trotz beachtlicher Wärme.

Was fehlt, ist entflogen.

Das Stimmungsbarometer ist keine Redensart, sondern ein meist unbeachtetes Orientierungsmittel.

Wie ein unterschwelliges, eher unterirdisches Zubereiten.

Die totale Sonnenfinsternis traf die türkische Küste, vor drei oder vier Tagen um die Mittagszeit.

Bei uns war davon nichts zu sehen, und zu spüren ganz fein in der Tiefe.

Die kosmischen Zusammenhänge und Abhängigkeiten sind einerseits nicht weg zu denken, verdeutlichen andererseits die Unterschiede der Menschen.

Es kann nur die Wahrnehmung sein, denn daß viele Menschen nichts davon merken, muß nicht heißen, daß ihre Natur, ihr Körper, ihr zentrales Nervensystem davon unberührt blieben.

Die vegetative Nervenvernetzung geht sicherlich über den besonderen Körper hinaus ins Allgemeine.

Wir sind mit Allem verbunden, nur wissen und spüren wir es oft nicht mehr.

Was wir vielleicht spüren, wissen wir nicht zu deuten.

Wir verstehen uns nicht in unserer vollen Entität.

Die Selbstentfremdung des Menschen hat etwas damit zu tun oder ist nichts anderes als das.

Die soziale Einbindung erfolgte in zahlreichen Stufen, sie hat eine innere Geschichte.

Die vorläufige Endstation ist die moderne Gesellschaft, in der wir neue Assoziationen finden oder herstellen müssen.

Wir sind ständig mit uns beschäftigt.

Die moderne Welt schafft sich neue Möglichkeiten und mit ihnen ganz neue Probleme, die bei genauerem Hinsehen das potenzierte Alte sind.

Was uns fort bewegen soll, führt in den Stau, was uns heilen soll, macht uns krank, totale Freiheiten enthüllen sich als Tyrannei der besonderen Art.

Die moderne Welt ist im und am natürlichen Sinn ein boshaft bösartiges Gewächs, eine lebensgefährliche Wucherung.

Wie eine Gesellschaft ihre Alten und Ahnen, ihre Kinder, ihre Kranken, Hilfsbedürftigen, Armen, Obdachlosen... behandelt, beschreibt ihren Rang als Kultur.

Denn freundliche Lebensart in der Zivilisation - die Kultur des Herzens - ist ein Stück wieder gekehrter oder übrig gebliebener Natürlichkeit, ist der alte - täglich neue - Gott gefällige Familiensinn.

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