2006-12-14
Polonium
Zwischen Deutschland und Rußland
Was sich nicht restlos beweisen läßt
Wie Polen/Polonia trennt Polonium die beiden Länder, die strategisch zusammen kommen möchten.
Polen hat ein deutsch-russisches Bündnis zu fürchten.
Auch Israel käme in Gefahr...
Polonium ist wie Polonia/Polen ein Instrument der geopolitischen Gegen-Strategie, darüber hinaus jedoch ein tückisches radioaktives Gift.
Der ehemalige KGB/FSB-Oberst und spätere Publizist Alexander Litvinenko ist an dem Mittel gestorben und so in die Medien-Welt ein gegangen.
Nach DEBKA hatte er wohl als ziemlich geheimnisvoller Geschäftsmann sein Geld gemacht.
Andere Quellen ließen durchsickern, daß Litvinenko mit dem Zeug, an dem er starb, zuvor gehandelt hätte.
Litvinenko steht nicht nur optisch in einem Zusammenhang mit dem Fall der Journalistin Anna Politkowskaja.
Beide wurden ermordet.
Beide galten als kritische Gegner Putins und hatten - wie die gestürzten Oligarchen - einen jüdischen Hintergrund.
Der Verdacht fiel unwillkürlich auf den russischen Präsidenten.
Politkowskaja ermittelte in Sachen Tschetschenien, Litvinenko untersuchte Putins Rolle in der Yukos-Affäre.
Der Öl-Konzern wurde kriminalisiert und quasi enteignet, die Besitzer, jüdische Geschäftsleute, kamen ins Gefängnis oder konnten rechtzeitig fliehen.
Einer ging nach Israel und ist heute Präsident des Diaspora-Museums in Tel Aviv.
Nevzlin glaubt, daß die Ermordung des mutmaßlichen Doppelagenten Litvinenko mit den überlassenen Dokumenten zusammen hänge.
Als konträre Spekulation bietet sich an, daß Yukos bzw. die einstigen Oligarchen diese Mordsgeschichte eingefädelt haben, um den Verdacht auf Putin zu lenken.
Denn daß die entmachteten, eingesperrten oder ins Ausland geflohenen Milliardäre ihre Niederlage einfach hin nehmen würden, konnte niemand glauben, der seinen Verstand beisammen hat.
Das fragliche Polonium ist auf dem Schwarzen Markt teuer, sehr teuer und legal nur militär-wissenschaftlichen Experten zugänglich.
FOCUS Online
Der israelische Ministerpräsident Olmert hält sich in Berlin auf, fast zur gleichen Zeit findet in Teheran - auf Veranlassung des iranischen Präsidenten - eine Holocaust-Konferenz statt.
Dieser kleine ideologische Störfall beunruhigt, wenn man den Medien glauben darf, die gesamte westliche Welt, allen voran Israel und Deutschland.
Mit der - tendenziös revisionistischen - Holocaust-Konferenz wird vieles in Zweifel gezogen, was ein halbes Jahrhundert als sakrosankt gegolten hat.
Israels Existenzrecht steht in Frage, was allerdings ernster genommen werden muß, als es - qua «Konferenz» - zu verdienen scheint.
Im zweiten Libanon-Krieg sind die politischen und militärischen - womöglich auch historischen - Grenzen Israels offenbar geworden, als es dem hoch gerüsteten jüdischen Staat nicht gelang, mit der Guerilla-Truppe Hisbollah fertig zu werden.
Diese Niederlage rüttelt mehr an der Existenz Israels, als die revisionistischen Fragestellungen es jemals vermöchten.
Israels und der auf Israel fixierten Juden Schwächezustand wird an den kleinen Verunsicherungen deutlich.
Ob die Palästinenser Israel anerkennen, ob der iranische Präsident und etliche arabische Länder den zionistischen Staat beseitigen möchten oder in Teheran die Revisionisten zusammen kommen und was auch immer zu sagen und zu schreiben haben, was kümmert es den Mond, daß ihn die Hunde anheulen?!
Was sollen die Strafverfolgungen, was braucht es eine künstlich geschaffene Gesetzeslage, diesen juristischen Schutzwall gegen politisch inkorrekte Meinungsäußerungen?
Laßt die Kläffer kläffen, was soll's...
Droht denn - durchs unwillkommene Wort - gleich eine Welt ein zu stürzen?
Was steckt hinter der offensichtlichen Angst, der Furcht vor einer Wiederkehr des epidemischen Antisemitismus?
Die Geschichte des Holocaust als Begründung der zionistischen Strategie zur Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens ist in den betroffenen, vornehmlich islamischen Ländern als eine historische Provokation verstanden worden:
Ob der Holocaust statt fand oder nicht - was haben wir Orientalen, wir Muslime damit zu schaffen?
In einer solchen Umgebung der grundsätzlichen Ablehnung und Feindseligkeit hat Israel keine Perspektive, keine Zukunft.
Die zionistische Nervosität ist nicht paranoid, sie kommt aus einer realistischen Einschätzung der machtpolitischen Umstände.
Ich denke, daß wir uns bereits in einer Phase der Rückzugsmanöver befinden, die noch eine Weile anhalten mag, aber nicht mehr allzu lange dauern wird.
Die Nachricht, daß Litvinenko in letzter Minute zum Islam übergetreten sei, wurde dementiert und auf islamischer Seite als Zweckmeldung gewertet, die das schmutzige Polonium mit Al-Qaida in Verbindung bringen wolle.
Derlei gehört noch ins alte Szenario - wir haben ein neues.
Und einen neuen - erneuerten! - gemeinsamen Feind.
Die Frontstellung gegen die Araber, Muslime, Palästinenser wird aufgegeben, künftige Konflikte haben mit Rußland zu tun.
Die Globalisierung fordert Tribut um Tribut.
Der Kreuzzug gegen den Islam wird abgeblasen.
Um Israel zu retten?
Der freie Markt erobert Rußland und verbindet Europa mit Amerika.
Deutschlands Rußland- und Rußlands Deutschland-Ambitionen bleiben wach und - unerfüllt.
Deutschland ist auf Gedeih und Verderb mit Israel verwoben.
Die beiden müssen sich beeilen.
Der Islam wird zum neuen Verbündeten.
Ich kann mir gut vorstellen, daß die revisionistischen Teheran-Besucher nach ihrer Begegnung mit einer beachtlichen Zahl orthodoxer Rabbiner die Holocaust-Konferenz für eine jüdische Verschwörung halten, die anderes im Schilde führt, als revisionistisch ursprünglich geplant war.
Der Name Polonium erinnert nicht zufällig an Polonia/Polen, das sich zwischen Deutschland und Rußland legt, «um Schlimmeres zu verhüten».
Israel kehrt aus Mittel-Ost nach Mittel-Europa zurück.
Die einzig wahre Widerlegung des Holocaust, des Versuchs, das ewige Volk auszurotten.
Ein weitgehend islamisiertes und israelisiertes Deutschland (Davidsland) hat am Ende beide Hände frei...
Wir sind alle Tschetschenen.