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Die Freiheit ist unsere Sicherheit

2006-11-01

Avram Kokhaviv

Mecklenburg-Vorpommern mit Blick auf die Strände Israels

Was bisher niemandem auffällt

Annäherung an eine davidische Utopie

In Mecklenburg-Vorpommern ist die NPD in den Landtag eingezogen.

Mecklenburg-Vorpommern symbolisiert seither - nach Sachsen das zweite Bundesland - die allmähliche Renazifizierung Deutschlands.

Daß die deutsche Bundeskanzlerin aus der selben Region kommt, ist dabei eher nebensächlich.

Die Führungs-Fregatte des deutschen Marineverbandes, der vor den Küsten Libanons im UN-Auftrag den Waffenschmuggel der Hisbollah überwachen soll, trägt den Namen «Mecklenburg-Vorpommern».

An Zufälle glaube ich nicht.

Auch wenn es so nicht geplant war, das Zusammentreffen der Ereignisse ist nicht bedeutungslos.

Die deutsche Aufrüstung und zunehmende Militarisierung der bundesrepublikanischen Außenpolitik läuft synchron mit den wachsenden Sympathiewerten für die Rechtsradikalen in der NPD.

Die NPD verdankt den Zuspruch der asozialen Politik der Regierungen Schröder und Merkel.

Nach und nach übernimmt die NPD all jene gesellschaftspolitischen Positionen, die früher zum Traditionsgepäck von Kommunisten, Sozialisten und Sozialdemokraten gehörten.

Kommunisten und Sozialisten treten heute nirgendwo mehr organisiert auf, während die SPD den größten Wert darauf legt, nicht mehr als Arbeiterpartei zu gelten.

Die NPD in ihrer heutigen, zweifellos radikalisierten Form vertritt tatsächlich als einzige deutsche Partei die Belange und Interessen des Volkes, seiner arbeitenden, arbeitslosen, ausgebürgerten und vergessenen Schichten.

Daß dies weitgehend zu Lasten der Zugewanderten und Eingebürgerten aus anderen Ländern geschieht, steht dabei außer Frage.

Außenpolitisch bringt es uns offensichtlich nicht nur Feinde ein.

Manch einer mag sich die Augen, aber auch die Hände reiben, wenn er sieht, wohin es die Deutschen mal wieder treibt.

Von jüdischer Seite wird regelmäßig auf notwendige Maßnahmen «gegen Rechts» gepocht.

Die deutsche Rechte hat nämlich einen oder zwei Fehler: sie ist antizionistisch und außenpolitisch an Rußland - nicht an Israel - orientiert.

Eine prozionistische, an Israel angelehnte Rechte, die wir - wiewohl nicht explizit als solche organisiert - in Deutschland ebenfalls haben, findet trotz faschistoider Methoden im Umgang mit dem politischen Gegner das uneingeschränkte Wohlwollen der Lobby «gegen Rechts».

Genau besehen, kämpft da eine Rechte gegen die andere...

Aufrüstung und Militarisierung des Landes gehen Hand in Hand mit der politisch systematisierten Verarmung des deutschen Volkes.

Ein Deutschland auf diesem Wege - mit all seinen Implikationen - scheint aber der israelischen Regierung durchaus recht zu sein.

Israel wünscht sich zum Schutz seiner Sicherheitsinteressen deutsche Soldaten im Nahen Osten - und begrüßt die Entsendung der Fregatte «Mecklenburg-Vorpommern», ohne mit der Wimper zu zucken.

Deutschland würde unter normalen Umständen eine solche Optik vermeiden.

Aber die Umstände sind nicht normal, so daß man guten Gewissens behaupten darf, daß der israelische Wunsch nach deutschen Truppen den Wunsch nach einem Schiff besagten Namens mit einschließt - zumal dieses Schiff in «war on terror» bereits einige Einsätze erfolgreich hinter sich gebracht hat.

Die jüngsten Plänkeleien mit der israelischen Luftwaffe sind Liebesspiele, Annäherungsversuche...

Seit der israelischen Niederlage im Libanon-Krieg ist die strategische Situation verändert; Israel hat - dank Allah, Hisbollah und Nasrallah - seine politischen und militärischen Grenzen erkannt.

Die Schwierigkeiten der Amerikaner im Iraq und die Lage in Afghanistan, die Probleme mit Nord-Korea und dem Iran stellen die Israelis vor die Frage, ob der Partner USA auch in Zukunft noch voll zur Verfügung stehen werde.

Die Europäische Union ist für Israel ein Sicherheitsrisiko; Rußland birgt eher noch größere Gefahren...

Auf lange Sicht ist die kompakte Industriemacht Deutschland der optimale Sicherheitspartner.

Doch dieses Deutschland ist - oder wäre - mit der Bundesrepublik nicht mehr identisch.

Ein Deutschland, wie wir es als Davidsland bereits projektiert haben, muß international souverän auftreten können - befreit von seinem bisherigen «Feindstaaten»-Charakter.

Das auf seine Souveränität bedachte Israel ist - via Davidsland - von Souveränitätsnutzen auch für - die bisherige Bundesrepublik - Deutschland.

Unter diesem Aspekt ist die Sicherheit Israels tatsächlich, wie Bundeskanzlerin Merkel betonte, «deutsche Staatsraison».

Das folgende Szenario bietet sich an:

Mit Israel im Huckepack erlangt Deutschland endlich wieder seine volle Souveränität.

Gemeinsam mit Deutschland wird Israel, was es längst zu sein scheint, doch in Wirklichkeit nicht ist: souveräne Atommacht.

Auf Gegenseitigkeit.

Was dem einen jeweils fehlt, das hat der jeweils andere...

Eine deutsch-israelische Notgemeinschaft - Davidsland - geschlossen unter dem Druck gemeinsamer und getrennter Geschichte - ist die brauchbare Alternative zum Lösungsmodell United Palestine.

Welche - von Israel «gewünschte» - Rolle spielt dabei nun die Fregatte mit dem aktuell belasteten Namen «Mecklenburg-Vorpommern»?

Eine souveräne Atommacht Davidsland in der Mitte Europas ist über Nacht von Feinden umgeben.

Davidsland ist ein bis an die Zähne bewaffneter Staat mit offensiver Außen- und imperialer Behauptungspolitik.

Davidsland ist historisch prädestiniert, die 1945 an die damaligen Nachbarstaaten Tschechoslowakei, Polen und Sowjetunion verlorenen Gebiete - Sudetenland, Schlesien, Oder-Neiße, Danzig-Westpreußen, Ostpreußen... - zurück zu fordern, notfalls sich souverän zurück zu holen.

Die Wiedervereinigung mit Österreich ist ein Teil der zu erledigenden Dinge...

Stichwort: Reconquista.

Alles getreu der Maxime Konrad Adenauers, daß Deutschland diesmal mit den Juden - nicht gegen sie - seinen Platz in der Geschichte einnehmen werde.

Der deutsch-jüdische Binnenkonflikt löst sich - zu beiderseitigem Vorteil - in Wohlgefallen auf.

Davidsland erzürnt alle, die von einer ewigen deutsch-jüdischen Todfeindschaft geträumt hatten und daraus lebten.

Davidsland ist in seiner Wehrhaftigkeit dem Deutschen Reich und dem Staat Israel ähnlicher als den vier deutschen Nachkriegsrepubliken (Weimar, Österreich, BRD, DDR).

Davidsland - ein Modell auf Gegenseitigkeit - ist gewappnet gegen jeden Versuch, den deutsch-jüdischen Konflikt wieder an zu stacheln.

Die Verbrüderung Israels mit der islamischen Welt wird - im weitgehend islamisierten Deutschland/Doidsland/Davidsland - auf dem Wege über ein entlastetes Palästina - zur neuen Tagesordnung: «Staatsraison».

«Rückkehr-Recht» ist das Recht der Juden auf ihre deutsche - davidische - Heimat wie das Recht der Palästinenser auf Palästina.

Das projekt Yishmael kommt endlich zu historischer Geltung.

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