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Die Freiheit ist unsere Sicherheit

2006-07-21

Avram Kokhaviv

Kampfhunde des Kreuzzugs gegen den Islam - zu Bluff und Verbrechen...

Zu Israel, den USA und deren gehorsamen Satelliten - Deutschland jetzt wieder vor! - fällt mir nichts mehr ein

So könnte ich in Anlehnung an Karl Kraus formulieren, um meine Sprachlosigkeit aus zu drücken.

Wer ist - 2006 - die Partei Gottes, wer ist Goliath und wer der pfiffige David?

Was für eine sicherheitspolitische Blamage, daß die unbesiegbare Atommacht Israel ihr halbes Land sich evakuieren sehen muß, weil ein paar dürftige Raketen der Hisbollah - Feuerwerkskörper im Vergleich mit der Schlagkraft des israelischen Aggressors! - die apartheid-gemauerte Selbstgewißheit der Israelis über Nacht in Frage gestellt haben.

Jetzt reden sie sich neuen Mut ein und zerstören ein Nachbarland nach dem anderen, wofür es keine rationale Begründung gibt.

Diese Art kriegsverbrecherischer Politik der «Selbstverteidigung» (und der moralischen Selbstverstümmelung) - gegen die Ärmsten der Armen in Palästina und Südlibanon! - hätte sich - samt Komplizenschaft - längst vor einem internationalen Gerichtshof zu verantworten, ginge es in dieser Welt noch halbwegs mit rechten Dingen zu.

Keine Waffen für Israel?

Auch mit dem modernsten Mordgerät ausgestattet, wird der «Schurkenstaat» ein gerechtes Ende finden.

Inshallah.

In der Tradition des Warschauer Ghetto-Aufstands stünde Israel heute der djihadischen Guerilla-Taktik nicht hilflos gegenüber; es würde sich in ihr wieder erkennen und mit dem Widerstand Freundschaft schließen.

Ich vergesse nämlich nicht meine schicksalhafte - ideen- und lebensgeschichtliche - Verbundenheit mit dem Heiligen Land, dem jüdischen Volk und seinem befreienden Hebräertum.

Ich bin nicht von vorn herein Anti-Zionist, meine Ablehnung des Zionismus ist anti-nationalistisch bewegt, darüber hinaus islamisch bestimmt.

In Zeiten der Verfolgung war der Zionismus die vielleicht größte der wenigen Hoffnungen.

Obwohl es da ein paar jüdische Zweifel gibt.

Der Nationalismus ist eine praktikable Idee.

Als Versammlung der Stämme ist mir die Nation gerade noch real genug.

Daß Israel - wenn es Bestand haben soll - ein orientalisches Land werden müsse, war meine erste und gebliebene Überzeugung.

Die Ideologie des Zionismus und der politische Wille seiner Feinde haben es allerdings nicht zugelassen.

Im übrigen glaube ich nicht an die historische Notwendigkeit eines jüdischen Staates.

Den Gedanken an ein Vereinigtes Palästina halte ich nach wie vor aufrecht.

Israel dient allenfalls als eine Bedingung für ganz andere Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten, wobei die religiöse Dimension nicht außer Acht bleiben darf.

Kritischen Juden in Amerika ist das totale Israel-Engagement der Neo-Konservativen um den amerikanischen Präsidenten George W. Bush nicht ganz geheuer.

Sie fürchten, daß die christlichen Fundamentalisten den jüdischen Staat und sein Volk lediglich für die apokalyptische Verheißung einer Wiederkunft Christi brauchen.

Es geht ihnen nicht um die Rettung der Juden, sondern um deren Existenz bei der Ankunft des Heilands, dessen Echtheit sie schließlich bezeugen sollen.

Eine andere, real-geschichtliche Funktion kommt den Juden, dem Zionismus, dem Staat Israel als einem extrem provokanten und also belebenden Element im islamischen Raum zu.

Ohne Israel ist der Djihad nicht denkbar.

Den «Schurkenstaat» entwaffnen?

Wer mörderische High-Tech-Waffen an Israel liefert, macht sich zum Komplizen von Staatsterror, Kriegskriminalität und fortgesetzten Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Auch wer verstanden hat, daß Israels Ruchlosigkeit gegen seine arabische und islamische Umwelt ein Symptom von Schwäche und panischer Furcht ist, kann nicht zulassen, daß es in seinem Wahn nur noch die Rolle des Zerstörers spielt.

Die islamische Welt ist sich darüber im klaren, daß Israel nicht aus eigener Kraft existiert und agiert, sondern als Fremdenlegion, als stationärer Waffen- und Flugzeugträger des amerikanischen Imperialismus den Mittleren Osten von einem Krieg in den nächsten stürzt.

Die bisweilen zu beobachtende israelische Ratlosigkeit ist auf diesen Umstand zurück zu führen.

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