2006-06-04
Vorsicht!
Globale Strategien und die Sinngebung des Faschismus: ein deutsches Lösungsmodell
Die asoziale Marktwirtschaft und der mehr als nur partielle Demokratieverzicht, wohin soll das führen?
Wohin will die Welt, wohin will der Westen?
Was hat der Westen überhaupt noch zu wollen?
In Aller Munde der verlorene Krieg gegen den Islam.
Das letzte Wort ist gewiß noch nicht gesprochen, doch es zeichnet sich bereits ein strategisches Feld ab, das nach zwei Seiten hin offen ist und zugleich in sich zugeschnitten.
Deutschlands neue Rolle in diesem längst verlorenen Krieg des Westens gegen den Islam - «islamistischen Terrorismus»! - ist nicht von ungefähr entworfen, zudem politisch brisant.
Sehen wir Deutschland als ein Experimentierfeld, wo die künftigen Strategien des Westens aus einer gewaltigen - moralischen, wirtschaftlichen, militärischen, geistigen, weltpolitischen - Krise im Entstehen sind.
Deutschland hat den Schwarzen Peter, wenn man so will.
Gegen die westlich verankerte Bundesrepublik steuern aber der deutsche Nationalismus und der internationale Islamismus.
Die besondere Interessenlogik in Deutschland sieht zwei antagonistische Kräfte, die vorerst nicht direkt aufeinander zusteuern, aber den nächsten Konflikt schon in sich tragen.
Für die nationalistisch-islamistische Kombination gibt es in der Geschichte Deutschlands noch keine Beispiele, keinen Erfahrungshintergrund.
Wir können allerdings davon ausgehen, daß der deutsche Nationalismus alles daran setzen wird, um die «fremde» Karte aus dem Spiel zu werfen.
Der Islam ist wie das Judentum ein rotes Tuch für die «arische» Weltauffassung.
Imgrunde ist der übernationale Islam dem deutschen Nationalismus entschiedener entgegen gesetzt als das Judentum, das selbst eine nationale Religion ist.
Die gegenwärtige Lage zeigt die Demokratie namens Bundesrepublik Deutschland von verschiedenen Seiten bedrängt und umkämpft.
Zur gleichen Zeit entwickelt die BRD innere Abwehrkräfte, um sowohl dem Islam - dem «islamistischen Terror» - als auch dem neuen deutschen Nationalismus - womöglich einer Wiederkehr des Nationalsozialismus - entgegen zu wirken.
In ihrem Abwehrkampf gegen alte und neue Totalitarismen entwickelt die Bundesrepublik Deutschland erstaunlich totalitäre Initiativen, die ihr Augenmerk auf die Jugend richten, von der sie vor allem die deutschen Anteile kasernieren, das heißt ihren Familien entfremden und in staatlichen Jugendheimen - Erziehungsanstalten - unterbringen möchte.
Im Jugendstrafvollzug finden wir seit Jahren verfassungswidrige Merkwürdigkeiten - wie zum Beispiel die illegale «Verschickung» von deutschen jugendlichen Gesetzesbrechern in sibirische und südamerikanische Straf- oder Umerziehungs«familien».
Der Islam in Deutschland hat in den vergangenen Jahrzehnten eine enorme Zuwanderung erfahren, die jedoch ziemlich plötzlich und, wie man sieht, mit Erfolg abgebrochen worden ist.
Über Nacht schlug die offizielle Stimmung um, und die Konzepte, die inzwischen von den etablierten Parteien entwickelt und interministeriell - Jugend, Soziales, Justiz, Inneres... - in Schwung gebracht werden, sind von rechtsextremen Vorstellungen nicht mehr weit entfernt, mit diesen jedoch strukturell nicht zu verwechseln.
In ihrem Krieg «gegen Rechts» ebenso wie gegen den «islamistischen Terrorismus» bedient sich die BRD «rechter», durchaus auch terroristischer Methoden.
Deutschland macht aus gegebenen - nicht nur haushaltspolitischen - Anlässen eine Phase der versteckten bis offenen - «antiterroristischen» - In- und Ausländerfeindlichkeit, ja des doppelten Rassismus durch, wobei die vom Staat angetriebenen Maßnahmen - in der politischen Gesellschaft ununterbrochen diskutierte angebliche Notwendigkeiten - von den allenthalben berichteten ausländerfeindlichen oder rassistischen Übergriffen und ihren Folge-Hysterien oft nur schwer zu unterscheiden sind.
Eins greift da immer wieder ins andere, so daß der Eindruck, die bösesten Vorgänge in dunklen Hauptstadt-Straßen und ostdeutscher Provinz würden den Wünschen der Politik durchaus entgegen kommen, wahrscheinlich nicht täuscht.
Die Gesellschaft liefert den Stoff, aus dem der Staat vermittels konformer Medien die Verwirklichung seiner machtpolitischen Träume und Absichten betreibt.
Erstaunlich ist die islamische Resignation in Deutschland.
Islamische Institutionen, die in großer Zahl und mit hoher politischer Intensität eine neue Heimat gefunden zu haben schienen, sind zum wesentlichen Teil wie weg geblasen.
Aus dem Straßenbild sind die gestandenen schwarz- bis graubärtigen Muslime verschwunden, als ob die Frauen mit Kopftuch in ihren Familien mittlerweile das Regiment übernommen haben.
Aus dem Muslim-Forum erfahre ich, daß die «Elite» der Zuwanderung unser Land «immer mehr» verläßt.
Der als gesetzlich verbürgt geplante «Antidiskriminierung»-Multikulturalismus ist mit dem Islam nicht mehr zu vereinbaren.
In unserer Straße wurde ein großer türkischer Supermarkt aufgegeben.
Der - politisch gezielte - bunte Gesinnungsterror zeigt Wirkung.
Die Berliner Wohnungspolitik scheint darauf hinaus zu laufen, daß die bekannten Ghetto-Gegenden sozusagen eingeschnürt, also verkleinert werden.
Häuser werden saniert, entmietet, später teurer vermietet.
Wo türkische Familien das Straßenbild und das Leben in den Parks bestimmten, sind zunehmend wieder deutsche Gesichter zu sehen, deutsche Worte zu hören.
Die türkische - proletarische - Gemeinschaft bleibt wie die deutsche Obdach- und Arbeitslosen-Armut isoliert und vergessen zurück, während die Wohlhabenheit sich in andere Bezirke verabschiedet oder gleich aus dem Staube macht.
Wer sich's leisten kann, geht, der große Rest bleibt - sich, seinen Sorgen und den politisch gewollten Unbilden überlassen.
Der deutsche Nationalismus will sich des großen ausländischen Restes natürlich auch noch entledigen, wobei ihm die inzwischen wieder abgewanderte Zuwanderer-Intelligenz keine Schwierigkeiten mehr bereiten kann.
Insgeheim gibt es sicherlich Übereinstimmung zwischen deutschen und türkischen Nationalisten.
Alles andere hat nur schein-offiziellen, propagandistischen Hinhalte-Charakter.
Der große verlassene Rest ist im Sinne wirtschaftlicher Prognosen und Planungen sowieso «überflüssig» geworden.
Die «Überflüssigen» sind deutscher, arabischer, türkischer, bosnischer Nationalität oder Herkunft.
Was sie eint, ist ihre soziale Lage, ihre Not und Hoffnungslosigkeit.
Wenn wir ihre Situation zu objektivieren versuchen, kommen wir zu dem Schluß, daß sie gemeinsam Selbstmord begehen oder den Befreiungsakt wagen sollten.
Schließen wir beide Möglichkeiten theoretisch kurz, so befinden wir uns in unmittelbarer Nähe des asymmetrischen Kriegsverhaltens.
Deutsche Frauen, eine sogar mit Kind, sollen sich bereits auf den Djihad-Weg Richtung Mittelost begeben haben.
Ich weiß nicht, was von diesen Meldungen zu halten ist, so könnte man rätseln, warum die Frauen sich den weiten Weg machen wollen.
Das proletarische oder subproletarische Erdreich - nur darum geht es mir hier - trägt sicherlich die eine oder andere bürgerlich-individuelle Verzierung.
Die proletarische Grundsituation verlangt womöglich nach kleinbürgerlicher Führung, was aber einer potentiellen Verführung und Gefährdung gleich kommt.
Nach bitteren geschichtlichen Erfahrungen muß sich jede potentielle proletarische Bewegung schon in ihren Träumen und ersten Gedanken vor neuen Bevormundungen hüten.
Vertraut nur euren engsten Freunden, und auch denen nicht ohne Skepsis.
Vom asozial-faschistischen Staat und seinen bezahlten Agenten droht die Kriminalisierung.
Im Fach Konterrevolution ist Deutschland absoluter Weltmeister - Vorbild der künftigen Welt?
Attention!
Die Hypothese lautet:
Die subproletarische Revolte wird in ihrem Kampf gegen den virulenten, zunehmend offenen antiproletarischen und antiislamischen - bisweilen noch subtilen - Staatsterrorismus die erforderlichen Führungsqualitäten und überlebensnotwendigen strategisch-taktischen Talente entwickeln müssen.
Die ausgereifte Gestalt gesegneter Revolutionarität ist der Krieger Gottes.
Inshallah.