2006-05-25
Werkzeugkasten
Ich habe nur den einen, der steht in der Ecke, ist ewig und unverzichtbar.
Der Werkzeugkasten ist ein Lehrstück für Kinder, die die Welt kennen lernen wollen.
Man muß sie nur heran lassen...
Kinder werden in der Regel von solchen Erfahrungen fern gehalten, weil die Erwachsenen sie «vor Gefahren schützen» wollen.
Die größte Gefahrenquelle ist allerdings Unerfahrenheit.
Dorfkinder der alten Schule kamen überall heran, sie wußten alles, konnten alles und kannten folglich auch die Gefahren und Tücken beim Umgang mit Messern, Zangen, Forken, Hämmern, Beilen, Äxten, Katapulten, Jagdgewehren, Sensen, Sicheln, Schmiedefeuer...
Ich erinnere mich nicht an abgebrannte Scheunen aus Kinderhand.
Aufgeweckte Jungens wissen sich zu helfen, wenn ihnen ein Malheur passiert.
Das Verbotene weckte und schulte die Sinne.
Wer sich erwischen ließ, hatte noch viel zu lernen.
Löschen gehört zum Handwerk.
In den modernen Werkzeugkasten gehört alles Gerät, das zu Erforschung und Anwendung von Kernenergie notwendig ist.
Und zum Selbstschutz.
Es muß jedem Mündigen, Lernenden, Neugierigen, Übenden und Praktizierenden zugänglich sein.
Oder keinem!
Wer mit dem Feuer «spielt», ist eine Gefahr.
Wer seinen Nachbarn damit droht, ihnen die Häuser an zu zünden, wenn sie sich seinen Wünschen nicht beugen, ist die gemeine Gefahr schlechthin.
Die westlichen Atommächte, die dem Iran mit Krieg - ja mit einem Atomkrieg! - drohen, falls Teheran in der Nuklear-Energie-Frage nicht nach gibt, sind Kriegsverbrecher.
Die Gefahr für den Frieden in der Welt geht von ihnen aus.
Die Fünfer-Bande - die fünf UN-offiziellen Atom- und Veto-Mächte USA, Großbritannien, China, Frankreich und Rußland - ist die Droh-Koalition gegen die übrige Menschheit.
Solange die sich privilegierenden Imperialismen nicht ihr Atomwaffen-Arsenal verschrotten, lebt die Welt in permanenter Unsicherheit.
In so unsicheren Zeiten hat jedes bedrohte Land das Recht auf nukleare Bewaffnung.
Aber das ist keine Lösung.