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kokhaviv publications

rebird - Deutschlands Kurier

Beiträge zur demokratischen Eroberung

2005-01-03

Horst Lummert

kkk-kokhaviv

In eigener Angelegenheit (I)

Unsere Website ist eine bescheidene Sache. Kokhaviv.org ist nicht CNN und nicht SPIEGEL online. Unsere Besucherzahlen können sich mit Mainstream-Medien nicht messen. Während dort Hunderttausende oder Millionen Interessenten «politisch korrekte» Seiten anklicken, sind es bei uns Unzensierten nur Zehntausende, doch immerhin.

Bescheidenheit war schon des kuckuck Arroganz.

Die «Menge» heutigen Begriffs geht an uns vorbei, «quantitativ» werden wir nicht erreicht, nicht empfangen, haben wir aber auch keinen Ehrgeiz.

Alexander Beckers kokhaviv publications sind aus den alten «overground» Vierteljahresheften kuckuck hervorgegangen. Der kuckuck war nicht für jedermann erreichbar, mit einer Auflage von 300 hatte er eine begrenzte Leserschaft, die sich allerdings über den Globus verteilte.

Die Globalisierung fand hier bereits vor dreißig Jahren statt, ein damals erstaunliches Phänomen.

Die Zahl der Leser - ob kuckuck oder kokhaviv - steht in einem außergewöhnlichen Mißverhältnis zu ihrer, der Leser, politischen, institutionellen, intellektuellen Bedeutung.

Ihre Verbreitung über den ganzen Erdball hat und hatte offenbar einen ursächlichen Zusammenhang mit der «Un-Menge» - einer Nicht-Menge - der einstigen und der heutigen Leser.

Über siebzig Prozent der Besuche kommen aus den USA. Die «Kokhavim» rechnen es sich als ein bescheidenes (!) Verdienst um die deutsche Sprache an, mit ihren Texten - in dieser deutschen Sprache - weltweit gelesen zu werden.

Der kuckuck war nie ein Geschäftsunternehmen. In seinen besten Zeiten erhielt er sich gerade selbst. Werbung wurde grundsätzlich abgelehnt. Die Demonstration innerer Freiheit und Unabhängigkeit war - noch vor dem Motiv zu unterrichten - der Hauptbeweggrund. Kommerziell war der kuckuck von Anfang bis Ende eine bodenlose «Dummheit». Daran hat sich auch bei kokhaviv nichts geändert.

Ökonomisch hingen und hängen kuckuck und kokhaviv von ihren Machern ab.

Vor dreißig Jahren hagelte es Versuche, den kuckuck finanziell zu unterstützen, ihn mit Spenden milde zu stimmen und - was unschwer zu erkennen war - redaktionell zu kontrollieren.

Wir mußten nicht um Gelder betteln, wir wiesen sie zurück. Zwischen sämtlichen Stühlen wird man nicht begünstigt, sondern bestenfalls geködert.

Der kuckuck war nicht nur in sich kontrovers; denn tatsächlich hatten Autoren mit gegensätzlichen Positionen eine größere Chance, im kuckuck unterzukommen, als anpassungswillige.

Der Antagonismus war in der Tat ein Charakteristikum der Innen- und Außen-Verhältnisse.

Aus dem fast «djihadischen» Unterfangen des alten kuckuck, der noch den Widerspruch und die Diskussion kultivierte, wurde kokhaviv auf dem Boden der im kuckuck formulierten Grundsätze.

Auch hier bestehen und entstehen neue Widersprüche - etwa die zwischen Wort und Bild.

Ein in sich widerspruchsloser Kosmos kokhaviv ist ebenso wenig vorstellbar wie ein kuckuck ohne inneren Widerspruch.

Unsere Website - ein Post-End-Ertrag des kuckuck - scheint weniger zur Diskussion als zu Beobachtung und Kontrolle anzuregen. Die theoretischen Streitereien und Grundsatzdebatten sind abgeschlossen.

Unsere Bücher werden nicht gekauft, aber rege gelesen. Die Einrichtung free download bei kokhaviv ist eine genauso charakteristische Angelegenheit wie das ganze Unternehmen von seiner ersten Stunde an.

Nicht Freunde, sondern reelle und virtuelle Feinde aus allen politischen und ideologischen Himmelsrichtungen lesen unsere Nachrichten, Einschätzungen und Kommentare.

Der Überblick 2004 - exemplarisch für die zurückliegenden Jahre - zeigt eine weltweit interessierte interessante Besucherspezies, von der man eigentlich nicht annehmen möchte, daß sie bei kokhaviv noch irgend etwas lernen könnte.

Siehe auch

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