2005-02-13

Horst Calx

Die Schwere unter den Wolken

Sie folgt aus dem Druck, dem atmosphärischen Nachdruck, wenn man so will.

Der Dresdener Tag steht auch im Zeichen der inneren Unverträglichkeit vermeintlicher - rechtsextremistischer - Einigkeit.

Christian Worch, von dem man schon annehmen konnte, daß er sich in der NPD hinauf klimmen würde, spreizt sich und schmollt.

Seine individualistischen Besonderheiten wirken in der rechten Szene als launische Extravaganzen; der Mann scheint dort nicht allzu heimisch zu sein.

Der seit den innen- und justizministeriellen Initiativen in Berlin zunehmende Streit im nationalen Lager deutet auf Verunsicherung hin.

Interne Kritik an dem NPD-Vorsitzenden und sächsischen NPD-Parlamentariern ist offenbar zum richtigen Zeitpunkt in die falsche Kehle gekommen.

Die neue Prominenz hat längst Gefallen an ihrer privilegierten Stellung gefunden und fürchtet die staatlich forcierte Kriminalisierung.

Die deutschen Nationalisten sind halt keine Mudjaheddin, die für ihre Sache zu sterben bereit (und inzwischen Gegenstand heimlicher Heldenverehrung unter den Rechten geworden) sind.

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