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kokhaviv publications

Qimosh - The New Qomish

Wo lassen Sie denken · Où laissez-vous penser? · Rent a brain…

2005-12-30

Hoert

Und seht in euch hinein

Das Wunsch-Interview

Erstmals in der langen Entführungsgeschichte entsteht der Eindruck, daß Susanne Osthoff Angst hat.

Vor ihren Entführern schien sie sich nicht zu fürchten, doch nun auf einmal...

In ihrem Interview mit Al-Jazeera ließ Frau Osthoff ungeschützt durchblicken, daß sie Sympathien hege: für ihre Geiselnehmer, für den irakischen Widerstand gegen die amerikanische Besatzung.

Dieser Eindruck war eigentlich vorherrschend, so daß natürlich auch anderswie Interessierte sich der Sache annehmen mußten, das lag auf der Hand.

Gegenüber dem ZDF argumentiert und verhält sie sich ganz anders.

Natürlich wurden Anti-Terror-Spezialisten auf sie aufmerksam, und die haben ihr offensichtlich so viel Angst eingeflößt, daß sie ein bißchen die Verwirrte spielt oder geworden ist, ein bißchen auch was durchblicken läßt...

Die Hinweise auf «jüdische Geheimdienstoffiziere» und «Sarkawi» klingen einerseits paranoid, geben der Sache aber andererseits durchaus Substanz.

Der Fall Osthoff kommt plötzlich in einen Zusammenhang mit Israel und dem Vorzugsterroristen Israels, dem nach Bin Laden zweiten Phantom Sarkawi oder Zarkawi.

Erst jetzt ist Susanne Osthoff keine Idealistin mehr, die den armen Irakern helfen möchte und irrtümlich in die Fänge fehlinformierter Geiselnehmer geriet, jetzt ist sie so etwas wie eine Terroristin.

Jetzt kann man auch verstehen, wenn sie von «Vorgaben» durch die «jüdischen Geheimdienstoffiziere» spricht, und daß sie die Woche beim BKA den drei Geiselwochen als Zeit der Gefangenschaft zurechnet.

Wenn sie von Anti-Terror-Spezialisten des BKA unter Zuhilfenahme etwa israelischer Spezialisten verhört wurde (privates Mobbing inclusive), muß man sich über die sichtlich verwirrte Susanne Osthoff nicht mehr wundern.

Und wenn diese These fehl schlägt, bleibt immer noch die Frage, ob das ZDF-Interview überhaupt authentisch sei, ob das Gesicht unter dem Tshador das Gesicht der Susanne Osthoff war.

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