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Die Freiheit ist unsere Sicherheit

2005-08-05

Sam Wonder

Wer sich nicht wehrt und sich nicht mehrt

Wogegen sich wehren und mehren, da niemand sich wehrt und jeder und jede sich verwehren...

Die leben verkehrt, die erfüllen die Bedingungen der sodomitischen Zeit

In Frankreich, ich suche die Einzelheiten des Falles nicht heraus, erinnere jedoch das Wesentliche, in Frankreich irgendwo ist ein Kinderschänderring aufgeflogen und nun auch verurteilt worden.

Es wird berichtet, daß es sich dabei um Arbeitslose, Asoziale, um Analphabeten und Rentner handele, die für Alkohol und Tabakwaren ihre eigenen Kinder und Kindeskinder vergewaltigt hätten.

Zwei Haupttäter, ein Mann und eine Frau, wurden zu achtzehn bzw. sechzehn Jahren Haft verurteilt.

Eine junge Frau wird gezeigt, die bereits ein Jahr absaß und ein halbes Jahr erlassen bekommen hat.

Sie sagt, daß ihr Mann ihre zwei Kinder den Schändern zur Verfügung gestellt habe.

Was an Berichten vorliegt, muß erst einmal sortiert und damit richtig verstanden werden.

Da ist also so etwas wie ein Ring von arbeitslosen Pennern und verlumpten Rentnern, ein richtiges Packzeug, das für Zigaretten und Bier kleinen Kindern Körper und Seele zerstört.

Endlich läßt sich das Phänomen dieses ekelhaften Schwerstverbrechens auch soziologisch orten...

Nun ist Kinderprostitution strafrechtlich hochgradig riskant.

Während käufliche Frauen heute nicht nur erlaubt, sondern inzwischen als «Beruf» anerkannt und entsprechend mit Einkommensteuer auch staatlich ausbeutbar sind, hat Kinderprostitution einen außergewöhnlichen Schweregrad und also tiefen Dunkelbereich.

Aus Trier hieß es schon vor Jahren, daß dort einem ganz normalen Bordell ein geheimes Kinderbordell angegliedert sei, wo regelmäßig saarländische Politiker verkehrten, vor Razzien rechtzeitig gewarnt werde, so daß die Kinderabteilung und ihre Kunden flugs abgeschirmt werden könnten.

Wo es teuer wird, steigen wie automatisch auch die Schweigegelder und Vermittlungsgebühren.

Für eine Packung Zigaretten und zwei Büchsen Bier ist da nichts zu holen.

Wie muß man nun aber diese seltsamen Analphabeten-Geschichten auf die Reihe bringen, um sie auch verstehen zu können?

Meine Hypothese verändert im Nu die soziologische Grundsituation.

Da wird das asoziale Packzeug nicht zu seiner eigenen Kundschaft, die Kunden bleiben vielmehr unerwähnt.

Die Hauptsache bleibt «außen vor» - hier aber beginnt erst das große Verbrechen in seiner wahren Dimension.

Die mit 18 bzw. 16 Jahren offensichtlich halbwegs angemessen verurteilten Haupttäter und Haupttäterin müssen in ihrer ertragreichen Mittlerfunktion begriffen werden.

Auffällig an den TV-Berichten ist das teure Ambiente der Wohnsiedlung, wo die Verbrechen statt gefunden haben sollen.

Da wohnen keine Penner, da lebt wohlhabender Mittelstand.

Der Mittelstand vermittelt das Verbrechen und ist sein Kunde.

Wo kommen nun aber die Opfer her?

Mit der Beantwortung dieser Frage haben wir auch schon die Erklärung für die Analphabeten-Geschichten.

Das clevere Paar aus der Reichen-Siedlung besorgte die Opfer des Verbrechens von den Ärmsten für ein bißchen Tabak und Alkohol, fürn Appel und 'n Ei.

Da gab's ein paar Verkommene und Versoffene, die ihre Kinder und Enkelkinder gegen eine Cent-Vergütung den Hauptverbrechern zur Verfügung stellten.

Daß die Analphabeten für Zigaretten und Bier ihre geopferten Kinder selber schändeten, ist eine durchsichtige Fehlinformation; als Handelsobjekte waren die Kinder viel zu kostbar.

Die armselige Quelle der cleveren Mittler wurde schließlich zu deren undichter Stelle.

Das hatten sie wohl nicht ausreichend bedacht.

Das Geschäft für die beiden Haupttäter lag in der teuren Vermietung der billig bezogenen Kinderware.

Kinderprostitution ist wegen der pikanten Rechtslage äußerst riskant und darum sehr, sehr kostspielig.

Wer sich so was leisten kann, ist gewiß kein Asozialer niederen Ranges und auch kein durchschnittlicher Gehaltsempfänger.

Die Berichterstattung riecht denn auch nach einer skandalösen Vertuschung des eigentlichen Verbrechens.

Wer sind oder waren die seelisch verkorksten und finanziell best ausgestatteten Kunden?

Da die Medien der Neuen Mittelklasse es uns nicht sagen wollen, muß man bei ihnen wohl ein gewisses Verständnis für die neue Klassenkrankheit annehmen.

Als in den siebziger Jahren der innere Terror der sogenannten RAF die Bundesrepublik verunsicherte, sprachen Sender und Zeitungen und Politiker sehr engagiert von «unseren» (sprich: ihren!) verirrten Söhnen und Töchtern.

Ein bombender und schießender Prolet oder Muslim, gar muslimischer Prolet, könnte mit solchem Verständnis (und stillen Einverständnis) nicht rechnen, obwohl seine Motive wahrscheinlich viel ernster wären.

Wer so schnell dabei ist, den Ärmsten, den Asozialen, Arbeitslosen und verrenteten Pennern den üblen Dreck anzuhängen und die bürgerliche Hälfte des Gesamtbildes im Dunkeln läßt, offenbart neben seinem Klasseninteresse eine daraus resultierende Verdunklungsgefahr.

Im übrigen sollte sich niemand die Haare raufen, wenn ihm dergleichen, wie zum Beispiel auch der Baby-Mord an neun Neugeborenen, deren Leichname in Blumenkästen bestattet wurden, zu Ohren kommt.

Das Verbrechen am Kind - ob geboren oder ungeboren, ich sehe da keinen Unterschied - ist symptomatisch fürs sodomitische Zeitalter, das psychologisch immer auf irgendwelche Grundzustände zurückgeführt werden kann, worin aber auch mehr als das, nämlich eine fürchterliche, von Gott gefügte Abrechnung gesehen werden darf.

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