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2005-04-01

Tor Weilach

Sprung auf im feinen Staub

Mein Verdacht ums Rauchverbot

Was es mit der Verteufelung auf sich hat

Ich meine, daß die Regierungen mit ihrer Verteufelung und Bestrafung des Rauchens an unsere Gesundheit denken, ist nicht ernst zu nehmen.

Was interessiert die, was aus unserer Jugend wird, da gäbe es zig Gelegenheiten, zu zeigen, wie ernst es ihnen damit ist.

Ich habe lange überlegt, was dahinter stecken könnte.

So dachte ich zum Beispiel an den - im Vergleich mit den herkömmlichen Tabakplantagen - rentableren Mohnanbau; sollten die jungen Menschen von der Zigarette weg zum Drogenkonsum verführt werden?

Aber nun glaube ich, den wirklichen Grund gefunden zu haben.

Was tut der verschreckte Raucher, wenn er nicht mehr raucht?

Er ißt, er nascht, er frißt sich fett und rund, und das ist das eigentliche Geschäft des neuen Jahrtausends.

Wer raucht, betäubt damit seine Geschmacksnerven, beruhigt den Magen, stillt oder bremst den Hunger.

Raucher sind schlanker.

Sie kommen zu ihren Idealmaßen allerdings auf marktpolitisch nicht ganz korrekten, wenn nicht absolut unannehmbar inkorrekten Wegen der Lebensführung.

Raucher entziehen sich dem Essenskonsum.

Nach der Verteufelung von Butter und Zucker ist nun das Rauchen an der Reihe.

Zunächst ging es gegen die Vollwertkost, deren Genuß andere Schleckereien überflüssig macht: wer Butter ißt und an der Nervennahrung Zucker nicht mutwillig vorbei geht, kann auf vieles verzichten, worauf aber im Sinne des Marktes nicht verzichtet werden soll.

Wer raucht, wie gesagt, hemmt obendrein Hunger und Appetit, das ist ganz und gar nicht marktgerecht.

Was unter «ökologischem» Markenzeichen auftritt, kann getrost als ökonomische (!) PR-Veranstaltung abgehakt werden.

Die allerjüngste Feinstaub-Kampagne hat das Zeug zur nächsten Massen-Allergie.

Das winkende Geschäft mit dem «privatisierten» und also hoch verteuerten Wasser bietet sich als wahrscheinlichste Lösung an.

Die Städte sollen nicht mit Wasser sparen, sondern das teure «Privat»wasser kaufen und mit ihm den Staub weg spülen.

Weitere Betrügereien werden folgen.

In Deutschland kann von Betrugsversuchen kaum die Rede sein; der Versuch ist gewöhnlich ein gelungener Betrug.

Auch der billigste Trick verfängt hier sogleich.

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