2005-01-12

Lukas Storch

Tsunami und das Schweigen der Redseligen

Ökologen, sagt mal was!

Das momentan wohl jüngste Beben - 20 Kilometer unterhalb des Meeresbodens in der Ägäis - vor den türkischen Küsten - ist vermutlich weniger ein Zeichen aus den Tiefen Gottes als eine politische Mahnung und Drohung - gleichsam aufs Mittelmeer nachwirkender Tsunami-Hit.

Es gehört zum Wissensstand unserer Zeit, daß Bebenforscher heute in der Lage sind, «man made earthquakes» einzuleiten.

Es ist wirklich erstaunlich, daß die Umwelt-Ideologen sich in der Tsunami-Frage so zurück halten.

Umweltminister Trittin hat ja vielleicht noch nicht die Ursache finden können, weil er nur bei den kleinen Leuten nachforscht.

Die Ökologen verstehen sich schließlich als Lehrer des Volkes.

Mit dem Zeigefinger aufs Volk... können sie schön von den wahren Missetätern in Industrie, Kommerz und Wissenschaft - und von sich selber: den politischen und staatlichen Handlungsgehilfen - ablenken.

Die Domänen der Neuen Mitte werden nicht angetastet, obwohl man da schnell fündig werden könnte.

Die rot-grüne Priesterschaft bleibt unangetastet wie ihre Herren - die Pharaonen des Kapitals - in deren Krieg gegen die Menschheit.

Die schweren Schäden, die der Tsunami in Südasien angerichtet hat, lassen sich kaum auf übermäßigen Energie- oder Wasserverbrauch in Privathaushalten zurück führen, wie das der etablierte Ökologismus unfüglich gern tut.

Das Meeresbeben war gleichwohl - mit hoher Wahrscheinlichkeit - nicht Gottes-, sondern Menschenwerk, eine Behauptung, die sonst schon bei den geringsten - schnell hoch gerechneten - Klimaveränderungen aufgestellt wird.

Hier nun aber haben wir nicht Fahrlässigkeit, sondern eine beachtliche Reihe von politischen Motiven vor uns, und der Tsunami fügt sich ja wirklich sehr schön ins geopolitische Gesamtbild der Gegenwart.

Ein «man made» Tsunami ist möglich, also auch in Betracht zu ziehen.

Daß dies Naheliegende offiziell jedoch nirgendwo in Betracht gezogen wird... - ist ein erhebliches Verdachtsmoment im Hinblick auf theoretische Mitwisserschaft.

Die Bebenforschung spricht ausdrücklich von vorbeugenden Maßnahmen: Um etwa einem schweren Beben zuvor zu kommen, wird ein leichtes verursacht.

Das schließt natürlich die Fähigkeit der Bebenwissenschaftler nicht aus, ein schweres Erd- oder Meeresbeben zu verursachen, um ein politisches Beben zu verhindern oder zu beschleunigen.

Der Einsatz von «man made earthquakes» im sogenannten Antiterrorismus-Krieg - dem Kreuzzug gegen den Islam - ist eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich.

Was technisch möglich, ist in bisheriger Geschichte stets auch angewandt worden.

Das zu wissen, bedarf es keiner Denkakrobatik.

Wir leben in einer gefährlichen Zeit, womöglich der gefährlichsten, die die Menschheit je durchstehen mußte.

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