2003-07-18

Hermann Schaber

Brief an Germar Rudolf

Guten Tag Herr Rudolf,

kürzlich habe ich die VffG* abbestellt, weil ich keine Möglichkeit mehr gesehen habe, darin meine Position bzw. meinen Fall noch ein- und zur Geltung zu bringen.

* Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung, deren Herausgeber Rudolf ist - kkk

Da Sie nun aber mit Ihrem Beitrag "Gruppendenken" (Heft 2-2003) die Bedeutung auch von nonkonformen und mitunter unbequemen Positionen hervorheben, möchte ich unter Anknüpfung an meine Ihnen vor etwa zwei Jahren zugesandten Prozeßtexte vorschlagen, daß Sie diesen Fall Lummert/Schaber jetzt in vollem Umfang dokumentieren sollten.**

** Link genügt: Die vollständige Dokumentation finden Sie auf unserer Website - kkk

Die VGP***-Schrift Deutschland, die meinen inkriminierten Birkenau-Bericht 1988 erstmals veröffentlicht hatte und für die es eigentlich nahe gelegen hätte, meine Prozeßtexte, einschließlich Petition beim Bundestag und Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, zu dokumentieren - was ohne strafrechtliche Folgen, aber mit beträchtlicher aufklärerischer Wirkung hätte geschehen können -, hat dies versäumt oder vermieden (Sie könnten Herrn Kögel mal fragen, warum; mir hat er nicht geantwortet).

*** Vereinigung Gesamtdeutsche Politik - kkk

Die Verfassungsbeschwerde, die der Anwalt von Horst Lummert eingereicht hat, die Sie vermutlich aus dem Internet kennen, wurde jetzt Anfang Juni mit der Begründung abgelehnt, es sei entschieden worden, darüber "nicht zu entscheiden".

Damit ist nun für Horst Lummert der Weg frei nach Straßburg zum Gerichtshof für Menschenrechte, der meine Beschwerde abgewiesen hat, weil ich nicht zuvor das Bundesverfassungsgericht angerufen hätte.

Ich denke, daß er diesen Schritt noch tun wird.****

**** Nach der inkompetenten, teils undurchsichtigen - politisch vorgegebenen (!) - Behandlung des Falles durch alle Instanzen plus Bundesverfassungsgericht - Petitionsausschuß des Bundestages gratis dazu - ist Lummert politisch (!) nicht naiv genug, weitere - "übergeordnete" - Behörden-Schritte in dieser Angelegenheit tun zu wollen. kkk

Mit einer möglichst umfassenden Dokumentation dieses Falls, einschließlich der abgewiesenen Verfassungsbeschwerde von Rechtsanwalt Brocks - empfehlenswert wäre dafür die nächste oder übernächste VffG-Ausgabe als Sonderheft -, könnte eine recht wirkungsvolle und vorteilhafte Aufklärung nicht zuletzt auch im Hinblick auf eine günstige Aufnahme des Falles in Straßburg geleistet werden.*****

***** Vgl. auch Hermann Schaber Akte - kkk

Denken Sie mal darüber nach.

Meine schon in meinem angeschuldigten Bericht vertretene Auffassung, daß die in Auschwitz und anderwärts geleistete Zwangsarbeit endlich angemessen zu entschädigen sei - was durchaus mit zu der späten jüdischen Kampagne für individuelle Entschädigungsleistungen der deutschen Wirtschaft der späten neunziger Jahre beigetragen haben könnte -, sollte auch unter dem Aspekt ein breiteres Verständnis finden können, daß es zu einem strafgesetzlich geschützten Glauben, die Deutschen hätten die europäischen Juden fast vollständig - vor allem mithilfe von Gaskammern - ermordet, nie hätte kommen können, wenn während der sechziger Jahre, parallel zu dem damaligen Auschwitz-Prozeß das Archiv in Bad Arolsen zu dem Zwecke geöffnet worden wäre, die dort verzeichneten Millionen ehemaligen - vor allem jüdischen - Zwangsarbeiter herauszufinden und zu entschädigen!******

****** Vgl. Revisionismus-Kritik exklusiv - kkk

Wesentlich teurer als die dann erfolgten Leistungen an den Staat Israel hätten millionenfache Einzelentschädigungen gegenüber Juden nicht zu werden brauchen, wenn dafür ein paar U-Boote und andere Rüstungsgüter weniger an Israel geliefert worden wären.

Vor allem die Deutschen stünden nicht als "die Erben des judenmordenden Staates" da, mit denen sich zu versöhnen für Juden wie Michel Friedman "ein absolut sinnloser Begriff" ist, mit für Deutschland wahrscheinlich noch verheerenden Folgen.

Eine positive Entscheidung des Falles Lummert/Schaber vor dem Gerichtshof für Menschenrechte, zu der eine entsprechende Dokumentation in den VffG beitragen könnte, müßte dann auch zu einer Aufhebung Ihrer Verurteilung von 1995 führen, denn von "Hetze" oder "Volksverhetzung" kann in beiden Fällen wirklich und tatsächlich nicht die Rede sein.

Wenn Sie die Sache jetzt in VffG aufgreifen, stehe ich selbstverständlich weiterhin dazu und verbleibe freundlich und herzlich grüßend

gez. H. Schaber

Kopie an Horst Lummert

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