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kokhaviv publications

rebird - Deutschlands Kurier

Beiträge zur demokratischen Eroberung

2004-08-04

Horst Lummert (Avram Kokhaviv)

Strategien, Strategien... - und eine Übergangsstrategie

Nicht falsche Bescheidenheit verleitet mich zu der Einschränkung, daß der Islam - wie unsere euro-islamische Strategie - einen historischen Übergang beschreibe, der lange währen kann, aber das letzte Wort Gottes nicht ist.

Aus der Einsicht, daß der Islam - seine monotheistische Geschichte und Vorgeschichte - nicht der Anfang menschlichen Schöpfungsverständnisses - der Gotteserkenntnis - war und gewesen sein kann...

Gehen wir von der toranischen Überlieferung aus, die sich auf Christentum und Islam ausweiten läßt, so haben wir zu bedenken, daß diese Art und Weise der Weltbetrachtung von den semitischen Stämmen und ihren Sprachgebieten ausging.

Sobald das Christentum den Orient verließ und nach Mittel- und Nordeuropa zog, veränderte es sein Gesicht und sein Selbstverständnis - so gravierend, daß aus ihm ein Protestantismus entstand, der heute die westliche Weltherrschaft begründet und erklärt.

Der Islam, der aus dem arabischen Sprachgebiet nach Persien geht, trifft dort nicht nur auf eine andere Sprache, er verändert in der shiitischen Protestbewegung auch sein Wesen.

Vor Shem, dem zweiten Sohn Noachs, war Cham, der die alte Welt mit - dem nächtlichen Sternenhimmel abgeschauten - Polytheismen beglückte, in deren Geiste Großreiche schuf und einige Jahrtausende Pyramiden-Zivilisationen von Ägypten über Babylon und Indien bis zu den meso-amerikanischen Maya beherrschte.

Doch vor Shem und Cham war die Flut, und vor dieser war Qain mit seinen geheimnisvollen, wissenden Söhnen und Töchtern, die die Schrift, die Künste, die ersten Städte, die Wissenschaft, die Erkenntnis der kosmischen Gesetze und Widrigkeiten zwischen Himmel und Erde fest machten.

Diese erste vom Himmel bestimmte Hohe Weltkultur - vor der Flut - resultierte aus dem Erstaunen der Menschen an der universellen Schöpfung.

Alles, was da war, alles Seiende und Daseiende, hatte einen göttlichen Charakter...

Am Ende unseres chaotischen Zeitalters, gegen das sich der Islam und christliche Fundamentalismen zur Wehr setzen, wird der Islam dem Christentum das Heft aus der Hand nehmen und es Qain überreichen.

Qain wurde damals von seinem Acker vertrieben und nomadisierte gen Ost - weiter, als Shem und Cham ihre Stämme später gebracht haben.

Qain hat, sage ich, die Flut überlebt.

Ich setze Qain - auch aus etymologischen Gründen - mit China gleich, dessen älteste Geschichte sich mit den biblischen Vorgaben deckt.

Das ist eine Theorie, die sich, wie gesagt, auf die Torah stützt und von den überschaubaren historischen Ereignissen bestätigt, zumindest nicht widerlegt wird.

Die chinesischen Schriftzeichen sind alt wie die hebräischen, wahrscheinlich älter.

Daß sich das alte China gleich zu Beginn seines ersten Kaiserreichs daran machte, gegen die Nomadenstämme aus der asiatischen Steppe eine überdimensionale, quasi ewige Schutzmauer zu errichten, spricht für seine architektonischen, städtebaulichen Fähigkeiten ebenso wie für die Ängste des Reiches vor den allein auf Gott und Himmel vertrauenden Reiternomaden.

Diese Stämme - undomestizierter Qain! - waren eins mit der Schöpfung, den Dingen und Tieren rings um; ihre Priester, Lehrer und Heiler werden noch heute "Shamanen" genannt.

Saman ist altindisch ein Mönch.

An solche Zufälle glaube ich nicht - um so mehr aber daran, daß der "Shaman" irgendwo mit "Shem" und "Cham" und "Sam" verwandt sein muß.

Sem/Shem/Sam/Sham ist/sind dem Worte, dem Geiste verbunden wie Saman und die Shamanen.

Shamash ist - babylonisch, hebräisch - die Sonne, der Eine und Einzige am Tageshimmel, der sehende (ägypt. Ra) Richter und Gott der Weissagungen.

Die potentiellen Zerstörer des Reiches und seiner Mauern kamen mit ihren Zelten aus Wüsten und Steppen - waren freie Männer des Wortes, streitbare Weise zwischen Himmel und Erde...

Djingis Khan ging später in den Islam über...

Mit Qain - so scheint es - beginnt und endet und beginnt immer wieder die Geschichte als Zyklus.

Zwischen dem auslaufenden, hinüber gehenden Islam und dem Islam der Zukunft ereignet sich Qain in seiner heutigen Gestalt.

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