2004-04-29
Klimavergiftung
Das Klima ist schnell vergiftet, wo ein Polizeispitzel auftaucht oder der Innenminister den islamischen Streitern, die er - frei nach Daniel Pipes - für Freunde des Todes hält, öffentlich androht, daß sie "haben" können, was sie "lieben".
Für einen ehemaligen Terroristen-Verteidiger ist diese Form von Staatsterrorismus - jenseits demokratischer Legalität - nicht so weit weg, aber im zeitlichen Umfeld des Antisemitismus-Kongresses, wo die deutschen Scharfmacher von Paul Spiegel bis zum neu etablierten Staats-Polizei-Nebenminister Joschka Fischer, der alle "Vorfälle registrieren" will - wenn wir die servile Claudia Roth mit ihren Exzellenzen mal allein lassen wollen -, ohnehin schon aufgefallen sind, hört es sich an wie ein "Auch-auf-mich-könnt-ihr-vertrauen"-Signal.
Der rheinische Paulus (!) - ich wünschte mir im Zentralrat einen Shaul! - indessen, stolzer Sohn des deutsch-nationalen Jecken vom Schützenverein, soll bloß nicht glauben, daß er mit seinem neudeutschen Dragoner-Stil auf amerikanische Juden einen besonders starken Eindruck macht.
Ja, so was verdirbt das Klima, und wir werden es demnächst wieder erleben, daß der Kampf gegen "Terror, Antisemitismus" und so fort sich vor allem dort geriert, wo er nichts kostet, nämlich auf den Feldern der Freiheit, die in Deutschland täglich kleiner werden.
Irrt euch bloß nicht, falls ihr glaubt, damit weit kommen zu können, Leute wie ihr brechen sich irgendwann politisch-moralisch das Genick, weil eine ob waltende Gerechtigkeit sehr genau weiß, wo die Sicherheitsrisiken einer offenen Gesellschaft sich verstecken.
Niemand sagt jenem töricht-boshaften Terror-Minister, daß die Mujahedin nicht den Tod, sondern Gott lieben und für ihn - das heißt für die Sache des Islam - bereit sind zu sterben und nicht sich verkriechen hinter dem Rücken einer irre werdenden Supermacht - wie ein Otto Schily, der jedes Risiko meidet, immer auf der "richtigen" Seite sitzt und gesessen hat beim herrschenden "Zeitgeist".
Um den muß Allah bzw. des Anthroposophen Gott sich kümmern.