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kokhaviv publications

Qimosh - The New Qomish

Wo lassen Sie denken · Où laissez-vous penser? · Rent a brain…

2004-11-15

Koresh Kukafka

Angriff ist die beste Verteidigung!

Harte Diskussion vermeidet den Krieg...

Was nicht nur standhafte Muslime in der westlichen Welt noch lernen müssen

Um Deutschlands Vergangenheit und Zukunft streiten Geister und Ungeister...

So kommt mir der Kaffee hoch, weil die Deutschen nicht - nicht einmal in ihren Köpfen - zur Verteidigung bereit sind.

Weil sie nicht angreifen, denn das ist - oder wäre - die beste Weise, sich zu rechtfertigen - wo es einer (oder auch keiner) Rechtfertigung bedarf...

Gehe ich allerdings auf meine geistigen Wurzeln zurück, so stellt sich alles anders dar.

Gleichwohl scheint "Angriff" der beste "Griff" zu sein, der die Dinge wendet, egal wer angreift und aus welchen näheren Gründen.

Ich verstehe jeden Juden, der seine spezifisch jüdischen Interessen vertritt.

Ob ein jüdischer Siedler in Israel oder ein Holocaust-Betroffener in Deutschland - ich wäre enttäuscht, wenn er nicht täte, was er tut...

Würde er nicht die Krallen zeigen, wäre ich erschrocken, weil ich denken müßte, er habe aus seiner Geschichte nichts gelernt.

Was ich nicht verstehe, ist ein Deutscher, der nicht seine historischen Interessen, sondern die anderer vertritt und, was wir oft erleben, mit Zähnen und Klauen bewacht und verteidigt.

Jeder mag sich an seinem Menschenrechtskatalog, an seiner Wertetafel messen lassen.

Es ist traurig an zu sehen, wie die mittelamerikanischen Nachkommen der Mayas und Azteken mit besonderer Inbrunst die Religion ihrer Eroberer, Unterdrücker und Völkermörder - anfangs unter Androhung der Todesstrafe dazu gepreßt - angenommen, wie sie eine tiefe römisch-katholische Frömmigkeit entwickelt haben und auch noch dankbar für diese Art der "Erlösung" zu sein scheinen.

Bestätigen sie damit die Geschichte - oder sind sie die Überbleibsel einer tapferen Vergangenheit, die sich heute ihrer erbärmlich Überlebenden schämen würde?

Es ist leicht, über die Schwachen und die Kinder derer zu richten, die sich in Höhlen und Erdlöchern verkrochen hatten.

Doch warum erzählen sie nicht, was sie - vielleicht - im Herzen und in der Seele aufbewahren - wie die Toten es mit sich nahmen...

Schweigen die vermeintlich Umerzogenen ihre Zeit nur ab?

Deutschlands Problemlage ist kompliziert, sehr kompliziert.

Ich kann nicht verlangen, daß die Deutschen ihre historische Lage mit dem Schicksal der Mayas oder den Kämpfen der Mudjahideen vergleichen und sich der Regenwald-Guerilla oder dem islamischen Djihad anschließen...

Die Mudjahideen - immerhin - haben ihren Geist nicht aufgegeben, sind nicht zu Kreuze gekrochen, haben nicht kapituliert, nicht sich assimiliert.

Eher solidarisieren sich deutsche Rechtsradikale mit den Palästinensern gegen Israel, schmücken sie sich mit Arafats Tuch und dem Bild von Ché Guevara - Nationalisten mit Nationalisten...

Im Moment ist die hier - kokhavisch - vertretene euro-islamische Idee nicht gerade der große Renner; das europäische Verhältnis zum Islam gleicht, was die Ressentiments angeht, etwa dem zum Judentum.

Der Anti-Islamismus ist der erlaubte, gesetzlich nicht unter Strafe gestellte, "politisch korrekte" Antisemitismus in Europa.

In diesen Tagen stelle ich fest, daß die Argumente gegen die biblisch-quranische Denkwelt, wie sie von der intellektuellen Elite der neuen wie alten Rechten, mit der ich eine Zeitlang den - allerorten sonst versäumten - notwendigen Dialog führte, vorgetragen wurden, den Argumenten gleichen, die ich heute in jeder beliebigen deutschen Zeitung lesen und über die TV-Sender erfahren kann.

Während die deutschen Medien nicht müde werden, gegen die "Gefahr von Rechts" zu wettern, haben sie, hat die Politik, hat Deutschland die ideologischen Positionen der Neo-Nazis schon besetzt.

Der offensichtlich willkommene Anlaß sind die Ereignisse in Holland.

Ehe man sich's versieht, konvertiert die Republik zum anti-demokratischen Denken und benimmt sich wie die Deutschen in den dreißiger Jahren.

Ich rede von der offiziellen Seite des Staatswesens und seinen gesellschaftlichen Institutionen.

Man "traut sich" wieder ans nationale Gedankengut heran und wiederholt alsogleich die alten Fehler: Kultur-Rassismus - diesmal anti-islamisch pointiert - an erster Stelle.

Das Richtige mit dem absolut Falschen vermischt: verspricht ein nächstes Desaster.

Im selben geschichtlichen Moment sind die sozialen Probleme aus dem Blickfeld verschwunden: "Hartz IV", eben noch in aller Munde, bleibt von Stund an den rechtsradikalen Parteien überlassen.

Der "Schwarze Peter" ist - wie gehabt - den "Bösen Buben" zugeschoben worden; den werden sie bestimmt nicht mehr los.

Was tun?

Denkt - falls Ihr mal denkt - schlichterdings an eine geistige Islamisierung!

Die umstandslose Djihadisierung des demokratischen und proletarischen Widerstands gegen den wettbewerbspolitisch und ökologisch begründeten neuen Sozial-Faschismus in Europa!

Die Globalisierung des Horizonts!

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