2004-02-09
Kämpfen in Deutschland
Ob ich kämpfe, bloß, um zu kämpfen, oder mit einem Ziel, einer politischen Absicht...
Nun ist aber der Kampf an sich so etwas wie ein göttliches Gebot.
Ausgleich schaffen... Übergewichte beseitigen, Widerstände ausräumen...
Basta!
Sobald die Schwachen stark, müssen auch sie daran glauben...
Was braucht es noch konkreten Zweck und politischen Sinn?
Kampf ist Selbstzweck, Sinngebung ist nicht der Grund des Kampfes, sondern - unnötige - Rechtfertigung post festum.
Die nachträglichen Diskussionen um die Berechtigung oder Nichtberechtigung des Iraq-Krieges sind überflüssig, ein Scheinmanöver für diejenigen, die die einfache und reine Wahrheit nicht kennen und auch nicht verstehen würden: deren Welt noch heil ist.
Auch Ersatzkämpfe haben ihren eigenen Wert...
Allerdings geben wir uns mit dieser Erklärung nicht zufrieden.
Denn wir bedienen uns des Ursystems Kampf.
Wir steigen in den Prozeß, ins göttliche Kämpfen ein um der "großen Sache" und so weiter willen.
Wir kämpfen um die Wiederherstellung unserer verletzten Ehre, um unser geraubtes Land, die Bereinigung unseres zerstörten Lebensraumes.
Wir kämpfen für unsere Ideale, begründen das Gesetz von neuem.
Ja, wir kämpfen, weil wir kämpfen müssen, und werden untergehen, wenn wir es nicht mehr tun.
Wir kämpfen um die Wahrheit, um unser Recht und unsere Freiheit.
Befreiungskampf ist die Definition der Freiheit und des Kampfes.
Wir kämpfen, weil Gott es uns eingegeben, auch wenn sein Name uns fremd geblieben.
Kämpfen ist Leben.
Ist Austausch, ist Austrag von Gegensätzlichkeiten.
Feuer und Wasser sind die Antagonismen, die "Hauptfeinde", ihr Kampf ist die Ur-Bedingung allen Lebens auf Erden, sein Zeichen ist der Regenbogen.
Deutschland hat sich aus diesem Prozeß ausgeschlossen oder ausschließen lassen.
Die deutschen Kinder, wo es sie gibt, wissen sich nicht mehr zu wehren.
In Deutschland ist der Regenbogen nicht Grund zur Freude, sondern ein politisches Zeichen der Hoffnungslosigkeit.