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kokhaviv publications

Qimosh - The New Qomish

Wo lassen Sie denken · Où laissez-vous penser? · Rent a brain…

2004-03-03

Hakal

Den Punkt finden, die Inkonsequenz...

Die immer währende Aufforderung zur bedingungslosen Kapitulation des Charakters

Nonsens wird zum Konsens, wir verstehen uns nicht mehr, reden an einander vorbei, folgen nicht Prinzipien, sondern einer Unverbindlichkeit, die sich als liberale Lebensweise ausgibt...

Die Kunst der Unterscheidung zwischen Richtig und Falsch geht verloren.

Kein Rückgrat mehr da, und wenn ich das sage, wird man erwidern, das sei es ja, was uns im Wege war, jetzt endlich können wir tun, was wir schon immer tun wollten...

Wer sich treu bleibt, sei kein guter Demokrat, ein Demokrat bleibe sich nicht treu, sei jeden Tag ein anderer, je nach dem Wind...

Richard Herzinger erhebt - mit Beruf auf Hans Magnus Enzensbergers "Lob der Inkonsequenz" - diese Inkonsequenz zur demokratischen Tugend, ohne die einer nicht mehr politikfähig sei.

Auch Henryk M. Broder schrieb einmal, daß er Konsequenz noch nie für eine Tugend gehalten habe.

Paul Feyerabend und Wolfgang Pohrt stellen sich dazu ein.

Da scheint mir schon die zweite oder dritte Generation aus den historischen und politischen Schwierigkeiten Deutschlands den Weg der nationalen - in der Konsequenz (!) merkwürdig antideutschen - Beliebigkeit gewählt zu haben.

Es kam mir gleich "irgendwie" bekannt vor und scheint Früchte zu tragen.

Tatsächlich wird Inkonsequenz - sprich: Prinzipienlosigkeit - stets nur den Schwachen angeraten, die sich den Starken unterordnen mögen.

Kein Deutschliberaler käme jemals auf den Gedanken, den Aposteln der historischen Einmaligkeit eine liberale Inkonsequenz zu empfehlen.

Sei doch vernünftig, hab kein Rückgrat, paß dich an, das ist die Moral für die Ohnmächtigen, sei inkonsequent, denn Konsequenz bringt dich keinen Schritt weiter in Deutschland.

Vertrau dem politischen Windhund, der auch beim nächsten Wendewirbel sich gleich wieder wenden wird...

Dem Schoßhund und Wadenbeißer.

Ganz wie es sich gehört nach der bedingungslosen Kapitulation.

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