2004-10-16

Sam Wonder

Die das Chaos schufen, wetten jetzt auf Law and Order

Die friedensbewegten Öko-Strategen der Verwahrlosung kamen aus Brüssel, besetzten die Institutionen und haben das Strafen entdeckt

Wenn es so bleibt, wie es ist, bleibt die Europäische Union die Hand an der Kehle der deutschen Volkswirtschaft und damit zum weltpolitischen Scheitern verurteilt

Darum "mußte Kohl weg"...

Das war voraus zu sehen, sie mußten wissen, was sie gerade anrichteten, aber die Deutschen merken erst auf, wenn das Kind im Brunnen liegt.

Im Berliner Schloßpark-Theater steht Pinkelstadt - Das Musical (Originaltitel: Urinetown - The Musical) auf dem Programm.

Es lief am Broadway als eines der erfolgreichsten Stücke über drei Jahre, erhielt zahlreich Würdigungen und Preise.

Beschrieben wird es so: Nach einer Ökokatastrophe muß eine Stadt das Wasser rationieren...

Zum Thema läßt sich vorab einiges sagen.

Die einzige Ökokatastrophe, die ich kenne, ist die weltweite "Privatisierung" der Staatshaushalte und damit der natürlichen Ressourcen, zuletzt auch des Wassers.

Die Städte haben ihre Rechte an "private" inter- oder übernationale Wasserkonzerne verkauft, müßten also das Wasser, das ihnen nicht mehr gehört, für teures Geld zurück kaufen, und das lassen sie lieber sein.

So gibt es - wenn nicht in der ganzen Stadt - in bestimmten Bezirken öffentlich kein Wasser mehr.

Die Springbrunnen trocknen aus, das Material verrottet, die Parkanlagen werden nicht mehr gesprengt, an heißen Tagen ist es in Berlin - wie gesagt: nicht überall, nicht im Regierungsviertel, nicht in den Gärten und Höfen der Repräsentanten, aber in Kreuzberg - nicht aus zu halten.

Die öffentlichen Bedürfnisanstalten wurden schon vor Jahren in Berlin abgeschafft, ein unerhörter Vorgang, der aber niemanden aufzuregen scheint.

In den bösesten Zeiten der Weltgeschichte stand mindestens an jeder Kreuzung ein Pissoir, "Café Achteck" genannt...

Am heutigen Wittenbergplatz wurde aus dem Pissoir - das ist kein Witz - ein Café - hygienepolitisch unglaublich, und niemanden schert's.

Um Wasser zu "sparen", es nicht zurück kaufen (!) zu müssen, betreibt die "ökologisch" verseuchte Stadtverwaltung eine systematische Urinierung der Weltmetropole an der Spree.

Quell-Rechte sind Naturrechte der Bürger und ihrer Kommunen!

Die natürlichen Ressourcen gehören der Allgemeinheit - und das ist jeder einzelne Mensch!

Die "Verkäufe" stellen eine Veruntreuung dar und sind nichtig!

Die selbe politische Generation, die in den sechziger, siebziger und achtziger Jahren die großen Städte operativ verwahrloste, die Verkommenheit zur Norm erhob, sitzt inzwischen in den Regierungssesseln, beherrscht das Land wie ihren Privatbesitz, spielt sich wie ein neuer Adel auf und ist auf dem besten Wege, aus der mittlerweile sowieso schon marodierenden Demokratie einen Polizeistaat zu machen.

Die Deportation ("Abschiebung") des "Kalifen von Köln", Metin Kaplan, in die kemalistische Türkei war kein deutsches Sicherheitsbedürfnis, sondern der abschließende, medienwirksame Prestige-Akt aufgrund einer politischen Initiative des Bundesinnenministers; sie erfolgte just durch die selbe rotgrüne Politgeneration, die einst die Bundesrepublik zum "Einwanderungsland" - für billige Arbeitskräfte, sprich: Lohndrücker - erklärt hatte: Teil einer langfristigen (dialektischen) Vorbereitung des Faschismus.

Der Aufbau des vereinigten Berlins geschah unter den Augen einer gefeuerten Berliner Bauarbeiterschaft, die von "ihrer" Gewerkschaft dazu animiert wurde, in Demonstrationen nicht Arbeit für sich, sondern "gleichen Lohn" für die eingeführten Lohndrücker-Kolonnen zu fordern.

Wer diese reaktionäre Politik kritisierte, wurde als "ausländerfeindlich" diffamiert.

Die "Öko-Bewegung" - ein Handlanger der Globalisierung - ist tatsächlich der ideologische - quasi religiöse - Urheber und Mittler einer Katastrophe, die nicht erst eintreten muß.

Das ökonomische Interesse hinter der Ökologie war und bleibt der Kern der 'Katastrophie'.

'Katastrophie' ist in der Tat so etwas wie eine politische Philosophie, ein weit reichendes Konzept, eine Strategie von langer Hand, so daß es schwer wird, dahinter eine deutsche Urheberschaft zu vermuten.

Jahrhundertpolitik macht traditionell der Vatikan, macht vielleicht noch Rußland, wenn es auch sonst nichts kann.

Die spezifisch deutsche ökologistische Energiepolitik war allerdings von Anfang an darauf ausgerichtet, die deutsche Wirtschaft auf eine rigorose Anknüpfung ans russische Erdgas einzustimmen.

Das reicht freilich weiter zurück, als man auf den ersten Blick annehmen möchte.

Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard hatte in den sechziger Jahren das große deutsch-sowjetische Erdgas-Röhren-Geschäft auf den Weg gebracht.

Der inzwischen von der britischen Vodafone feindlich übernommene Mannesmann-Konzern schloß am 1. Februar 1970 den mit der USSR ausgehandelten Vertrag ab.

Das ökonomische Interesse hinter der Ökologie ist geo-geschichtlich bedingt.

Eurasien bleibt vielleicht eine politisch illusionäre Idee, eine Vision, der das Problembewußtsein fehlt.

Aber als wirtschaftlich ausbaufähiger Kontinent ist Eurasien eine Tatsache.

Die eurasische Vision freilich ist nicht nur durch Vodafone konterkarierbar.

Verwunderlich, daß Rußland auf unseren Märkten nur als Rohstoff-Lieferant auftritt?

Andere Länder haben sich dagegen sehr viel Mühe gegeben, den normalen Konsumenten bei uns zu erreichen und seine Sympathien zu gewinnen.

China, Türkei, Iran...

Die chinesische Exportwirtschaft bedient inzwischen den großen deutschen Textilmarkt, Dreiviertel des Kinderwagenbedarfs...

Indische und iranische Waren bereichern die Kaufhäuser, Wochenmärkte, Boutiquen...

Die türkische Wirtschaft hat sich in Deutschland ein kleines Imperium aufgebaut.

Produktion, Spedition, Großhandel und der Endverkauf in Kleingeschäften und türkischen Supermärkten ist durchstrukturiert bis ins Letzte.

Der Umsatz der türkischen Betriebe in Berlin beträgt etwa ein Fünftel des gesamten Berliner Staatshaushalts.

Wo aber ist Rußland?

Rußland erinnert mich an Israel, das auch nur konsumiert und nichts produziert.

Ein großes und ein kleines Land - militärisch hochgerüstet und ansonsten unfähig, etwas auf die Beine zu stellen.

Selbsttäuschung oder nicht: Wer die Waffen hat, hat auch die Macht, der produziert nicht, der holt sich, was er braucht, mit Gewalt...

Du bist Beuter oder ausgebeutet, und nichts ist dazwischen?

Es geht um mehr als einen vorübergehenden Ärger mit bestimmten politischen Strömungen.

"Privatisierungen" sind Internationalisierungen und Globalisierungen.

Mannesmann, Opel, VW, die Kaufhauskette KarstadtQuelle und so weiter und so weiter, die soziale Entpflichtung der herrschenden Klassen und Kasten auf allen denkbaren Gebieten... sind Symbole und Beispiele der Landnahme, der feindlichen Übernahme und Vernichtung deutscher Volkswirtschaft - des "deutschen Systems" der sozialen Marktwirtschaft.

Ein Krieg gegen das arbeitende Volk.

Der Wirtschaftskern einer politisch relevanten und mächtigen Europäischen Union war - ist, wäre - eine schlagkräftige - sozial gesicherte - deutsche Volkswirtschaft mit samt einer stabilen Währung wie der Deutschen Mark.

Der "Verzicht" auf die Deutsche Mark als Preis für die Wiedervereinigung war vermutlich eine nicht mehr zu reparierende - deutsche und europäische! - Selbstbeschädigung.

Der Euro verliert mit dem Schwinden der deutschen Wirtschaftsmacht - auf Sicht - an weltfinanzpolitischer Bedeutung.

Alle Bemühungen, Europa nicht zu einer Großmacht werden zu lassen, sägen zuerst am Baume der deutschen Volkswirtschaft.

Wer Europa treffen will, muß Deutschland schlagen.

Joschka Fischers grundsätzlich richtiger Gedanke, für Deutschland einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat zu reklamieren, bleibt heiße Luft, wenn zuvor nicht an eine entschiedene Stärkung der deutschen Volkswirtschaft gedacht wird.

Das ist mit einem grünen Außenminister kaum möglich, solange die - "europäische", die "ökologische", die "globalistische" - Feindseligkeit seiner Partei Deutschlands besondere nationale Ökonomie mit in den Ruin treibt.

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