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Die Freiheit ist unsere Sicherheit

2004-05-08

Avram Kokhaviv

Die proletarische Individuation hat nicht statt gefunden?

Machen wir uns nichts vor!

Die Verrücktheiten der heutigen Welt bewegen sich längst im Kriminellen, und wir Normalmenschen können uns nicht dagegen wehren.

Wir begehren vielleicht ein bißchen auf, machen uns ein wenig Luft, damit hat es sich dann.

Was wir in frühesten kuckuck-Zeiten, vor mehr als dreißig Jahren, als die einzige Rettung aus dieser allgemeinen Not propagierten oder entdeckt zu haben glaubten, war und ist das proletarische Individuum, die Individuation aus der großen, in sich verflochtenen Welt.

Es ist wahr und einfach zu belegen, daß eine solche, als historischer Prozeß zu verstehende Entwicklung in der modernen Industriegesellschaft nicht - jedenfalls nicht erkennbar - statt gefunden hat.

Der große Umschlag blieb aus, und die Erkenntnis dessen kommt einer Kapitulation gleich.

Das ist allerdings nur eine oberflächliche Sicht.

Der Grundgedanke berührt die Grundwahrheit, wie wir sie schon bei der Jordan-Überschreitung durch Yehoshua erlebten.

Sie sollten ohne Hilfsmittel, zum Beispiel ohne Pferde, den Fluß überqueren und das Land für sich einnehmen.

Das erinnert an den heutigen jüdisch-palästinensischen Konflikt und kann aktuell zu bestimmten Einsichten führen.

Israel kommt ohne die vom Westen gestellten technischen Hilfsmittel nicht mehr aus, während die Palästinenser eher hilflos einer feindlichen Bündnis-Politik ausgeliefert sind...

Hier schimmert der Hoffnungsfunke aus den Zeiten Yehoshuas:

Sie sollten nämlich auf Gott vertrauen, sollten - allein auf Gott gestellt, nur durch die Hilfe Allahs - den verheißenen Weg gehen.

Es ist erstaunlich, diese Umstände heute wieder zu finden.

Die Hypermacht der Menschheitsgeschichte, verbündet mit dem vielleicht kleinsten Volk und Staat, ausgerüstet mit allem, was die moderne Technik an Vernichtungs- und Bedrohungsmaterial zur Verfügung stellt, sieht sich Menschen gegenüber, die auf Gott vertrauen und mit dem Ruf Allah u'Akhbar die Mächtigen der Welt heraus fordern und das Fürchten lehren.

Hier steht der neue palästinensische David mit der Steinschleuder dem neuen hoch gerüsteten Goliath Israel direkt gegen über.

David fordert den Riesen heraus, der mit einem Bein in Amerika und mit dem anderen Bein im Nahen Osten steht.

Der neue David opfert sein junges Leben für seine Freiheit, für seine Menschenwürde, für die Ehre seiner Familie heute und künftig.

Gott hat in ihm seinen Vorkämpfer erkannt.

Der Gotteskrieger ist die Individuation, vollzieht diese Individuation.

Wer allein auf sich gestellt diesen Kampf aufnimmt - in Mittelost, im fernen Asien, in Irland, im Basqenland, in Lateinamerika... -, ist der Gotteskämpfer par excellence, das verheißene proletarische Individuum.

Nicht der Islam an und für sich, sondern der auf Allah vertrauende unabhängige Streiter ist die Erfüllung des Versprechens.

Seine Feinde haben den Krieg schon verloren.

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