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kokhaviv publications

NewCatch - online exclusive

Die Freiheit ist unsere Sicherheit

2004-01-15

Avram Kokhaviv

Messen wir ihn an seinen Worten

Knapps jüngster Brief an Hermann Schaber

Tariq Erich Knapp bekennt sich auch heute zu seiner unethischen Denunziation und stimmt dem Richterspruch gegen Schaber und Lummert nachdrücklich zu.

Das hat er auch schon anders gesagt, aber nun haben wir es noch einmal schwarz auf weiß, um im fast selben Atemzug die pure Volksverhetzung à la Knapp serviert zu bekommen.

Das hat er wohl nicht bedacht, als er seine unmöglichen Auslassungen von sich gab zur Jahreswende 03 auf 04.

Die Internet-Veröffentlichung geschieht auf ausdrücklichen Wunsch Tariq Erich Knapps.

Der Mann hat buchstäblich nichts begriffen.

Das besagte Verfahren richtete sich gegen die grundgesetzlich garantierte Meinungs- und Pressefreiheit, und es war möglich geworden durch den für eine Demokratie unglaublichen, in seinem Wesen faschistischen, wenn nicht in seiner praktischen Anwendung im Ausleseverfahren rassistischen "Volksverhetzungsparagraphen".

Knapps Denunziation - seine Anzeige bei der Berliner Staatsanwaltschaft - hatte andere Motive als die jetzt von ihm angeführten, vor allem aber durfte der Monotheist Knapp niemals die Monotheisten Schaber und Lummert vor ein atheistisches Gericht bringen, des selben Systems, das er sonst - mit starken Worten - unnachgiebig bekämpft.

Hier überließ er das Urteil - in einer von ihm unter monotheistischem, also religiösem, geistigem, theologischem Gesichtspunkt interpretierten Sache - einem weltlich-gottlosen Gericht.

Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten, wenn es nur dieses eine Gebot gäbe statt des Dekalogs, Tariq Erich Knapp wäre dem Gericht Gottes verfallen.

Er verriet - nach seinen eigenen Worten und im monotheistischen, nicht politischen Sinne - zwei Freunde an den gemeinsamen Feind, das ist unverzeihlich, und allenfalls das liebe Jesulein mag da auch noch seine andere Backe hinhalten, der ständig bei Knapp angerufene Gott vom Sinai wird das nicht durchgehen lassen.

Es hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zuviel des Bösen angehäuft, als daß der Herr der Geschichte - auch jeder individuellen Lebensgeschichte - Mitleid haben dürfte, es sei denn, daß alles nach seinem Willen geschah.

Es gibt läßliche Sünden und Kardinalvergehen, die einen werden vergeben und vergessen, die anderen schwelen fort und verursachen einen ständigen, wenn nicht ewigen Steppenbrand, inshallah.

Wer mit dem unduldsamen Eisenhammer aufs ethische Gesetz pocht, darf nicht seine Finger dazwischen legen.

Und wer gegen Voltaires Freiheitsgrundsätze aufsteht, muß vorher prüfen, ob er - als Andersdenkender - nicht selber abhängig und Nutznießer (und Gefangener) von Toleranz und gewährter Freiheit geworden sei.

Daß - materielles und geistiges! - Eigentum verpflichte, ist ein besonderer Imperativ seit alten Zeiten des kuckuck.

Die freiwillige Selbstverpflichtung, das kokhavische Eigentum* zum Zwecke der Information und des freien Gedankenaustauschs kostenlos - free download der Bücher inclusive - zur Verfügung zu stellen, ist keine ausnutzbare Dummheit, sondern eine Konsequenz - nach Torah-Recht - aus jenem ethischen Grundsatz.

* kokhaviv.org ist ein Nonprofit-Unternehmen

Knapp reduziert die Judenverfolgung und -vernichtung auf das Schicksal seines Großvaters und tut die "Vergasungen einiger zufälliger Juden" einfach so ab.

Seine Nachforschungen - in Gurs - waren lediglich auf diese Frage gerichtet, von anderen Nachforschungen Knapps bezüglich der Judenverfolgungen weiß man nichts.

Entsprechende Unternehmungen im bescheidenen kkk-Rahmen hat er sabotiert, wenn er nicht selbst daran beteiligt werden konnte, was in der Regel nicht möglich war, weil Knapp sich aus jeder Sache heraushält, die irgendwie mit Mühen und Arbeit und - ethischen - Verpflichtungen verbunden ist.

Auf unserer WebSite hat sich manches wiederholt.

Ein paar Zahlenspiele um die jüdischen Verfolgungsopfer, die er jetzt anstellt, sind hergeholt, nämlich anderen Quellen, nicht eigener Überprüfung, entlehnt.

Mit den religiösen Motiven und Zahlenvergleichen ähnelt sich Knapp offensichtlich meinem Schriftwechsel mit Yehuda Bauer in Jerusalem an (vgl. kkk-feder 4/5, 1994).

Damals begann ich mit meinen konkreten Anfragen, Überprüfungen, Nachforschungen; Knapps Störversuche haben mich nicht hindern können, waren aber auch nicht hilfreich, außer natürlich, daß ich sie als erste Stufen benutzte, über die ich gemeinsam mit dem Cyber-Genie und Enkelsohn Alexander Becker zu den Kokhaviv Publications aufstieg, deren Kostgänger - ständiger Gast am publizistischen Freitisch - Knapp heute ist.

C'est la dialectique!

Meine Revisionismus-Kritik ist vielleicht nicht das Äußerste, jedoch einmalig in der Bundesrepublik Deutschland.

Tariq Erich Knapp hat es nicht bereut und nimmt es nicht zurück: entgegen anderen brieflichen Geständnissen bekennt er sich heute zu seinen sinai-gesetz-widrigen Untaten.

Im Hinblick auf die historische Einmaligkeit des Holocaust spielt die Gaskammerfrage eine erhebliche Rolle, sie gibt den Ausschlag.

Was den monotheistischen Blutgehalt - "alle Menschen, die das Blut der Eingottlehre in sich hatten" - anbetrifft, so wird es heikel, weil man den Eindruck gewinnen kann, daß - vor Gott, dessen teuflisches Werkzeug nach toranischem Verständnis Hitler, wie Pharao wie Nebukadnezar, war - die europäischen Juden verfolgt, erniedrigt, gemordet wurden, weil sie es - nämlich Juden in jenem göttlichen Sinne - eben nicht mehr gewesen sind.

Gershom Scholem hat im Zuge seiner Untersuchungen festgestellt, daß Juden, die sich ans Gesetz hielten, irgendwie immer behütet blieben.

Diese Frage müßte Knapp dann auch an seinen Großvater richten.

Schabers Auschwitz-Besuch war aus anderen als den von Knapp angegebenen Gründen m. E. von vornherein wenig erfolgversprechend, weil seit 1945 schon zuviel Zeit vergangen war, um an die authentischen Zustände von einst heran kommen zu können.

Die Geschichte des Lagers hat mit zunehmendem Zeitabstand und abnehmender Nachprüfbarkeit an propagandistischer Bedeutung gewonnen.

Auschwitz war ein Lager und ein Nachkriegspolitikum, aufgrund seiner besonderen Natur außerordentlich gefährdet, manipuliert, mißbraucht, so oder so demagogisch vernutzt zu werden.

Der Gedanke der historischen Einmaligkeit ist aber der Kern der Auseinandersetzungen und geht an der religiösen Problematik bewußt vorbei.

Das politisch organisierte Nach-Auschwitz-Judentum definiert sich nicht mehr gemäß der Torah, sondern nach dem Holocaust, sein "Gott" ist nicht der Gott vom Sinai, sondern der Götze Hitler, man muß sich die Zusammenhänge nur mal genau betrachten.

Das deutsche politische "Volksverhetzung"-Strafrecht stellt genau darauf ab und wäre auch im Sinne der Knappschen Einlassungen strengstens in Frage zu stellen.

Die Knapp als "undienlich" erscheinende Debatte geht an den Nerv dieser brisanten Hochsicherheitsfrage, wenn man so will.

Dagegen ist Schaber ein moralischer Mensch, dessen religiöse Motive für mich außer Zweifel stehen, niemals hätte Knapp seinen alten politischen Freund aus Anti-Raketen-Zeiten an die Staatsanwaltschaft verpfeifen dürfen.

Ein bekennender Antinazi und - nach Knapps heutigem Selbstverständnis - jüdischer Revolutionär wie Moses bekämpft einen jüdischen Revolutionär und fundierten Enthüller des Nazismus im Nachkriegsdeutschland - nämlich Kokhaviv/Lummert - unter Zuhilfenahme von prominenten NS-Anwälten und mit antisemtischem Vokabular, wer soll das jemals verzeihen?

Der Gedanke, den Menschen ("Eseln") "das Märchen von den sechs Millionen in Auschwitz Vergasten zu erfinden" - um der "Wiederaufrichtung des monotheistischen Dekaloges" willen - läßt Gott außer Acht.

Da wird einer nicht nur kriminell im Sinne der von ihm oben gelobten Richter nach deren Gesetz, er ist vor Gottes Richterstuhl nicht mehr zu retten.

Da will einer mit einem "erfundenen Märchen" die "Wiedererrichtung des Dekaloges" vorbereiten, mit einer - wie er meint - Lüge die Wahrheit begründen.

Wahrscheinlich hält er sich für frei - gottfrei - genug, dies zu tun, weil im Grunde seines Herzens Gott ihm - und er Gott - fremd geblieben ist.

Die Gegenseite folgt damit aber nur - unter Abstrich von Ismael - ihrem Widersacher-Namen.

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