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Die Freiheit ist unsere Sicherheit

2004-01-12

Avram Kokhaviv

Mit Gott wechselt das Wetter

Shia und Iran im amerikanischen Aufwind, inshallah

Gewollte und ungewollte Man-made Earthquakes

Wenn im shiitischen Basra neo-iraqische Soldaten für die Zahlung ihrer Gehälter demonstrieren und mit neo-iraqischen Polizisten sich schlagen, könnte man meinen, daß der islamische Widerstand allmählich im internen Kleinkram versandet.

Teheran verständigt sich mit Ägypten, ändert zu diesem Zweck den einen oder anderen Straßennamen, der an die Ermordung Sadats erinnerte und den islamistischen Mörder ehrte.

Über - nicht in - Saudi-Arabien spricht man von Reformen des Staatswesens: aus der absoluten Monarchie soll eine konstitutionelle werden.

Syrien und die Türkei sprechen miteinander; andererseits ändert Washington seine bisherige Politik mit Pakistan, dem es wohl nicht mehr über den Weg traut beim Kampf gegen den Terror.

Neuerdings wollen die Präsidenten Syriens und Israels zusammen kommen.

Der amerikanische Expräsident Clinton ist - via Al-Jazeera - bereits in die Promoterrolle Carters geschlüpft...

Den Umschwung im Mittleren Osten brachte Amerikas Erdbebenhilfe für den Iran.

Der antiislamische Kreuzzug zeigt sich nun von seiner besseren, wenn nicht besten Seite, und siehe da, regierende Moslems schmelzen dahin, islamische Feindschaft ist von heute auf morgen vergessen.

Al-Jazeera-online fragte seine Leser, ob der neue Umgang miteinander - amerikanische Hilfsbereitschaft und iranische Annahme des amerikanischen Hilfsangebots - das amerikanisch-iranische Verhältnis grundlegend verändern werde, schon ist ein Fünftel der Befragten genau dieser Meinung.

Der caritative Einsatz hat also nicht nur den Menschen geholfen, er hat sie auch den Amerikanern näher gebracht.

Nun weiß ja oft in der Politik die eine Hand nicht, was die andere tut, und da kann es wieder zu Rückfällen und Verzögerungen kommen.

Doch der Gedanke, daß Gott ein hilfreiches Werk für den Frieden tat, als er das schwere Erdbeben brachte, wird manches Herz erweichen.

Gottes Hilfe kam zur rechten Zeit, im richtigen politischen Moment, als die USA mit ihrer Mittelost-Politik irgendwie nicht mehr weiter wußten.

Die strategische Unterstützung Gottes muß den Amerikanern gefallen und die gläubigen Iraner überzeugt haben.

Gott gab den Menschen nicht nur Erdbeben, sondern auch die Naturwissenschaften, Geologie und Bebenforschung, sowie die technischen Mittel zur Hand, dem lieben Gott die eine oder andere Arbeit abzunehmen.

Nicht nur Gott macht den Menschen das Leben leicht, auch die Menschen erleichtern ihrem Herrn die Arbeit am Fortgang seiner Schöpfung.

So wurde mit Hilfe einer Erdspaltung merkwürdigerweise zugleich der Islam gespalten.

Der Hebel Gottes oder seiner Handwerksgehilfen setzte nicht nur am Boden an, sondern auch in den Köpfen derer, die den Boden beherrschen, und so haben wir die wundersame Erscheinung, daß vor allem die etablierte Shia sich dem amerikanischen Frieden zuwendet und erkenntlich zeigt für die göttliche Hilfe.

Wo nicht die Angst den Rat gab, wahrhaftig zu Kreuze zu kriechen, denn nicht nur Bam wurde verdorben, auch Teheran soll verdorben werden in den kommenden Jahren.

Wenn das kein Wink ist.

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