2004-01-04
Alle Macht geht von Beratern aus
Beraterfirmen sind Indizien und Tummelplätze
Die Privatisierung der Regierungspolitik ist eine Entmachtung des demokratischen Souveräns.
Berater sind - zwangsläufig - Eingeweihte; sie nehmen bereits an Kabinettssitzungen teil.
Jede Beraterfirma ist ein elektronischer Magnet für Geheimdienste, Wirtschaftsspione und was dergleichen mehr.
An jedem Regierungsberatertisch sitzt ein potentieller Feind.
Maulwürfe - "Ausnahmen" - sind inzwischen die Regel, ohne sie geht nichts mehr.
Mit der Beschäftigung von Beraterfirmen demonstriert die Regierung ihre Inkompetenz.
Wer die Arbeit macht, hat die Kontrolle.
Da "private Berater" naturgemäß den digitalen Bereich eines Ministeriums... bedienen - und beherrschen! -, gibt die Politik - freiwillig oder nicht - ihre Verfügungsgewalt in "private" Hände.
Beraterfirmen im Dienste der Politik sind also nicht nur eine enorme finanzielle Belastung des Haushalts, sie setzen auch und vor allem die Entsouveränisierung und also Entdemokratisierung des Landes systematisch fort.
Der nächste Krieg ist ein Krieg zwischen konkurrierenden Beraterfirmen, Sicherheitsdiensten, privat-militärischen Spezial-Einsatzgruppen... - und findet bereits statt.
Der Krieg war immer auch ein privates Geschäft, jetzt ist er's nur noch.
Der direkte private Zugriff macht die Regierung praktisch überflüssig, sie dient nur noch ihren Beratern - als Rechtsbürge, Zahlmeister, Schuldenmacher... zu Lasten des Volkes.
Allmählich entstehen auf diese Weise neue Etat-Formen, und das sind: private Staaten.
Die Macht haben die Privaten ohnehin schon seit langem.
Auf dem kalten Privat-"Berater"-Weg wird die nationale und globale Politik schnell und gewiß zum total durchorganisierten Verbrechen.
Merke: Der Genosse der Bosse ist keine Witzfigur.