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2004-11-13

Tor Weilach

Staatsgewalt gegen Naturrecht

Die Erziehungsgewalt...

Wer die Mütter zu "Gebärmaschinen" macht, ist eine seltsame Entdeckung.

Der anklagende Feminismus hat für sich den Staat erobert und spielt da die "Große Mama".

Der organisierte Verstoß gegen die ewigen Rechte von Vater und Mutter gegen ihre Söhne und Töchter - die Pflichten der Kinder gegenüber den Eltern - ist das eigentliche, neu-religiöse Phänomen der westlichen Gesellschaft.

Das irrige Modewort von der "Kinderarmut", was auf - wirtschaftlich - verarmte Kinder abstellt, ohne deren verarmte Eltern auch nur zu erwähnen, besetzt einen Terminus mit falschen Inhalten.

Die wahre Kinderarmut ist die Armut an Kindern, die Abwesenheit von Kindern, die nicht geboren werden durften, ist die Geschwisterarmut in der Ein-Kind-Familie, deren seelische Instabilität die Beteiligten - Vater und Mutter - vor der staatlichen Übermacht und ihrem ideologischen Diktat völlig hilflos macht.

"Allein erziehende Mütter" mythisieren die Seelenarmut der kleinsten "Familien"-Einheit auf der sozialen Hinrichter-Skala.

Es hat viele Namen erhalten, man nennt es "politisch korrekt", "neo-liberal" und "tolerant", "Gleichstellung der Frau"...

Da geschah nach einem TV-Bericht Unglaubliches:

Eine junge Mutter ohrfeigt ihre kleine Tochter und kommt deswegen vor Gericht.

Es war Kindergeburtstag irgendwo in einer Wohnung, Spielfreunde und deren Mütter waren eingeladen.

Die Kinder gerieten im Laufe des Festes außer Rand und Band, eine Frau verlor die Nerven, und da knallte es.

Wer so schwache Nerven hat, sollte Massenveranstaltungen möglichst meiden, aber so ist es nun mal.

Das Kind hat ein Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit, die Familie ist der natürliche Garant und der Hort dieser Sicherheit.

Vater und Mutter, Brüder und Schwestern schützen einander vor den Gefahren, die der Familie drohen.

Es ist die natürliche Aufgabe der Familie, sich vor äußeren Gefahren zu bewahren.

Ihr erbittertster Feind ist der Staat, ist die moderne Gesellschaft.

Als die junge Mutter mit ihrer kleinen Tochter den privaten Lebensbereich verließ, begab sie sich in die Gefahrenzone.

Zu dem Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft kam es durch die Denunziation einer anderen Mutter aus dem Kreis der Kindergeburtstags-Veranstaltung.

Nun möchte man meinen, wer so eine Anzeige erstattet, hat sicherlich Schlimmes zu erzählen, vermutlich wurde ein Kind fürchterlich mißhandelt, so daß die Anzeigende sich keinen Rat mehr wußte.

Die selbe Gesellschaft, die sich jetzt als Richter aufspielt, hat die Zustände herbei geführt.

Eine Mutter, die ungestraft ihr Kind vor seiner Geburt umbringen darf, wird ihm doch wohl Jahre nach seiner Geburt "ein paar runterhauen" können.

Zu besagter Geburtstagsfeier hatte jemand eine Kamera mitgebracht, die inkriminierte Szene konnte dem Gericht vorgeführt werden: die Mutter hatte ihrem ungezogenen Kind eine geknallt.

Das ist nicht schön, es muß auch ohne Ohrfeigen gehen, aber dem Staat, der so viel Unheil und Unrecht auf dem Gewissen hat, fehlt die Legitimation zum "pädagogischen" Eingriff, gar zu einer Bestrafung.

Die Frau erhielt eine Geldstrafe auf Bewährung, muß sich also vor ihrer lockeren Hand künftig in Acht nehmen.

Allein die Verfahrenskosten sind für so eine Mutter und ihr Kind eine hohe Belastung.

Die Staatsanwältin räumte ein, daß eine Ohrfeige noch keine Mißhandlung sei, zog aber dennoch das Verfahren durch.

"Politisch korrekte", nicht selten kinderlose "Sozialpädagogen" betonen gern die demütigende Wirkung einer Ohrfeige auf das Kind, offenbar davon ausgehend, daß eine eiskalte Bestrafungsaktion von statten gehe und nicht ein Erwachsener mal ausgerastet sei, der auch ein Recht auf eigene Emotionen hat.

Zudem ist die emotionale Wechselwirkung kaum im Gespräch: das Kind hat ein Recht auf seine wahre Mutter mit ihren Vorzügen und Fehlern, ihrer Tag- und ihrer Nachtseite. Vater, Geschwister usw. des gleichen...

Ein seelisch gesundes Kind leidet unter der Demütigung, der Bloßstellung und Erniedrigung seiner Mutter durch ein Gericht - aufgrund einer nachbarlichen Denunziation, die heute offenbar schon zum normalen Alltag gehört - mehr als unter einer mütterlichen Backpfeife.

"Stief- oder Puffmutter Staat", nimm deine Pfoten von den Familien, sie sind, wie sie sind, wie du sie verdorben hast, du kannst nicht einmal mehr für ein besseres Klima sorgen, wenn die Menschen sich wohl fühlen, sind sie weniger rabiat, durch dich sind sie - nach Jahrhunderten "Vater Staat" - nicht einen Funken besser geworden, doch knapp am Verhunzen, also, halt dich zurück.

Unterm "Vater Staat" blieben die Mütter als Zuflucht, jetzt bleibt ihnen nichts...

Daran hätte von vornherein - schon bei der Gesetzgebung - gedacht werden müssen; es wurde aber nicht daran gedacht, weil diesem Staat an einer geordneten, in sich solidarischen Familie - und Nachbarschaft! - nicht gelegen ist.

In dieser auf "Frauen" - ihre "Unterdrückung", ihre "Ungleichstellung"... - abonnierten Gesellschaft müßte so eine merkwürdige Rechtslage eigentlich verwundern.

All das löst sich in Wohlgefallen auf, wenn man sein Augenmerk der konkreten Klassensituation zuwendet.

Eine Karrierefrau hat keine Kinder - oder eine Kinderfrau, die die Kleinen morgens zum Kindergarten bringt, um sie abends wieder abzuholen.

Sollte die Lady - eher unwahrscheinlich - wegen einer Ohrfeige vor ein Gericht kommen, holt ihr Top-Anwalt sie wieder heraus.

Geldstrafen zahlt sie ohnehin aus dem Ärmel.

Pech für die proletarische Kinderfrau, falls sie es war...

Tatsächlich verbirgt sich hinter der "Gleichstellung" ein weltanschaulich begründetes Privileg.

In Deutschland wird bei der Frage "Wehrgerechtigkeit" nicht daran gedacht, die Wehrpflicht auch für Frauen einzuführen.

Für die Verteidigung des Landes - nicht nur am Hindukusch - sind auf einmal nur die Männer wieder zuständig.

Schaffen wir die Wehrpflicht ab, lassen wir sie bestehen?

Das ist, bei genauem Hinschauen, eine finanzielle Frage.

Die Wehrpflichtigen sind heute die billigen Arbeitskräfte der Bundeswehr, die Wehrpflicht das "1€-Job"-Angebot für junge Männer.

Die "Lufthoheit über den Kinderbetten", wie ein früherer Sprecher der SPD-Regierung es formulierte, ist in der Tat eine religiöse Frage, die freilich nur die unteren Schichten betrifft.

Der Sozialfaschismus ist die Einführung des Heidentums durch die Hintertür der modernen Gesellschaft.

Das moderne Unrecht besteht in diesen Zusammenhängen, resultiert aus den meist undurchschauten Modellvorhaben.

Das Gewaltmonopol des Staates wird als das Normale und Selbstverständliche akzeptiert, als ob der Bürger vor sich geschützt werden müsse und wolle.

Darin äußert sich schon eine Menge Sklavenmentalität.

Am Beispiel des an den Staat verschleuderten Waffenrechts des freien Mannes ist bereits ausführlich dargelegt worden, wie der Mensch sich hat peu à peu entwaffnen und damit entmündigen lassen.

Du vergibst nichtsahnend ein heiliges Naturrecht an eine abstrakte Kollektiv-Institution, die dich dann - auch mit deinem Legitimationsanteil - dafür bestraft, daß du das ersatzlos weg gegebene Recht wieder selbst in Anspruch nehmen willst.

Die moderne Staatsform des Sozialfaschismus entpuppt sich allmählich als die durch und durch dem göttlichen Recht entfremdete und verfeindete Gegenkirche.

Der hybride Staat maßt sich alle Rechte an, die seit alters als himmlische Gaben dem Menschen das Leben erleichtern.

Laßt die Finger davon!

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