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rebird - Deutschlands Kurier

Beiträge zur demokratischen Eroberung

2002-12-31

Tarik Erich Knapp

CDU - Die Große Trottelpartei

Das Beharren der CDU auf Widerstand gegen einen baldigen Beitritt der Türkei zur EU als Vollmitglied, also eine Erweiterung des europäischen Teils der monotheistischen Wahlbevölkerung, veranlaßt mich, nicht ohne Ungeduld mit dieser Trottelhaftigkeit und Pronvinzmentalität, eine ganz persönlich gefärbte Schelte in ihrer Richtung auszusprechen.

Dazu bin ich zwar nicht berechtigt, weil ich niemals Mitglied dieser Partei gewesen bin. Meine familiäre Biografie hat mich davon abgehalten, ihr beizutreten, weil ich lokalpolitisch ihre Basis nur allzu gut kannte: Die war prinzipiell antisemitisch, obwohl Papst Pius XI. noch Ende der zwanziger Jahre in einer Enzyklika den Rassismus verurteilt und die Christen als "geistige Semiten" bezeichnet hatte.

Doch war diese Wahrheit nicht genügend in die katholische Bevölkerung gedrungen. Es war wie zu den Zeiten der spanischen Inquisition geblieben: Juden, die zum Christentum konvertiert waren, also "Neuchristen", wurden von den Altchristen weiterhin als heimliche Juden angesehen, obwohl ihre Konversion ohne die äußerliche Gewaltandrohung erfolgt war, die vor 500 Jahren auf der iberischen Halbinsel geherrscht hatte.

Diese Gewaltandrohung, die natürlich psychische Gewaltanwendung war, hatte viele jüdische Zwangsgetaufte, eine natürliche Reaktion, in der Tat zu Geheimjuden gemacht.

Die Gesinnungsschnüffelei der Inquisition hatte ein Prinzip der Wahrheitsfindung, nämlich die Ahnenforschung nach jüdischem "Blut". Dieses Prinzip lag auch dem Antisemitismus der Nazis zugrunde.

Es ist wahrlich kein Zufall, daß Hitler auf eine katholische Schule gegangen ist und im katholischen Milieu aufwuchs. Für Blöde ist ohnehin uneinsichtig, was "Geist" sein könnte und was "geistige Semiten" bedeutet. Also waren sie Blutriecher und Blutrichter. So habe ich sie in meiner Kindheit leidvoll erlebt. Und auch später noch. Sie waren allezeit während des Naziregimes mordbereit und "steckten" sogar der Gestapo in Bensheim schriftlich, was sie zu wissen glaubten, in der Hoffnung auf Deportation und physische Beseitigung der Konkurrenz.

Aus einer sozialdemokratischen Familie gekommen, folgte ich nach 1945 nicht den Spuren von Großvater und Vater, sondern wurde von der Marktfreiheit des Ludwig Erhard überzeugt. Dazu war ich überzeugter Verfechter der Außenpolitik Adenauers. Und ich gebe freimütig zu, daß ich sehr wohl nicht wenige Katholiken kannte, die, natürlich erst nach 1945, hinter seiner Außenpolitik standen und ihretwegen mögliche überholte Vorbehalte gegen Judenstämmlinge zurückstellten, falls sie überhaupt solche gehabt haben sollten.

Dennoch hielt ich mich damals lieber auf der Seite des Koalitionspartners der CDU, der in meiner Heimatstadt und ihrer Stadthalle - ich war als Zuhörer mit meinem Vater Zeuge - gegründeten FDP. Nahezu selbstverständlich war es, daß ich mit den Nau-Nau-Banditen, die als "Jungtürken" die FDP mit bösesten Absichten geentert hatten, in Clinch geriet. Näheres kann dem Buch meines damaligen Mitstreiters Ulrich Keitel entnommen werden. (U. Keitel, "Sehr geehrter Parteifreund", Societätsverlag, Frankfurt 2001; mit einem den Vorgang absichtlich verfälschenden Vorwort von Exinnenminister Gerhart Baum).

Keitel schrieb mir anläßlich der Dedikation seines Autorenexemplars auf das Deckblatt, ich hätte an "unserer FDP-internen Rundbrief-Aktion ... einen größeren Anteil (gehabt), als aus dieser Dokumentation erkennbar wird... 17. Okt. 2001".

Natürlich: ich war und bin in seinen Kreisen - er trat später der CDU bei und wurde einer ihrer Frankfurter Stadtverordneten - nicht präsentierbar. Begehre dergleichen auch gar nicht. Zumal es jetzt an der Zeit ist, die CDU aufs Korn zu nehmen. Ich habe ihr folgendes vorzuwerfen:

1.) Ihre Fehlleistungen haben mit dem Rücktritt Bundeskanzlers Adenauer angefangen. Das hatte ungute, aber fast zwingende Gründe. Fast! Damals hatte das atomare Patt zwischen USA/NATO auf der einen und der UdSSR auf der Gegenseite die US-Regierung Kennedy zu ihren ersten Schritten der Entspannmng gegenüber Moskau bewogen. Dadurch begann die Strategiediskussion innerhalb der CDU/CSU. Ihr katholischer Flügel teilte die Vorsicht Adenauers und seine kaum verhüllte Aversion gegen Kennedys Politik. Der evangelische Flügel unter Führung des arroganten, schnöseligen Innen-, später Außenministers Gerhard Schröder folgte der angelsächsischen Linie (EFTA), die seit Premier Macmillan den Kontakt mit Moskau kaum verbrämt bezw. ganz offen verstärkte.

Das mußte selbstverständlich auf Kosten der Bonner Wiedervereinigungspolitik mit dem Ziel der "Grenzen von 1937" gehen.

De Gaulle war schon zurück an die Macht in Frankreich gelangt, und es war notwendig und möglich geworden, die kontinentale Einigung Europas zusammen mit Frankreich zu inaugurieren.

Zwar war Paris insgeheim aufseiten Polens und der damals nur von Ulbricht anerkannten Oder-Neiße-Linie. Aber der große Franzose hatte den Mut, Kontakte mit dem kommunistischen China anzubahnen. Gegen die antichinesischen Ressentiments in Washington und den amerikanischen Wahn, jedwede marxistische Regierung, gleich wo sie regiert, bekämpfen zu müssen.

De Gaulle kannte diese geistige Minderleistung der Köpfe der US-Außenpolitik, die heute wieder zu einer Politik des Ausschüttens mit dem Badewasser gegenüber dem Islam führt.

Der große Franzose sah viel weiter als die besessenen Ideologen der USA, er erkannte nämlich den wachsenden Dissens zwischen Peking-China und Moskau, und er setzte auf diese Differenz.

2.) Zur gleichen Zeit löste Außenminister Schröder - den die prochinesischen Kräfte im AA bereits scherzend und allzu optimistisch "Schlödel" nannten, - das Referat IA1 in der Politischen Abteilung des Bonner AA unter der Leitung des Ministerialdirektors Dr. Josef Jansen auf. Dieses Referat hatte den Deutsch-Französischen Vertrag konzipiert und durchgesetzt. Jansen wurde vorzeitig pensioniert, einer seiner engsten Mitarbeiter, der vom Straßburger Europa-Parlament gekommene Dr. Per Fischer zum Botschafter in der Republik Tschad abkommandiert, um nicht zu sagen degradiert. Ein weiterer wurde gar entlassen wegen angeblichem Geheimnisbruch.

Alles dies ist nachzulesen bei dem fast schimpflich Entlassenen: Hans Graf Huyn, "Die Sackgasse", Seewald Verlag, Stuttgart 1966. Damit war die bundesdeutsche Außenpolitik entgültig der Politik Londons und damit Washingtons unterstellt, wenngleich einige Naivlinge versuchten, die gaullistische Tendenz in Richtung Peking zu verstärken.

3.) Inzwischen war hinlänglich klar geworden, daß Pekings Drive gegen die Hegemonialmacht Moskaus soweit ging, daß man dort sogar die deutsche Wiedervereinigung publizistisch unterstützte, und zwar genau im Sinne der Ziele Adenauers. Es gab vielfältige Signale aus Rotchina, daß es diplomatische Beziehungen mit der BRD wünschte. Es gab sogar vorübergehende Kontakte zwischen Regierungsvertretern in Bern, die auf Wunsch der USA abgebrochen werden mußten. Seither ist nirgends in der deutschen "freien" Publizistik mehr die Rede von diesen verpaßten Gelegenheiten, weil gar kein Interesse daran besteht, den wahrhaft deutschen Standpunkt noch zu bedenken oder zu erwägen, geschweige denn wahrzunehmen.

4.) Meine Parteikritik anhand erinnerter Autobiografie ist notwendig subjektiv, umso mehr als sie erst nach der Früh- und Vorgeschichte der BRD bezw., CDU einsetzt. Was ist mir vorübergehend aus dem Blick geraten? Die Renazifizierung der Institutionen der neugegründeten westdeutschen Bundesrepublik ist der entscheidende Faktor, der unser/mein Streben nach einem sauberen Neuanfang für Deutschland so weltfremd machte, so subjektiv-naiv, so gänzlich überholt. Daß die Rekrutierung der Kader der FDP durch Dr. Middelhauve (NRW) durchaus triebhaft zu dem HJ-Führer-Korps führte, bedarf der Aufklärung durch künftige kritische Historiker. Wie jedoch auch das Personal des wiederaufgebauten Auswärtigen Amtes in Bonn sich rekrutiert hat, ist längst dokumentiert, ohne daß sich diese Vorgeschichte der späteren so glorifizierten Ostpolitik Brandts und Scheels heute irgendwelcher Aufmerksamkeit erfreute.

Die Rekrutierung begann jedenfalls im "Außenpolitischen Büro" der EKD in Stuttgart unter der Leitung des CDU-Politikers Eugen Gerstenmaier. Dieses Mitglied des Widerstands vom 20. Juli 1944 hatte immer behauptet, daß er das Todesurteil durch die nazistische Justiz nur dadurch vermieden habe, daß er sich als Blödian hingestellt habe. Daß die Gestapo wirklich so dumm gewesen sein sollte, einen hochintelligenten Oppositionellen nicht durchschaut zu haben, ist der Hinterfragung allemal wert. Nähere Aufklärung solcher Vorgänge bieten zwei Bücher, die eine Wiederauflage verdienen würden : Michael Mansfeld, "Bonn, Koblenzer Straße", Desch-Verlag Mchn 1967, und Alexander Drenker, "Diplomaten ohne Nimbus!", Atlantis Verlag Freiburg und Zürich 1970.

Hier wird der Beweis geführt, daß die Renazifizierung des AA nicht unter dem Außenminister Adenauer vor sich gegangen ist, sondern unter dem schwächelnden H. v. Brentano, der der Gerstenmaier-Crew nicht genügenden Widerstand entgegensetzte.

5.) Die Rat- und Konzeptionslosigkeit des bürgerlichen antifaschistischen Lagers in Bonn wird dokumentiert in Rüdiger Altmanns kleinem, aber gehaltvollen Buch "Das deutsche Risiko", Seewald-Verlag Stuttgart 1962. In ihm zeichnet sich sogar eine Annäherung an die völlig entgegengesetzt intendierte Außenpolitik der FDP-SPD ab, die kurz danach auch die Macht in Bonn antrat.

Es bleibt hier nur festzuhalten, daß das antimoskowitische Rotchina-Konzept zwar in der Zeitschrift "Christ und Welt", Stuttgart, breit diskutiert wurde und daß es im "Rheinischen Merkur", Köln, Sympathisanten für es gegeben hat, aber die Moskowiter in den wichtigsten Parteien links von der CDU hatten längst die intellektuelle Hegemonie in Deutschland errungen, was auch die Neugründung des Fernsehsenders ZDF nicht mehr hat aufhalten können.

Es führte denn auch ein gerader Weg von den pronazistischen Nau Nau-Kräften in der FDP und von den alten, blutbeschmierten Rübentrop-Leuten im AA zum Brandt-Flügel der SPD, der den Flügel Wehner-Schmidt (und, wenn er am Leben geblieben wäre, Erlers) überspielte und in der Bonner Landesvertretung von NRW in Bonn - ebenso in der Hand einer FDP-SPD-Koalition wie Westberlin! - die promoskowitische sozialliberale Koalition bildete. Wieder einmal war die CDU zu spät aufgestanden!

6.) Von diesem Zeitpunkt ab ist die administrativ-offizielle Historiografie der Bonner Außenpolitik nicht mehr objektiv schreibbar, wenn nicht der Einfluß der Stasi der DDR und des KGB der SU berücksichtigt wird. Das "freie" Deutschland wurde im Benehmen mit den zwei angelsächsischen Weststaaten fortan ferngesteuert.

Den besten Überblick darüber bieten die Werke von Hubertus Knabe, insbes. "Die unterwanderte Republik/Stasi im Westen", Propyläen Verlag Berlin 1999. Knabe wurde wiederholt in seiner Aufklärungsarbeit behindert und gestoppt, und es ist fast ein Wunder, daß ihm gelang, was er andeutungsweise hat publizieren können.

Die enormen Widerstände, die sich gegen diese und andere Veröffentlichungen, auch mithilfe der Gerichte, erheben - darunter nicht zuletzt die von Altbundeskanzler H. Kohl -, geben Anlaß zu Argwohn und dem Verdacht, daß hiermit das Zusammenwirken sogar der CDU mit der beigehaltenen FDP sowie der SU verheimlicht werden soll.

7.) Wieder habe ich vorgegriffen! Die Umgründung der BRD war seit 1968/69 im beschleunigten Tempo imgange. Wie schon kurz ausgeführt, waren die Grundlagen für diese Umpolung längst vor dem Entstehen oder in der ersten Wahlperiode Adenauers gelegt worden. Auf dem Gebiet der Geschichtsschreibung gibt Thomas Etzemüller in "Sozialgeschichte als politische Geschichte/Werner Conze und die Neuorientierung der westdeutschen Geschichtewissenschaft", Oldenbourg-Verlag Mchn. 2001, einen Überblick über das Procedere bei der akademischen Wahrnehmung der Realität. Das Buch sei wärmstens empfohlen!

Fakt ist, daß der deutsche politische Wiederaufbau schlecht nur mithilfe der Unbelasteten hätte durchgeführt werden können. Dazu war der Druck des Bolschewismus zu stark. Die Koalition des Zweiten Weltkrieges hatte außerdem die Marxisten aller Schattierungen auch im Westen in einflußreiche Positionen kommen lassen. Die Förderung der Nazis, auch der mörderischsten, war für den gesamten Westen, die Zionisten und der Vatikan inclusive, sehr opportun.

8.) In dieser fast aussichtlosen Situation konnten nur ganz naive Menschen versuchen, gegen den Strom zu schwimmen. Ihnen war wegen ihrer Jugend das Ausmaß der NS-Infiltration fast aller staatlichen Institutionen der BRD nicht deutlich genug. Es stellte sich Mitte der 70er Jahre heraus, daß sogar die Generalbundesanwaltschaft im Dienste des sozialliberal-stalinistischen Staatskonzerns stand.*

* Das ist offensichtlich ein Irrtum. In den Verdacht, von der Stasi unterwandert zu sein, geriet vielmehr das Bundeskriminalamt. kkk

Auch kam es wie in einem Experiment ans Tageslicht, daß das gleiche für einen Großteil der alldeutschen Journaille galt.

9.) Es bot sich scheinbar an, die Ostpolitik von Brandt und Scheel zu torpedieren, indem die braunen Ribbentrop-Diplomaten im Bonner Auswärtigen Dienst aufs Korn genommen wurden. Der Autor hat das auch getan, ohne daß die sozialliberale Journaille, mit zwei rühmenswerten Ausnahmen (H. Keiser und V. Hoffmann), sich gerührt hätte. Lediglich die DDR-nahe Presse nahm einen geringen Anteil an Berichterstattung. Dennoch brachte diese Aktion große Unruhe in die SPD, weil sie privatbrieflich auf die Tische kam. Die Sammlung dieser kritischen Briefe ist in die Sicherheit des Archivs der Hoover-Stiftung "on war, revolution and peace" an der kalifornischen Stanford University verbracht worden, wo jetzt ein prallgefüllter schwachgelber Schnellhefter mit der Aufschrift "Hoppe" liegt.**

** Hier sollte die umfangreiche Dokumentation auf unserer WebSite (kuckuck-Archiv, kuckuck-review, Newcatch-Strategien, Die Gegenseite, Kritisches Forum, rebird u.s.w.), die inzwischen der Stanford University als Quelle dient und wahrscheinlich an Detailliertheit alles übertrifft, was bei Hoover im Keller einstaubt, nicht unerwähnt bleiben. kkk

Der mörderische Versuch der sozialliberalen Koalitionäre, den Briefschreiber aus dem Weg zu räumen, mißlang, soweit es sein physisches Überleben angeht, doch mittels erbärmlicher Verleumdungen wurde seine Karriere vernichtet. Das war im Stil der Stasi vollbracht. Jeder korrupte deutsche Politiker beschwört während der Periode des Ableugnens seiner Untaten den Grundsatz "In dubio pro reo", doch im Falle der "Affäre Kairo 1975" galt das natürlich nicht! Es gilt auch nicht für die Staatsanwaltschaften in Karlsruhe noch für die Generalstaatsanwaltschaft in Berlin.

Jeder Bundespräsident hat bisher zumindest einmal in seiner Amtszeit die deutsche Jugend zur Teilnahme am politischen Leben aufgefordert. Aus meiner Lebenserfahrung kann ich nur dringend davon abraten, diesen Schalmaientönen zu folgen! Nicht einmal zuhören darf man, wenn man nicht sein Leben für eine schmutzige Sache verschleudern will! Politik soll man denen überlassen, die mächtig verdienen wollen.

Es gab also in Deutschland eine umfassende VERSCHWÖRUNG ZU LANDESVERRAT UND RECHTSBEUGUNG. Solch ein Terminus gehört jedoch zum amerikanischen Rechtssystem und überhaupt nicht, auch nicht sinngemäß, zum deutschen. Da dies nicht der Fall ist, darf gemutmaßt werden, daß es sich bis heute geradeso verhält.

10.) Nicolo Macchiavellis berühmte Typologie des bedeutenden Politikers unterschied den Typus des "Löwen" von dem des "Fuchses". Adenauer galt mit Recht als "Fuchs". Als solcher war er der geradezu ideale Staatsmann für ein Land, das durch die Abenteuer eines politischen Verbrechers bezw. durch die Verbrechen eines österreichischen Abenteurers in die schlimmste Niederlage seiner Geschichte gebracht worden ist.

Die "Fuchspartei" CDU und insbesondere ihr späterer "Adenauerenkel" Kohl wies bei aller Gelenkigkeit eine Konstante auf: die absolute Treue zur FDP. Dadurch konnte die CDU gar nicht eine "moralisch-politische Wende" beginnen. Denn die Ostpolitik der FDP-SPD-Regierung mit ihrer Akzeptanz der Ergebnisse des Stalinismus war unmoralisch schon von Anfang an.

Bei vielen Gelegenheiten bewies Kohl, daß er diese aalglatte Kleinpartei nicht dem Schicksal der Koalitionäre Adenauers, der DP und dem BHE, hat aussetzen wollen, nämlich der Auflösung bezw. Marginalisierung. Während der Großen Koalition unter Kanzler Kiesinger sollte nämlich u.a. das Mehrheitswahlrecht eingeführt werden, und einer der Provinzpolitiker der CDU, Kohl, hat mit einiger Verve dieses Vorhaben verhindert. Bei diesem großgewachsenen und massigen Mannsbild fällt mir immer eine Geschichte um nicht zu sagen "Gechischte" ein aus meiner Kindheit: Ein französischer, in deutsche Kriegsgefangenschaft geratener Soldat soll beim Anblick eines Eichhörnchens spöttisch ausgerufen haben: "Armes Deutschland! Hast du kleine Füchse!"

Die CDU-Füchse blieben weiterhin sehr klein. Als die DDR kapitulierte, schloß der CDU-Minister Schäuble einen Vereinigungsvertrag mit der DDR ab, in dem die Enteignungen in der SBZ/DDR nachträglich als rechtens und weitergeltend bezeichnet wurden, mit üblen Folgen für die Demografie des Ostteils Deutschlands und seine unternehmerische Mentalität. Armes Deutschland also, wie klitzeklein ist deine CDU !

11.) Der erfolglose Versuch der CDU/CSU, die sozialliberale Koalition mit ihrer moskowitischen Politik abzulösen, zeitigte mit dem Kandidaten F.J. Strauß keinen Erfolg. Deshalb beschlossen ein paar Leute mit dem Mut der Verzweiflung, die diffusen Opponenten gegen diese Regierung von "links" her zusammenzufassen und mit ihnen die FDP-SPD-Regierung anzugreifen, indem sie DIE GRÜNEN organisierten bezw. gründeten.

Die Spekulation ging tatsächlich in Erfüllung.

Als diese neue Partei mehrmals die 3%-Grenze überschritten hatte, erfaßte die FDP die Angst, in den Abwärtsstrudel der SPD mitgerissen zu werden, und sie verließ diese Koalition.

Leider jedoch erwies die CDU unter Kohl, daß sie keineswegs vorhatte, nach ihrem Wahlsieg eine "moralisch-politische Wende" zu vollziehen. Sie regierte behäbig sechzehn Jahre lang, bis sie vor Faulheit erlahmte. Sie konnte auch gar nicht anders. Kohl hatte in seinem Koalitionspartner sich ein Lipom eingehandelt, das bösartig degenerierte.

Zusammenfassung

Seit Adenauers Abtreten ist der CDU ihre zunehmende Provinzialität vorzuwerfen, ihr geradezu blödes Zurückbleiben hinter den Erkenntnissen des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Hier zeigt sich erneut, aktuell in ihrer und der CSU negativen Einstellung zum türkischen Beitrittsgesuch zur EU, dasselbe populistische Phänomen, das ich als Kind und Jugendlicher, ja selbst noch als junger Mann bitter habe wahrnehmen müssen:

Die deutschen Christen, zumal die Katholiken, sind bösartig-reaktionärer, als der jeweilige geistige Entwicklungsstand der römisch-katholischen Kirche erlaubt.

Diese Provinzialität läßt sie automatisch zu duldend-hinterherhechelnden Komplizen des herabgesunkenen Freudomarxismus werden.

Folglich müssen die Parteien SPD, FDP, GRÜNE und PDS geradezu majoritär werden.

Trotz ihres gegenwärtigen Tiefstandes in der öffentlichen Meinung haben diese Parteien jetzt schon eine schwache strukturelle Majorität aufgrund dessen, daß eine dankbare muslimische Wählerschaft ihnen die Stimmen gab.

Das jedoch wird sich noch vergrößern, weil die Geburtenfreudigkeit der Muslime anhalten und der Zustrom muslimischer Einwanderer nicht zu stoppen sein wird.

Gegen die bereits begonnene und sich verbreiternde moderne Völkerwanderung wird die Deutschgeborenen kein Gesetzeswall und keine Polizeiverordnung mehr "schützen" können.

Sie ist das bleibende Faktum der Zukunft.

Die CDU/CSU sollte endlich unterscheiden lernen zwischen dem Rassismus, also dem Nazismus, und dem Patriotismus, also der Liebe zu Vaterpflichten und Vaterland und dem Reich.

Die klonierungsbesessene atheistische Sekte der feministisch-eugenistischen RAELIANERSEKTE, diese aktualisierte und potenzierte Huxleyanertruppe, hat gerade, wie in der FAZ vom 31.12.02 nachzulesen, frech und offen, ähnlich wie der hedonistisch-nihilistische französische Schriftsteller Michel Houellebecq, ihre Hauptfeinde beim Namen genannt: Die römisch-katholische Kirche und die Muslime/Islamisten.

Ob diese Kriegserklärung der erklärten Feinde Gottes ausreicht, damit die christliche Union endlich ihre frühere Verbindung mit dem Vatikan erneuert und dazu engere Verbindungen mit Mekka und Qum (Iran) aufbaut, wird das Endurteil über die früheren Adenauerparteien bestimmen.

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