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Qimosh - The New Qomish

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2003-10-11

Koresh Kukafka

Israel bedroht den Frieden nicht nur in Nahost

Ich habe die "Atommacht Israel" stets für einen politischen Bluff gehalten, der eine feindliche Umwelt von ernsten Bedrohungen des kleinen Landes abhalten soll.

Zu einer Atommacht gehören moderne industriestaatliche Bedingungen, die in Israel nicht gegeben sind, was natürlich nicht ausschließt, daß Israel von Dritten als Flugzeugträger und gefährliche Abschußrampe genutzt wird.

Präsident Bush I äußerte solche Pläne in den achtziger Jahren, und entsprechende Unternehmungen zum Schutze des "souveränen" Israels wären bzw. sind mittlerweile spitze Greifzähne des US-amerikanischen Imperialismus gegen die arabische und islamische Welt.

Der 11. September 2001, die daraus gefolgerten Kriege gegen Afghanistan und Iraq, die feindseligen Wortkampagnen gegen Syrien und Iran... lassen Israel jetzt als eine ernste Bedrohung des Weltfriedens erscheinen.

Der US-evangelikale Feldzug gegen den Islam bedient sich des in eine Sackgasse manövrierten Israel, um seine imperialen Ziele zu verwirklichen.

Die vollmundige Politik Israels ist in der Tat eine große Gefahr - nicht zuletzt für Israel selbst - geworden.

Die in diesen Tagen aus Kalifornien (Latimes) gestreute Meldung, daß Israel seine zwei aus Deutschland bezogenen, zur Hälfte aus deutschen Steuermitteln finanzierten U-Boote atomar ausgerüstet habe, was von den deutschen Herstellern offenbar schon berücksichtigt worden war, bringt nicht nur Deutschland wieder einmal in das Zwielicht Guten Glaubens in gefährlicher Situation, es ändert vor allem die strategische Qualität, abgesehen davon, daß die Nachricht schon älteren Datums ist.

Die atomar ausgerüsteten israelischen U-Boote sollen bereits im pazifischen Ozean ihre Runden drehen, was ja auch logisch wäre oder ist.

Eine auf den Meeren bewegliche Atommacht Israel bleibt in ihrer Substanz zwar trotzdem eine At-Ohnmacht, die für die Verteidigung ihres eigenen Territoriums nicht viel tun kann, ist aber natürlich eine große Gefahr für ihre Nachbarn, die nun ihrerseits mehr und mehr von der Notwendigkeit einer eigenen atomaren Bewaffnung überzeugt sein müssen und letztlich dazu auch legitimiert sind.

Die jüngst lancierten israelischen Pläne, den Iran aus der Luft anzugreifen, um seine angeblichen oder tatsächlichen Atomanlagen zu zerstören, sind ein ernstes und ernstzunehmendes Signal, das an die Vorbereitung des Iraq-Kriegs erinnert.

Wenn man nämlich "Israel" als Spezialwaffe des amerikanischen Kreuzzugs versteht, erhält die Sache den Realitätswert, der ihr unter der vermeintlichen Federführung Israels nicht zukommt.

Erst jetzt - als US-Protektorat und Raketen-Abschußrampe - wird "Israel" zu der Gefahr, die es nach Auffassung anti-israelischer Ideologen angeblich schon immer war.

Israel erlebt das Ende seiner Träume vom Gelobten Land; es ist ihm nicht gelungen, sich mit seiner Nachbarschaft zu arrangieren, und die gewachsene Unversöhnlichkeit der gesamten islamischen Welt hat Israel in die Lage eines Skorpions gebracht, der zum Letzten greifen muß, was unwillkürlich an die palästinensischen Selbstmordattentäter denken läßt.

Israel ist damit in eine außergewöhnliche Abhängigkeit geraten, die sich nicht wegreden läßt, auch wenn Israels Feinde an die Legende vom israelischen Schwanz, der mit dem amerikanischen Hund wedle, gern weiter glauben möchten.

Israel lebt von seinem Mythos, der in der ganzen christlichen Welt dämonisiert worden ist, so daß die geraunte Unbesiegbarkeit Israels die Tatsache seiner grenzenlosen Hilflosigkeit und seines fatalen Ausgeliefertseins geradezu satirisch überdeckt.

Amerika mißbraucht das kleine "große" Israel als den Kampfhund, der - einmal losgelassen - zu allem fähig ist.

Ein größenwahnsinniger Ministaat hat es vermocht, seine Illusionen von Unabhängigkeit und Gottgefälligkeit in die Dienste einer nun wirklichen Weltmacht zu stellen.

Die USA nutzen das israelische Selbstverständnis für ihre Eroberungspolitik, und Israel ist diesem Zustand auf Gedeih und Verderb verfallen.

Israels Macht ist eine geistige Macht, Israel steht und fällt mit seiner geistigen Autorität, droht aber in einer schrecklichen Farce den wild um sich schlagenden, autoritären Narren zu spielen - und damit sich aufs Spiel zu setzen.

Israel hat nie auf seine kritischen Freunde und besorgten Kritiker gehört, am liebsten sind ihm bis heute jene Falschspieler, die ihm nur zu gern nach dem Munde reden.

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