2003-10-08
Die Verteidigung des Kopftuchs und der sozialen Gerechtigkeit ist ein Kampf um die Würde des Menschen
Deutschland am Rande des moralischen Abgrunds
Wir waren das Land mit der freiesten Gesellschaft in seiner Geschichte und der besten Verfassung der Welt.
Heut sind wir nichts mehr davon.
Heut sind Bundesverfassungsgericht und Bundestag und Länderparlamente und Talk-Shows... damit beschäftigt, den terroristischen Satan unter den Kopftüchern islamischer Frauen zu lüften und zu bannen, hysterisch ist "in", meine Herren.
Heut sind die einfachen Bürger wie Feinde des Staates aus seiner Obhut und Obhutspflicht eliminiert.
Heut empfängt dieselbe Politikerin, die Helmut Kohl und seine Politik verriet und der die Arbeiter nicht den Schmutz unterm Fingernagel wert sind, vom Arbeitnehmerfügel (!) (CDA) - der organisiert ausgewählten - "besserverdienenden" - Arbeitnehmerschaft - der CDU eine - wie hoch dotierte? - Ehrung, ausgehändigt von einer Vorstandsdame des Bertelsmann-Konzerns.
Wenn das keine skrupellos-beinharte Kasten- und Klassenpolitik ist, weiß ich nicht, was Worte noch zu bedeuten haben.
Aus der alten Gilde scheint Norbert Blüm der einzige Aufrechte zu sein, den das soziale Gewissen plagt und die alte Prinzipienfestigkeit auszeichnet, was mit den Merkel-Merz-Jahrgängen völlig in Vergessenheit gerät.
Blüm übertreibt freilich, wenn er sagt, der Staat sorge letztendlich nur noch dafür, daß die Bürger sich nicht gegenseitig umbringen.
Tatsächlich kommt der Staat - als Polizei - zum Aufwischen, nicht zur Verhütung von Verbrechen; und um das Maß voll zu machen, hindert er - per Waffengesetzgebung - die Bürger daran, sich notfalls selbst zu verteidigen.
Der Staat beseitigt das Risiko und sorgt für die Sicherheit krimineller Gewalttäter, die kraft Gesetzes eine bewaffnete Gegenwehr unbescholtener Bürger nicht fürchten müssen.
Nein, Norbert Blüm, Sie sind - bei allem Realismus - immer noch der alte Optimist, mindest um ein paar Grade zuviel.
Dieser Staat ist für das Volk - die normale Bevölkerung - nicht nur überflüssig, sondern gefährlich geworden.
Und da diese ganze Entwicklung vorauszusehen war, gehe ich davon aus, daß auch die dafür Verantwortlichen es vorausgesehen und also geplant haben.
Sie wollten und wollen diesen katastrophalen Zustand, von dem wir ja eben erst den Anfang erleben.
Sie haben ihn - bevölkerungspolitisch, gesundheitspolitisch, finanzpolitisch, außen- und innenpolitisch, scheckbuchpolitisch, kulturpolitisch, subventionspolitisch, umweltpolitisch, entwicklungspolitisch, arbeitsmarktpolitisch, einwanderungspolitisch, sozialpolitisch, medienpolitisch, verteidigungspolitisch... - bewußt herbeigeführt.
In einem Land, wo die Medien-Clowns die Millionäre sind, während das arbeitende Volk, das das Land aus der Kriegs- und Nachkriegskatastrophe herausgeholt und aufgebaut hat, jetzt wieder - im übrigen von der - klassengeschichtlich - selben Katastrophen-Kaste samt ausführender Techno-Bürokraten-Mitte, die den Krieg angezettelt hatte - in die Katastrophe zurückgeführt wird, da ist nichts mehr an seinem Platz.
Aber warum?
Wohin soll diesmal die Reise gehen?