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Qimosh - The New Qomish

Wo lassen Sie denken · Où laissez-vous penser? · Rent a brain…

2003-09-25

Hoshea Ben Arthur

Die schwarz-weiß-rote Krawatte des rot-grünen Bundeskanzlers

Deutschland ständig im Weltsicherheitsrat?

Gegen das bisherige Vetorecht der Großen

Wenn Gerhard Schröder davon nicht wieder abkommt, wie er gekniffen hat, als es um das Zentrum gegen Vertreibung in Berlin von polnischer Seite Schwierigkeiten gab, man spricht - mit reisender Unterstützung des einstigen DDR-Außenministers Meckel - inzwischen von Sarajevo oder Kosovo als möglichen Ausweichstationen, hat er eine Chance, das ganze Desaster, in dem die SPD mittlerweile steckt, zu überstehen, ja, siegreich daraus hervor zu gehen, denn Außenpolitik hat erfahrungsgemäß Priorität im öffentlichen Bewußtsein.

Seit Tagen, vielleicht Wochen trug Schröder schwarz-weiß-rot gestreifte Krawatten, bediente er sich somit einer preußen-deutschen Reichssymbolik, die eigentlich nicht übersehen werden konnte.

So tritt er auch anfangs in New York bei den Vereinten Nationen auf, wo er seine Forderungen an die Weltgemeinschaft verkünden will.

Der ständige Sitz im Weltsicherheitsrat und die Abschaffung des Vetorechts der fünf Atommächte - USA, Rußland, China, Großbritannien und Frankreich - sind richtige existentielle und essentielle Forderungen der deutschen Regierung.

Als drittgrößter Beitragszahler und wichtiger Partner bei der internationalen Friedenssicherung stellt Deutschland diesen Anspruch zu Recht.

Es dürfe keine Mitglieder "erster und zweiter Klasse" mehr geben... - mit Bezug auf Deutschland könnte "dritter Klasse" hinzugefügt werden: denn bislang ist Deutschland per Feindstaatenklauseln mindest drittklassig, wenn nicht ein Outcast, wofür auch Kleinigkeiten am Rande sprechen, so das seltsame Stühlerücken am Rednerpult kurz vor Schröders Auftritt.

Im Zuge innen- und außenpolitischer Annäherungen ist der Zeitpunkt gut gewählt. Bundeskanzler Schröder hielt am 24. September 2003 vor der UNO-Generalversammlung seine, na ja, Grundsatzrede.

Doch Übereifrige und Vertreter von Nachbars Interessen werden sich in ausreichender Zahl finden, um die drohende Katastrophe, daß Deutsche einmal nicht als Täter, sondern als Opfer ins Rampenlicht treten, rechtzeitig abzuwenden.

Das hat mit ehrlichem Antifaschismus weniger zu tun als mit einem neuen Kompensations-Rassismus, der sich unter Deutschlands Intellektuellen und Politikern breit gemacht hat, deren Seelentief schon wissen wird, warum das so ist.

In einer Zeit, da rund um den Erdball Erniedrigte und Entrechtete sich zu Wort melden und zu den Waffen greifen, doch wer will so was schon, ist das deutsche Verhalten recht merkwürdig.

Den Wachhabenden ist zu empfehlen, für jeden Fall der Fälle, wo Deutsche nicht botmäßig, sondern einfach mal natürlich und würdig im eigenen Interesse auftreten, die alte "Rosewood"-Connection bereit zu halten.

Die sorgt dann schnell wieder für die gewünschte Friedhofsruhe.

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