2003-07-30
Und alles noch einmal?
Die Sicht der Dinge
Und dann sollen wir alles noch einmal erleben oder auf nächster Stufe, höher oder tiefer, wieder von vorn anfangen?
Das sind ja schöne Aussichten, wenn wir es so einfach akzeptieren, und uns gleichzeitig in den Kopf gesetzt haben, diesen Regeln zu entfliehen, nicht mehr mitzumachen, auszuscheren...
Die allgemein geltenden - gesellschaftlichen - Regeln sind nicht gültig vor Gott, und Gottes Gesetz entgeht niemand.
Und das Gesetz der Wiederkehr ist kosmischer, nicht gesellschaftlicher Natur.
Vor Gott gilt zunächst eher der Einzelne als das All, und es gilt seine Familie, sein Clan, darin äußert sich die universelle Ordnung.
Die Übertragung der Stammesgesetze auf die Menschheit ist absurd, imgrunde gesetzeswidrig, so soll es nicht sein, so menschenfreundlich es uns auch erscheinen mag.
Menschenfreundlichkeit ist Stammesfeindlichkeit.
Ein Staat, der für alle Menschen da ist, vernachlässigt seine Kinder, ein schlechter Stammesfürst, der so handelt, er würde vor Gott nicht bestehen.
Was wir in Deutschland "Vetternwirtschaft" nennen, wenn jemand zuerst für seine Familienangehörigen sorgt, ist gute Übung und Stammespflicht im islamischen, jüdischen und sonstigen Orient.
Dieser heilige Brauch läßt sich nur begrenzt mit demokratischen Gepflogenheiten vereinbaren.
Umgekehrt ist die Demokratie nicht auf den Stamm übertragbar.
Ein Stammeshäuptling ist durch Natur und Tradition, also von Gott bestimmt.
Der Stamm hat ihn nicht gewählt, gewählt wird er - im Demokratie-Fall - von Fremden, Andersstämmigen.
Die Kollision der allgemeinen - nationalen - Pflichten mit den besonderen Stammespflichten ist programmiert.
Stammespolitik vor Nationalpolitik ist wie Ehrlichkeit gegen Unehrlichkeit.