2003-10-08
Schluß mit Träumen
Das ist natürlich politisch gemeint, ganz klar
Träumen heißt auch vertrauen, daß alles gut gehen werde, und kann nach dem Sprunge fatal sein, je nach Höhe des Hauses.
Wenn also noch träumen, dann träumen von der endlichen Ankunft, vom sanften Aufschlag.
Als du - gegen den Eisenträger - den Kopf erhebst, denkst, daß dir einer seinen Zimmermannshammer auf den Schädel drischt, hernach korrigierst du diesen ersten Eindruck.
Und wenn es der richtige war?
Manche Unfälle laufen merkwürdig ab, andere werden verhindert, weil ein guter Engel dich bewacht, zum Beispiel auf dem Gerüst, das in der Fassade nicht verankert ist, und der Verantwortliche spielt mit dem Geschick, schon oft solchen Gefahren entgangen zu sein.
Die Kollegen sehen Gründe, das Leben eines Juden oder Türken abzukürzen, womit man nicht kokettiert, nur verstehen möchte ich den Vorgang, den niemand ernst nimmt und jeder schnell vergißt.
Neben dir schlägt eine Eisenzange in den Sandboden, du schaust hinauf, hoch über dir auf dem Ausleger des Krans ein Kollege, der etwas repariert... - war ihm die Zange entglitten, warum alarmierte er dich nicht, um dich nicht zu erschrecken und den Unfall zu verhüten, oder warum?
So ergeht es in der Politik:
Was nach Pech oder Unfall aussieht, ist vielleicht beabsichtigt, wenn nicht von langer Hand geplant gewesen.
Die Welt ist nicht und war niemals heil, wissen wir, auch wenn wir es gern verdrängen, weil es sich so besser leben läßt, das reicht aber nicht.
Erziehung zur Freiheit ist Erziehung zur Wachsamkeit, man muß es nur erst verstehen.
Die maßgeblich politische Warnung mit Vorhersage - vom Bau - lautet:
Sei kein Frosch, sie trampeln dich noch tot, du bist - in Deutschland - zu ehrlich, zu offen mit deinem Gequak...
Du nimmst die Meinungsfreiheit - ohne freiwillige Selbstkontrolle - für bare Münze!
Verstehst du denn keinen Spaß?