2003-10-19
Kleinigkeiten haben recht und Rechte
Ränder und ihr Mobiliar
Was wir meist übersehen, die Randerscheinungen, die uns nur auffallen, wenn sie nicht mehr da sind, was Dschuang Dsi das Unnötige nannte, das doch so notwendig ist für unser Gleichgewicht.
Verzichten, sich disziplinieren, abrichten, in der Not ohne das Unnötige auskommen, die Steine zwischen den Schritten, ohne den Boden, den wir nicht betreten, ist eine Übung, eine Philosophie, die unsere Grenzen und Bedingungen aufzeigt.
Kriminalisten werden darin geschult, aufs "Nebensächliche" zu achten.
Zwischen den Zeilen, den Dingen, die Lücken und Löcher haben ihr Recht, haben recht gegen die Dinge, ohne das Zwischen sehen wir die Unterschiede nicht, ist konturlose Masse, Materie, nichts Bestimmtes.
Die Idee vom schöpferischen Chaos träumt die nächste Komposition.
Was die Dinge trennt und verbindet, ist eigentlich nichts, und doch die Bedingung, wenn ich davon gleich wieder los kommen darf.