2003-08-18
Straßenleben in der Finsternis
Die frappanten Unterschiede
Die New Yorker haben es uns vorgeführt, Lagerfeuer in den Straßen, Tanzen und Singen, Musik wie auf einem Fest, als ob sie es genossen, sie wirkten so erleichtert, endlich waren sie für eine Weile diesen täglichen Streß los, die Probleme hatten jetzt die anderen, die ihnen sonst immer nur welche machten, so wechselt das eben, aber nur kurzfristig, dann kriegen die Bonzen das wieder in den Griff, falls nicht noch was dazwischen kommt.
In Berlin wäre so was nicht denkbar, wie überhaupt die Weltstadt New York den Möchtegern-Weltstädtern von Berlin, den aus der Provinz Zugewanderten, die den Berlinern den Stadtstil beibringen wollen, gezeigt hat, wie das Leben so läuft.
Die neuen Berlin-Maxen und -Mäxinnen, denen die Berliner nicht schnieke genug gekleidet gehen, können in New York sehen, wie Großstädter sich gerieren, und siehe, Berlin kann mit denen mithalten, den Provinzlern und Neu-Berlinern fehlte nur bisher noch der Maßstab.
Inzwischen haben sie ja schon einiges hinzugelernt, auch ohne den Anschauungsunterricht aus New York, auch die Berliner haben es ihnen gezeigt, ohne darüber ein Wort zu verlieren.