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kokhaviv publications

Qimosh - The New Qomish

Wo lassen Sie denken · Où laissez-vous penser? · Rent a brain…

2003-12-08
2003-10-29

Halam

Europa und der Orient

Die Grenzen des Islam

Was hatte ich mir dabei gedacht, als ich Grenzen sah, imaginäre Trennungslinien zwischen Ost und West, was diesmal nicht politisch gemeint war, was hatte ich mir dabei gedacht?

Du kannst über alles reden, kannst dich aussprechen, mit Leuten diskutieren, der Dialog findet statt.

Der Dialog findet nicht statt, indem er täglich die Medien erfüllt, findet er eben nicht statt.

Wir müssen mit einander sprechen, das ist eine Redensart, von der jeder weiß, daß niemand sie ernst nimmt.

Sie reden von Kulturschock, von verschiedenen Kulturen, in Wahrheit sind oft diejenigen, welche zu uns kommen und unsere Toleranz fordern, weder tolerant noch zugänglich, imgrunde verachten sie uns.

Die Gäste verhalten sich längst nicht mehr wie Gäste, Einwanderung ist zur feindlichen Übernahme geworden; sie mischen sich in unsere Angelegenheiten ein und schotten sich ab.

Sie kommen verschlossen in unsere Offenheit, und die hysterische Abwehr des moslemischen Kopftuchs hat - wer weiß - einen authentischen Kern.

So hat die Abwehrfront erkannt, daß Prinzipien zur Disposition stehen, die die Einwanderer - hier und in den Ländern ihrer Herkunft! - niemals antasten ließen.

Es geht um Fragen der Identität, der Eigenarten und Merkwürdigkeiten, um regressive Verhaltensweisen!

Kein türkischer Bürgermeister würde in seiner Gemeinde den Bau einer christlichen Kirche zulassen.

Man muß als Hiesiger ein Dortiger geworden sein, um Toleranz so an den Tag zu legen, wie die Wortführer unter den Deutschen es tun.

Ich will glauben, daß die Deutschen sich über den Tisch ziehen lassen, weil sie zwei Kriege verloren - ergo verschuldet - haben; weil ihre Seele durch den Wolf der deutsch-anti-deutschen Propaganda gedreht worden ist.

Die Leipziger Montags-Demonstrationen machten deutlich und überwanden die Teilung des Landes - "Wir sind das Volk! Wir sind ein Volk!".

Diese Demonstrationen - wohl gemerkt! - haben dem Olympia-Bewerber Leipzig - nach so vielen Jahren - im eigenen Land (!) - so viel Gehässigkeit - statt Unterstützung - zuteil werden lassen.

Den legendären Montagsdemonstrationen werden Dienstagsdemonstrationen folgen: "Wir sind das Volk und dies ist unser Land!"

Die Zugewanderten aber - die mit dem deutschen Paß - werden sich, so hoffe ich, damit identifizieren, sich zumindest als solidarisch erweisen.

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