2003-07-04
"Ich bin manchmal umschattet"
Der Kerl spielt mit uns.
Er bringt Namen durcheinander.
Sein Erinnern verstört das Gedenken.
Ich sage, daß ich den Kopf voll habe.
Ich denke in meiner Arbeit.
Das ist keine Arbeit.
Im seligen Selbstvergessen durch Versinken in ein besseres Nichts, dem Nirwana, erkannte ich mich wieder.
Es war ein Versehen, nur ein Aspekt.
Nichts ist verloren.
Ich hole alles zurück.
Ein Handikap, nicht zu wissen, was ich doch weiß?
An einer Quiz-Veranstaltung würde ich nicht teilnehmen.
Kurze Frage, kurze Antwort, ist auch zu billig.
Ich verwechsle Demeter mit Artemis, logisch mytho-logisch, vor einem Publikum unverzeihlich.
Ich will mich auf den Faktenstreit nicht einlassen, obwohl ich da gut bin.
Ich liebe Überraschungen auf lichtem Niveau.
Ausrutscher, Stolpern und Stürze lassen sich nicht vermeiden.
Wir überleben auf Bergen, in Höhlen und Wüsten.
Ich denke in Welten, Dimensionen, Medien, denen - Wasser oder Luft - ich wechselweis mich einfügen muß.
Oft fehlt mir die Stunde.
Da vergaß ich, was ich erledigen wollte, und merkte:
Ich hatte vergessen, um zu leben.
Zu erkennen und zu verstehen...
Ich lernte: hab keine Angst.
Ich ging an Land, hatte noch Wasser und das Meeresrauschen im Ohr.
Und fürchte die Rückkehr nicht.
Du darfst den Glauben an dich nicht verlieren.
Du kommst zu den Künsten, zum Schreiben, ans historische Gedächtnis des Patriarchats.
Als Schüler hattest du keinen Meister.
Als Meister will ich keine Schüler.
Resignation war dir ureigen und dein Ziel die höhere Instanz.
Siehe die Unterschiede Wissen und Weisheit, erkenne und hüte den Sinn auch im Unsinn, in der Lüge die Wahrheit.
Das war der Sinn, war meine Lehre, die gab ich nicht weiter.
Wer es heraus fand, glaubte mir nicht.
Es war auch nicht alles.