2003-10-06
Die Berliner Konkursverwalter
Wir können es mit wenigen Worten auf einen Nenner bringen:
Deutschland ist völlig überschuldet, das Land hat über seine Verhältnisse gelebt, davon ist niemand auszunehmen, der irgendwie über Steuermittel verfügte.
Die gesetzlichen Renten- und Krankenkassen sind zweckentfremdet und also geplündert worden, was jedem privaten Versicherungsverein eine strafrechtliche Verfolgung eingetragen hätte.
Wir erleben jetzt die Stunde der Wahrheit; daß der Staat seine Schuld auf die "kleinen Leute" abwälzt und die Nutznießer des Systems nicht nur in gewohnter Ruhe läßt, sondern in alle Ewigkeit gesetzlich versichert, um an diesem Begriff einmal seine kriminelle Zweckentfremdung zu demonstrieren.
Man mag das nun Sozialfaschismus, Soziale Kriminalität oder sonstwie nennen, die Stunde der Wahrheit besteht einfach darin, daß der bankrotte Staat von seinen Gläubigern, den internationalen Banken, unter Druck gesetzt wird.
Es ist Zahltag, und die Fordernden sind überhaupt nicht daran interessiert, auf das ausgepowerte Volk irgendwie Rücksicht zu nehmen, Deutschland ist ein "reiches Land", während die "armen Drittweltländer", die meist viel reicher als Deutschland sind, die Rolle des alten Proletariats übernehmen, obwohl das Bild gar nicht stimmt.
Unser "Reichtum" beruht auf Arbeit, ist durch Arbeit geschaffen worden, während in den "armen" Drittweltländern meist die reichen Ressourcen im Boden auf ihre Förderung warten.
Die Förderung ist heute immer weniger auf menschliche Arbeitskraft angewiesen, weil das hochentwickelte Gerät die Menschen ersetzt, wobei jedoch regelmäßig vergessen wird, daß die technischen Produktionsmittel erst einmal von Menschen entwickelt und erschaffen werden mußten; auf dem Vergessen dieser Tatsachen beruht die unverschämte Ausbeutung und Entrechtung der Hersteller, die jetzt nicht mehr gebraucht werden.
Die sogenannte Wettbewerbsfähigkeit wird ständig als Begründung für den Sozialraub angeführt, und der wahre Kern dieser unverschämten Begründung ist der Umstand, daß diese internationale Wettbewerbsfähigkeit tatsächlich nicht mehr auf Menschen angewiesen ist, denn dieser Mohr hat seine Schuldigkeit getan, die Maschine läuft jetzt auch ohne ihn.
Die Gläubiger-Banken zwingen den - von der Bundesregierung über die Länder bis zu den Kommunen überschuldeten, jeder Solidität baren - Staat, sich von allem unnötigen Ballast zu befreien, und dieser Ballast sind in der Tat die Menschen, die mit ihrer Arbeit die "vergeudeten" Reichtümer geschaffen hatten.
Der Reichtum ist nicht vergeudet, nicht im eigentlichen Sinn, er ist vielmehr in wenige Hände übergegangen; die gesamtgesellschaftliche Vergeudung ist keine Vernichtung, sondern eine Verschiebung des Volksvermögens in den Besitz Weniger.
Das arbeitende Volk ist von seiner herrschenden Klasse ausgeplündert, seines erschaffenen Reichtums beraubt worden.
Das verbirgt sich hinter dem Stichwort "Privatisierung".
Die Betrogenen und Beraubten sind nicht jene, die nichts haben und nie etwas gehabt haben, sondern die Tüchtigen und Fleißigen, die von ihrem eigenen Staat um die Erträge ihres Fleißes und ihrer Tüchtigkeit gebracht worden sind - zugunsten der herrschenden Klasse und ihrer Handlungsgehilfen aus der Neuen Mitte, der neuen Sklavenverwalter.
Aus dieser ausführenden Neuen Mitte wachsen die menschenfeindlichen Gedanken, kommen die Worte, die das Blut gefrieren lassen.
Vornan die Frauen in der Politik, die vor nichts mehr zurückschrecken.
Als ob die deutsche Furie sich gerade wieder aus ihren Ketten befreit.