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Die Freiheit ist unsere Sicherheit

2003-11-24

29. Cheshvan 5764

Ramadan 29, 1424

Avram Kokhaviv

Ariel Sharon elektrisiert den Djihad

Israel in der euro-islamischen Strategie

Sharon ist ein wahrer Künstler, ein historisch-dialektischer Künstler, denn er weiß nicht, was er tut...

Er tut nur, was er tun muß - als ein Engel des Herrn...*

* ... selbst wenn er den italienischen Neofaschisten Fini als offiziellen Gast Israels im Heiligen Land empfängt.

Der Löwe Gottes, Al-Quds Jerusalem in Person, Geist des Hurricans, der Mann mit der Nähe zum Gericht...

Ein Antreiber der Geschichte, an dem sich exemplarisch deren Dialektik aufzeigen läßt.

Ariel Melekh Israel.

Er vertreibt die - für die Ewigkeit an die Küsten des Sinai verführten - Siedler aus ihren neuen Häusern.

Zum ersten Mal in der Geschichte Israels geht der Zahal gegen die eigene Bevölkerung vor.

Ein Schuß ins Herz israelischer Hoffnungen, der ein heiliges Versprechen brach.

Das war vor dreißig Jahren.

Zehn Jahre später macht der Politrambo seinen nächsten Tritt ins Porzellan, schießt sich in den Libanon ein, vertreibt die Fatah/PLO Arafats "ein für allemal" aus dem Nahen Osten, läßt seine verbündeten Christ-Falangisten noch schnell ein, zwei palästinensische Flüchtlingslager verwüsten und ein mittleres Massaker anrichten... - mit dem Resultat, daß ein Schicksal über Israel hereinbricht, das kein Israeli sich jemals träumen ließ: die Intifada der zur Nation mutierenden Palästinenser.

Sein Erzfeind Arafat, den er periodisch zur Unperson erklärt, erweist sich von Mal zu Mal mehr als der - vorläufige, weil säkulare - Langfrist-Sieger der jüngsten Geschichte Palästinas.

Arafat erhält den Friedenspreis, während Sharon auf der Liste der internationalen Kriegsverbrecher steht.

So kommt es über das Poltergenie, den Tempelberg zu besteigen und die zweite Intifada hervorzurufen, die das Land Israel dermaßen in die Defensive getrieben hat, daß es - wie einst die DDR - zum Mittel der Selbsteinmauerung greift.

Die phantastische Rambo-Politik eines intelligenten und besessenen Generals der Zerstörung und Selbstzerstörung hat - vorhersehbar - die halbe Welt gegen sich aufgebracht.

Die Europäer liegen zu dieser pachulkischen Nahost-Politik völlig quer...

Nicht daß die europäischen Politiker besonders weise wären, sie sind in diese - vernünftig nur erscheinende - Reaktivität zur Bush-Sharon-Politik hineingeraten wie Sharon und Bush in die Fußangeln ihrer wohlüberlegten (!) Machtstrategie.

Die beiden entpuppen sich mittlerweile als die Geheimwaffe der islamischen Revolution.

Schon meldet sich der Herr der Geschichte - Gott Israels! - zurück und bereitet aus den menschenpolitischen Ingredienzen sein göttliches Gericht.

Nichts geht mehr so, wie es die Supermacht-Strategen sich ausgedacht hatten, es läuft alles anders.

Die Siege von Afghanistan und Iraq schlagen um in erbärmliche - politische und militärische! - Niederlagen.

Die überschlauen Europäer ernten - verdientermaßen - keinen Dank für ihre Verweigerungspolitik; sie werden als Antisemiten beschimpft.

Sie sollen gegen überhand nehmende Moslems - Islamisten, Extremisten, real existierende und potentielle Terroristen in Europa - dringend erforderliche Schritte unternehmen, drakonische Maßnahmen ergreifen.

Den Israelis reicht und paßt es nicht, daß die Festlandeuropäer sich in moslemischen Kopftüchern festbeißen und auf diese Weise so etwas wie einen neuen Antisemitismus hervorkehren, nein, sie mögen Farbe bekennen, Israels Flagge und Zähne zeigen.

Damit geschieht aber das geschichtlich Fällige:

Die alten Europäer und die neuen Moslems in Europa versammeln sich zu einem politischen Gemenge: unter gemeinsamem Druck.

Den einen die Gefahr, anderen eine große strategische Erwartung:

Die prophetisch anstehende Islamisierung Europas wird - auf Gottes Umwegen - zum geschichtlichen Meisterwerk Israels.

So ist es in der Tat:

Nicht nur die Renaissance des Islam, auch die Islamisierung Europas verdankt sich den Initiativen der jüdischen Wiedergeburt.

Dem Staat Israel aber hat Ariel Sharon die Zukunft genommen.

Der Löwe des Herrn ruiniert Land und Volk, die jüdische Hoffnung von 1948.

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