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Die Freiheit ist unsere Sicherheit

2003-07-11

Avram Kokhaviv

Wider die islamischen Eminenzen

Ist aber ein Volksislam kein Islam mehr?

Wer alles in Frage stellt, kann beim Islam nicht Halt machen.

Ich spreche von der islamischen Revolution, von der islamischen Renaissance - und vergesse dabei nicht die Klassenfrage im Haus Abraham oder Ibrahim, ganz wie Sie wollen.

Zunächst war zu klären, daß und inwieweit die Stämme Ismaels, mithin auch Hagars, der Sklavin des Abhram, ihren Unterdrücktenstatus sich erhalten haben.

Das Blatt hat sich gewendet, aus den einstigen Sklaven wurden Herren und Anmaßende, Herrliche, Selbstherrliche, die gekippt werden müssen, um mit Gottes Gedanken zu denken, wenn die Welt weiter bestehen soll, und das will sie und soll sie nach dem Willen des einzigen Herrn, den wir anerkennen, nicht wahr, getreu seiner Lehre und unserm anarchischen Anteil daran, wobei der Herr von Glück sagen kann, daß wir ihn überhaupt noch erwähnen, nachdem wir seine Rolle und sein Ansinnen längst durchschaut haben.

Er ist und war immer nicht nur der Herr der Heerscharen, der Armeen und stärkeren Bataillone, sondern auch der Beschützer und Gewährer von Massakern, Auschwitz, Völkermord... - während der Anspruch des geistigen Israel in der Bewertung seines Gottes als Schutzherr der Armen und Schwachen, der Sklaven und Verfolgten bestehen bleibt, wofür es in der Geschichte leider überhaupt keine Belege gibt.

Allerdings haben wir die Legende, die Legende vom Sinai, ein mutmaßlich einmaliger göttlicher Akt, der sich von der Geschichte nicht widerlegen läßt und nicht widerlegen lassen will.

Und warum ist das so?

Weil der Mensch die Lehren der - allgemeinen - Geschichte nicht akzeptieren kann.

Womit wir wieder beim Begründungszusammenhang des Judentums angekommen sind.

Die Legitimation des Judentums ist seine Verfolgung, seine Versklavung, Vertreibung, Vernichtung - und Errettung.

Als ob das Judentum nur in der Verfolgung und Unterdrückung vor Gott seine Berechtigung habe.

Sobald es nämlich wieder in die politische Geschichte eintritt, erlebt es Niederlagen und vor allem die eine große - ethische - Niederlage.

Weil Israel um seiner politischen Existenz willen gezwungen ist, zu handeln und zu denken, wie es nicht handeln und denken will, wendet es sich nicht nur gegen die Geschichte, sondern auch gegen seine Bestimmung.

Israel darf also nicht historisch existieren, wenn es vor Gott bestehen will.

Das Gleiche gilt für den Islam.

In ihrer historischen Existenz versagen sie beide vor dem messianischen Anspruch, als sei der von einer anderen Welt.

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