2003-06-03
Der Teufel im Detail und seine unkritische - Friede, Freude, Eierkuchen - Adaptation
Die euphorische Mißachtung ist einer der schlechten Beiträge zur Diskussion, die mir immer wieder gefallen
Der Teufel steckt nun mal im Detail.
Der Hinduismus gehört genauso wie der Buddhismus zu Kreefts übergreifender Ökumene.
Eine nochmalige Lektüre ist hier wirklich zu empfehlen.
Auch wenn Autoren nur einen "Leserbrief" - warum nicht einen kritischen Artikel? - an die online-Publikation schreiben, deren regelmäßige Mitarbeiter sie sind, sollten sie wenigstens, so in diesem Fall, gewissenhaft vor-gelesen und nach-gedacht haben.
Kreeft hat den islamischen Djihad-Begriff übernommen und unauffällig gegen seinen Ursprung gewendet.
Vielleicht schlug bei den Leserbrief-Schreibern die alte Friedensbewegtheit wieder durch.
Wird auch ihre weniger friedliche Ressort-Heimat Gegenseite die künftigen Konflikte übersehen wollen, um dann später aus dem Schlaf gerissen zu werden bzw. wieder aus dem Mustopp zu kommen?
Grundsatzfragen sind nicht der "Schutt vergangener Jahrhunderte", sondern ewig.
Der Kreuzzug gegen den Islam ist reale Gegenwart, kein überholter "Scheiß".
Ängstlich offenbar und denkfaul ist, wer die Idee der Ökumene euphorisch überstrapaziert.
Papst und Vatikan wären eine schlechte Vertretung Jesu auf Erden, wenn sie nicht am Ende den Sieg der Römisch-Katholischen Kirche im Sinn hätten.
Das ist freilich kein kokhavisches Ziel.
Auch ist unser Geschichtsverständnis ein anderes.
Der Djihad ist kein Jubelanlaß, sondern eine todernste Sache.
Da sollte jeder genau wissen, auf welcher Seite er steht.
Die Römisch-Katholische Kirche und ihr Papst Johannes Paul II. sind in dieser Phase der Abwehr gottloser - modernistischer - Verbrechen gegen die Menschlichkeit hervorragende Bündnispartner.
Das ist im kuckuck - unter dem Gelächter seiner Verächter - seit Jahrzehnten eine ganz wesentliche politische Einsicht.
Es setzt aber nicht die Römische Kirche mit dem Djihad-Gedanken gleich.
Im übrigen bleibt die im gleichen Kontext vertiefte Kritik des Christentums von solchen Bündnisüberlegungen unberührt.
In diesem Punkt weichen die Kokhavim auch von Quran und islamischem Establishment ab.
Die hier vertretene Auffassung ist revolutionär im Sinne der kokhavischen euro-islamischen Strategie - als Torah Left.
Ein geprüftes Torahwissen ist das A&O - ist Aleph, ist Tav, nämlich Anfang und Ende - dieser Lehre.
Der Islam ohne Torah ist wie ein Zelt ohne Pfahl.
Der revolutionäre Islam scheint das auch längst begriffen zu haben.