2003-05-12
Freiheit und Demokratie im Iraq
Masken des organisierten Verbrechens
Die Täuschung ist an Ort und Zeit gebunden.
Was in Europa - zum Beispiel in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg - funktionierte, kann in den islamischen Eroberungsgebieten nicht funktionieren, weil es so nicht funktionieren soll.
Deutschland wurde gerettet, während die islamischen Gesellschaften zerstört werden sollen.
Den Iraq ereilt ein ähnliches - nicht gleiches - Schicksal wie Afghanistan.
Die ersten bestallten Verwalter verschwinden eiligst wieder.
Ein Geheimdienst-Experte des State Department - Hintergrund-Fachmann für den Zusammenhang von Terror, Widerstand und kommerzieller Basis, gebildeter als sein Vorgänger, der General, und offensichtlich souveräner - übernimmt jetzt das Regime in Bagdad.
Gleichzeitig ist aus Geheimdienstquellen zu erfahren, daß Saddam Hussein mit einer Partisanentruppe von 40.000 Mann am 17. Juli, dem Geburtstag der Baath-Partei, den Guerilla-Krieg gegen die alliierte Besatzung aufnehmen wolle.
Was möglich, aber auch eine Desinformation sein kann.
Oder beides: Die Zweckinformation könnte die alte US-Saddamische "Anti-Terror"-Partnerschaft im Schilde führen, weil Amerika ein erprobtes Instrument im Kampf gegen den Islam braucht.
Mit dem Karzai-Double Chalabi hat es ja nicht geklappt.
Unter den Taliban waren der Mohnanbau und die Herstellung von Opium verboten, der Drogenverkehr über Afghanistan lahmgelegt.
Mit der Zerschlagung der Taliban-Herrschaft zog das Drogengeschäft wieder ein, und Afghanistan ist heute - wie vor den Taliban - der weltgrößte Heroinproduzent.
In Bagdad blühen das Pornogeschäft, die Prostitution, der unter Saddam mit Erhängen bedrohte Drogenhandel.
Es ist interessant, heute feststellen zu müssen, daß die ersten Segnungen von Freiheit und Demokratie als organisierte Kriminalität den Iraq heimsuchen und das Bild des Diktators Saddam verklären helfen, weil unter ihm solche Verbrechen hart bestraft wurden.
Es ist nur recht und billig, dahinter die Absicht der Besatzungsmächte zu erkennen, ein weiteres unterworfenes islamisches Land nicht nur zu destabilisieren, sondern seine Gesellschaft als islamische zu zersetzen und zu zerstören.
Die Politik der Vernichtung von allem, was gut und sinnvoll bleibt, ist ein - terroristisches - Verbrechen gegen die Menschlichkeit, geplanter Völkermord.
Wer ein Volk seiner geschichtlichen, seelischen, geistigen Identität beraubt, bringt es um, wenn Gott ihm nicht in den Arm fällt.