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kokhaviv publications

NewCatch - online exclusive

Die Freiheit ist unsere Sicherheit

2003-04-22

Avram Kokhaviv

Als Knappheit deklarierter Überfluß

Die wissenschaftliche Rechtfertigung aktueller und künftiger Staatsverbrechen

Die strukturelle Menschenfeindlichkeit in der Phase allgemeiner Zustimmung

Isidor Wallimann, Michael N. Dobkowski (Hsg.), Das Zeitalter der Knappheit. Ressourcen, Konflikte, Lebenschancen. Mit einem Vorwort von John K. Roth. Publiziert mit der freundlichen Unterstützung des WORLD WILDLIFE FUND (WWF), Sektion Aargau, Asylstraße 1, CH-5000 Aarau, und des WWF Schweiz (www.wwf.ch). Die amerikanische Originalausgabe erschien 2002 bei Syracuse University Press, Syracuse, New York unter dem Titel On the Edge of Scarcity, herausgegeben von Isidor Wallimann und Michael Dobkowski. Copyright © 2002 by Syracuse University Press. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Coralie Wink, D-Dosenheim, und Monika Niehaus, D-Düsseldorf. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. Für die deutschsprachige Ausgabe: Copyright © 2003 by Paul Haupt Berne (http://www.haupt.ch).

Wenn Öl und Erdgas nur noch 40, 60 oder 80 Jahre reichen, falls wir so weitermachen wie bisher, warum empfiehlt sich nicht die Kohle, deren Bestände erst nach 600 Jahren zu Ende gehen sollen, als Hauptenergieträger; oder das reiche Atompotential, das bei einfacher Überlegung die Lösung aller ökologischen Probleme zu sein scheint?

Warum nicht das Vernünftige wählen, wenn es nicht einfach so weitergehen kann?

Die Unterstützer des Buch-Projekts - der World Wildlife Fund - halten die Erklärung parat.

Die haben nämlich eine Religion, eine Panda-Ideologie, die den Menschen nicht mehr als Krone der Schöpfung betrachtet, sondern unterhalb der Tier- und Pflanzenwelt ansiedelt.

Die Macher, Organisatoren und Initiatoren meinen nicht sich, wenn sie die Weltbevölkerung reduzieren wollen, obwohl es doch das Vornehmste wäre, erst einmal bei sich anzufangen.

Sie meinen auch nicht sich, wenn sie die Annehmlichkeiten der Industriegesellschaft einschränken wollen.

Dazu ist allerdings zu sagen, daß das Verschwinden der Industriekultur möglicherweise ein Segen für uns alle wäre.

In der Gesamtsicht ist sie das Krebsgeschwür, dessen Nutznießer ihren Killerinstinkt gegen die - wie alle Natur - florierende Menschheit richten.

In der Natur - der Schöpfung Gottes! - herrscht nicht Knappheit, sondern Überfluß.

Nimmt man den ontologischen Ansatz und stellt ihn dem ökologischen entgegen, entsteht auf einmal eine Klassensituation, in der die Privilegierten, die Reichen und Mächtigen die Industriegesellschaft für sich reklamieren und die Armen, Entrechteten und Ohnmächtigen an die sozialen Ränder und Steppen expedieren, tendenziell in den Tod.

So wird - als Option - der Völkermord aufgereiht, wie eine ganz normale, logische Konsequenz aus dem Gegebenen.

Die apokalyptischen Seuchen - AIDS, Cholera, Tuberkulose, jetzt SARS - sind bewußt, eiskalt und wissenschaftlich einbezogen.

Nur leider: "Trotz der Zunahme von Aids, Cholera oder Tuberkulose wird zurzeit keine meßbare Auswirkung auf das Bevölkerungswachstum erwartet" (27).

Das ist doch schon eine verdächtige Aussage.

"Es ist absolut in ihrem (nämlich der "Überflußgesellschaft in Europa oder Nordamerika" - kkk) eigenen Interesse, das exponentielle Bevölkerungswachstum und die Ressourcenerschöpfung zu begrenzen..." (41).

Daß die Menschen-Abtreibung, der pränatale Megamord, nach jüngstem Verfassungsgerichtsurteil, wenn ich das richtig verstanden habe, embryonaler Holocaust o.ä. genannt werden darf - daß es eines solchen hochrichterlichen Urteils überhaupt bedurfte! -, ist in unserer Hölle nur ein winziger Lichtblick.

Es gibt in dieser Überlebensfrage der Menschheit - immerhin betreibt sie objektiv ihren Suicid - keinen Konsens.

Wer von den Armen und Künftigen als Sklave der Reichen nicht mehr gebraucht wird, verliert sein Recht auf Leben.

Das ist die ideologische Konsequenz des Ökologismus, der aus diesen menschenfeindlichen Gründen als Ökofaschismus seinen Namen gefunden hat.

Für ununterbrochenen Nachschub wird gesorgt:

"Wenn die Arbeitslosenzahlen unter ein bestimmtes Niveau sinken (gewöhnlich 5 bis 7 Prozent), setzt das Federal Reserve Board in den USA (entspricht etwa dem Zentralbankrat) die Zinsraten hoch, um die Wirtschaftsexpansion zu bremsen" (43).

Ich nenne so was organisiertes Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Wenn sich die Entrechteten dagegen wehren - innen und außen - als Streiter wider die räuberische und reißerische Stadtkultur -, werden sie in den Ruf des Terrorismus kommen.

Wenn sie es nicht tun, verspielen sie ihre letzte Chance.

Der Ökologismus hält für sie keine bereit; er ist die Ideologie des Völkermords.

Dieses Buch erbringt eher unfreiwillig den Nachweis, daß das soziale Elend gewollt, gefördert und für die Zukunft mit allen darin lauernden Konsequenzen - bis hin zum heimtückischen Völkermord - geplant ist und geplant werden muß, wenn und weil die Upperclass nicht ihren Status verlieren will.

Das ganze Begründungsgeflecht à la Umwelt und Ressourcen entlarvt sich als ein einziges Blabla, wenn man erst einmal begriffen hat, daß die gesellschaftlichen Raubzüge der sogenannten Upperclass ein für allemal abgesichert, die systematischen Eigentumsverbrechen, der großflächig angelegte Diebstahl am Leistungsertrag des arbeitenden Volkes, progressiv legalisiert werden sollen.

Was diese Wissenschaftler und Philosophen sich dazu einfallen lassen, ist unverfroren und atemberaubend und in diesem Maße nur möglich, weil alle Ethik und gesellschaftliche Verantwortlichkeit für das Ganze verloren gegangen sind.

Die Upperclass tut genau das, was sie der neuentdeckten Underclass - die im vorliegenden Werk noch unter den Unterschichten liegt und eigentlich nicht mehr dazugehört - vorwirft: sie läßt jegliches Verantwortungsgefühl für die Gemeinschaft fahren und denkt nur noch an sich und ihre Klasseninteressen.

In der tendenziellen Absicht und realen Durchführung wird die Underclass per Kriminalisierung ausgeschlossen, durch epidemische Krankheiten umgebracht.

In diesen struktur-terroristischen Akten und Planungen äußert sich die politische und gesellschaftliche Kriminalität derer, die intern das eigene Volk unterdrücken, die Ausgebeuteten und also nicht mehr Ausbeutbaren für den Müllhaufen vorgesehen haben.

Der gesellschafts("umwelt")politisch verordnete Müllsortierungsunfug enthält die Tendenz, genauso mit den Menschen zu verfahren.

Was in vergessenen Zeiten STAMOKAP genannt wurde, haben wir vielleicht erst jetzt in der Realität vor uns.

Der staatsmonopolistische Kapitalismus hat - weltweit - den Staat als Institution okkupiert und in imperialistische Dienste genommen.

So wird der Staat - jeder Staat - zum organisierten Klassenfeind des versklavten und entrechteten Volkes.

Von den einstigen Vertretern der STAMOKAP-Theorie hört und sieht man allerdings nichts mehr; sie haben sich politisch aus dem Staub gemacht.

So verstehet doch endlich - Ihr Völker der Welt! - die Signale.

Die Killer haben sich verrechnet, gelt?

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