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Wo lassen Sie denken Où laissez-vous penser? Rent a brain...
2002-07-12
Die Karibik und der pazifische Raum sind bedeutende Heimatländer. Es läßt sich nicht mehr übersehen, daß damals alles auseinander lief. Was nicht zusammen gehörte, suchte das Weite, und es war das selbe, was zusammen gehörte, als die Zeit noch nicht reif war.
Aufsplitterungen sind wie jede Verzweigung schöpferische Prozesse. Es kann einem nichts Schöneres passieren, als Zeuge einer historischen Aufsplitterung zu werden, obwohl es in der Natur des Menschen zu liegen scheint, alles unter einen Hut zu bringen. Ohne Rücksicht auf Verträglichkeit.
Ich glaube nicht an die Lernfähigkeit des Menschen. Er lernt nichts hinzu, nichts, das ihn verändern würde. Was er lernt, sind Lückenbüßer am Vorhandenen.
Pädagogik ist ein Tröpfeln auf den heißen Stein, nichts von Dauer. Gute Lehrer sind die schlimmsten, weil sie die Schizophrenien ihrer Schüler kultivieren.
Sie glauben, Neues, Wichtiges, Wertes einzupflanzen. Es wächst aber nicht, kommt auch nicht zu Verschmelzungen und friedlichen Nachbarschaften. Im günstigen Fall stellt sich das neu Erlernte beziehungslos neben das Alte. Spezifisch wird sich nichts ändern.
Das häusliche Leben und das schulische Leben gehen keine Symbiose ein. Was sich durchsetzt, ist das von Anfang an Festgesetzte und Festgelegte.
Wir glaubten, daß die gesellschaftlichen Verhältnisse das Entscheidende bewirken. Aber die gesellschaftlichen Verhältnisse kommen und gehen und bewirken fast gar nichts, sie stehlen den Menschen nur kostbare Lebenszeit.
Das heißt nicht, daß es nicht auch wirksame Einflüsse gäbe. Die sind aber nicht von allgemein gesellschaftlicher, sondern eher sekundärer oder terziär besonderer Art.
Wer einem Menschen Gift ins Essen träufelt, kann mit Resultaten rechnen.
Der Generalangriff auf das menschliche Wesen erfolgt - nachhaltiger denn je - durch die Hintertür mit dem Schlüssel zum Giftschrank, falls der überhaupt noch verschlossen ist: auf dem Wege der unmittelbaren - psychologisch-pharmazeutischen - Störung und Zerstörung der menschlichen Natur.
Die Medizin trägt mehr zur Erkrankung als zur Gesundung der Patienten bei. Das Wort Patient erhält jetzt seine gravierende Bedeutung. Der Duldende weiß nicht, was ihm geschieht.
Anti-hippokratische Elemente im medizinischen Denken verdienen regen Argwohn als das angemessene Abwehrverhalten.
Hippokrates wußte, daß Krankheit eine Fehlmischung der Körpersekrete ist. Die Aufgabe des Arztes war es nun, den Körper zu entgiften.
Davon ist die moderne Medizin weit abgekommen. Die Ursachen liegen in der Abwertung der menschlichen Würde.
Nicht ohne Grund blieben die Körpersäfte geheim, inzwischen kriechen sie durch jede Boulevard-Zeitung und über den Bildschirm. Die Wahrheit liegt zertreten in der Gosse.
Von der an- und abregenden Therapie bis zur Euthanasie lauert im Medikamentenschrank, was sich der ideologischen Absicherung erfreuen darf.
Dennoch ging alles weiter, werden spätere Historiker kopfschüttelnd feststellen. Wie war es möglich, daß die Menschen die Bedrohung nicht merkten, die in dieser freiesten der Freiheiten - das Unausdenkbare war gesetzlich erlaubt, wenn nicht vorgeschrieben! - für jeden Menschen spätestens (!) seit seiner Zeugung bestand?
Das schleichende Gift der psycho-pharmazeutischen Umpolung des Menschen war ein kriegerischer Akt gegen die Lebens- und Beziehungsgesetze des Homo sapiens.
Vor dem Krieg gegen das Leben wird bereits in der Schöpfungsgeschichte gewarnt.
Sie hatten vom Baume der Erkenntnis gegessen, sie werden auch vom Baume des Lebens essen. Gott traf Vorsorge dagegen.
Ihr Wissen hatte ihnen die Unschuld genommen. Sie mußten das Paradies verlassen.
Jetzt waren sie verantwortlich für ihr Handeln.
Wir leben nicht mehr im Garten Eden, doch offenbar ist es uns gelungen, den Lebensbaum in unsere Gewalt zu bringen. Wir können nur hoffen und auf Gott vertrauen, daß der Schaden begrenzt bleibt.
Die genetisch verdorbenen Lebensbedingungen indessen zeitigen ihre verderblichen Folgen wie zuvor die gruppen- und familiendynamischen Feldversuche.
Den Opfern des Feminismus reihen sich die Opfer des pharmazeutischen Mißbrauchs ein.
Ein vorhersehbarer Ausfluß des feministischen Syndroms, vor dem in den ältesten Schriften - aus verschiedenen Anlässen niedergehender Hochkulturen - gewarnt worden war.
Das feministische oder babylonische Syndrom ist die Ankündigung des Unheils, die "Hure Babylon", das Zeichen des Untergangs.
Die Herrschaft der Gottlosen ist die Herrschaft gegen das Gesetz Gottes.
Mit allen Konsequenzen.
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