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Wo lassen Sie denken Où laissez-vous penser? Rent a brain...
2002-07-15
Ein großes Durcheinander herrschte an jenem Wochentag, als es geschah. Und Erich hieß Kurt. Wir wollten gemeinsam unsere Schulaufgaben machen. Vier Mann. Da brach es ein. Ein Unfall. Die Überschreitung einer vegetativen Grenze.
Die Hecke. Das Fahrrad in Trümmern.
Hieke wohnte mit seiner Mutter im Wald. Vom Vater wurde nie gesprochen. Die Umgebung prägte uns unauffällig.
Die städtische Stimmungslage ist anders. Städter auf dem Lande atmen auf oder ängstigen sich.
Der Tau am frühen Morgen hält zurück. Der beginnende Tag ist die große Verlockung, das mag man sich erzählen. Morgendliches Pilzesuchen ist schön zu lesen.
Was geht im Sucher vor zwischen den Fichten? Die nassen Sachen, die unausgeschlafenen Augen.
Licht und Sonne, das kommt später. Durchwärmt will der Sucher sich finden und nicht berichten. Es war einmal. Märchen kommen aus dem tiefen Wald. Alte Sagen spielen unter hohen Bäumen, vor zerbrochenen Burgen. Berg und Burg, Wild im Wald.
Erzählt wird bei Kerzenlicht. Erzählt wird auf der Bank vor dem Haus unterm nächtlichen Himmel. Vorgelesen in der Küchenstube bei Öl und Kerze. Der warme Herd gehört dazu, warm und heiß. Die Schauergeschichten leben von der Dunkelheit.
Der nervöse Schimmel vor dem Landauer, wer weiß noch, was das ist. Der heilige Georg war ganz in der Näh, und Thadd kam ohne die Musik nicht mehr aus.
Als Kurt unter dem Fahrrad lag, als er sich dann vor dem Spiegel sah. Er konnte gar nicht sehen. Drei dunkle Stunden lagen zwischen dem Rad neben der Hecke und dem großen schrägen Spiegel an der Wand über der Kommode. Drei Stunden weniger als Schwarz, drei Stunden Nichts.
An dem alten Landarzt hatte er sich versündigt. Das knabbert in ihm bis zum heutigen Tag. Hieke sagt: Mir fehlte der Glaube.
Der Vater war Perser, die Mutter kam aus Rußland und hatte einen deutschen Vater. Da bringt die Post die Baltenstein. Sie waren nicht verheiratet.
Von Persien blieb keine Spur. Die Zufälle häufen sich.
Erkennbar sonst nichts.
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