2002-07-15

Koresh Kukafka

Thaddäus Sieber und der polnische Papst

Der Pianist an der Orgel

Boeing 47 und andere Erinnerungen

Johannes Paul II und Thadd Sieber haben gemeinsam: die Kunst, das Theater, die Musik. Den Papst kennt die ganze Welt. Amtszeit und Privatbiographie geben Einblick in die Person: Karol Wojtyla.

Ein Mann, der in seiner Krakauer Jugend dem Theater zugetan war, eine starke Beziehung zur Literatur hatte, und immer der gute Katholik. Ein Mensch mit Charakter und dem nötigen Widerstandsgeist, wenn Gottes Welt geschändet ward. Und wird. Opferbereit und zuverlässig.

Jeder Mensch hat seine Schattenseite, von der des JPII wissen wir nichts. Die antiklerikale Propaganda hat es nicht vermocht, die Würde des Papstes zu beschädigen.

Thaddäus ist jetzt 71 geworden. Müßte sein, wenn die Jahreszählung stimmt. Man müßte Klavier spielen können, klimperte er auf dem Klassenklavier. Seit dem siebenten Schuljahr begleitete es ihn. Nach dem achten wird die Kunde dünn.

Thadd lebte bei seinen Eltern in St. Georgenthal. Er war ein guter Schüler, ein witziger Junge und der Wunderpianist der Schule, Liebling der Schulmädchen, trotz seiner Jugend bereits ein bekannter Kirchenorganist.

Durch ihn hörten die Kameraden erstmals von den Vereinten Nationen, ihrem Uno Presidento und Stierkampfio caputo. Schnippeleboeings enthielt eine Voraussage der Kriegsniederlage in Kürze.

Der alte Mann und das Klavier sind aus der Gemeinde verschwunden. Sieber machte die meisten Witze, als Hieke vor dem Spiegel stand, und redete ihm gut zu, als der sich nach dem Sturz erblindet wähnte. Die Sinne waren noch nicht wieder beisammen. Das war alles, und es war viel. Georgenthal hat jetzt wieder eine jüdische Gemeinde, lese ich im Internet.

Hieke ist nicht erblindet, wer weiß, was aus ihm geworden ist. Lehrer Menschel grüßte vom Bahnhof in Seifhennersdorf. Man hat es mir erzählt. Erlebt habe ich es nicht. Meine Erlebnisse sind anderer Art.

Das Fährt ist eine Haustür und früheren Datums. Ahoi! Wer Klavier spielt, hat Glück bei den Frauen.

Hoken Anton grüßt seine Brüder und Schwestern, die bekannten und die unbekannten.

Sie kennen Hoken Anton nicht?

Irgendwo in Bayern - www.neuburg-schrobenhausen.de - gibt es eine Thaddäus-Sieber-Straße. In einem Kaminkehrbezirk ist sie verzeichnet.

Den Papst aber kennt jeder.

Mitteilung aus Neuburg-Schrobenhausen

Der Namensgeber der Straße, Thaddäus Siber (wird nicht mit "ie" geschrieben), war ein Mathematik- und Physikprofessor aus Schrobenhausen und lebte von 1774-1854.

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