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Wo lassen Sie denken Où laissez-vous penser? Rent a brain...

2002-08-02

Hoshea Ben Arthur

Wenn du mein Lehrer warst

Wenn ich der Esel

Ich begriff reinweg nichts

Ich habe lange gebraucht, um das zu verstehen. Du hast mich dialektisch gelehrt, hast nicht gesagt, tu dies oder das, du hast dich verhalten, hast dich an deine Bestimmung gehalten, ohne darüber nach zu denken, du hast keine Befehle, keine Richtlinien erteilt.

Was du sagtest, geschah beiläufig, unterderhand.

Ich habe mich von dir abgesetzt. Das war meine Lehre, meine Schule und Universität. Als Gegenstand meiner Studien warst du mir die härteste Nuß, und ich will nicht sagen, daß ich dich geknackt hätte, ich glaube dich vielmehr begriffen zu haben.

Das ist späteren Datums, viel zu lange war ich der Esel, oder Bileam, und du warst sein Esel, der alles wußte, aber sich nicht verständlich machen konnte oder sollte. Ich kapierte ja nicht.

Mein weiser Esel, du, was hab ich gebraucht, um dir zu folgen, dich nicht dirigieren zu wollen, dir nicht zu zürnen.

Und wieder stand Israel im Mittelpunkt.

Als Kind habe ich dich geliebt. Du warst mein erster Wegweiser. Du hast mich nicht im Stich gelassen und niemals verraten.

Meine Undankbarkeit ist bei Gott aufgehoben. Ich will mich nicht davor drücken, mich nicht verstecken vor seinem Urteil.

Manchmal denke ich, einen Teil meiner Strafe bereits abzutragen. Es ist noch viel Ungesagtes aufzusagen. Was ich meinem alter ego zu überlassen meine, ist mein Lebensgedicht. Etwas in mir hat alles auswendig gelernt.

In deinem Sattel hätte mir Erlkönig kein Leids getan. Mich grauset's um dich. Du wärest zu geschwind nicht geritten. Als wir mit Mühe und Not den Hof erreichten, in deinen Armen, mein Vater, mein Vater, dein Kind war nicht tot.

Dein fieberndes Kind. Mein Vater, mein fieberndes Kind.

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