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Wo lassen Sie denken Où laissez-vous penser? Rent a brain...

2002-08-02

Hob Art

Wie kann man sich so gehen lassen

Er biß in die Hand, die ihm das Gnadenbrot reichte

Ein Rest von Souveränität?

Es kommt öfter vor, als man glaubt. Dahinter verbirgt sich eine Persönlichkeit. Ich könnte eine lange Reihe von Typen aufzählen, die dem Muster entsprechen.

Es sind die Ungeschickten. denen du die kleinsten Handgriffe erst beibringen mußt, die Demütigen, die sich für alles entschuldigen und bald danach das Unerträgliche sich bewußt werden lassen.

Die Hilfsbedürftigen, denen du jede Bitte erfüllst, die dir jegliche Bitte abschlagen. Denen du das Futter reichst, und du mußt ständig darauf gefaßt sein, in die Hand gebissen zu werden.

Geh ihnen aus dem Wege, wähle sie nicht zu deinen Partnern, hab nichts mit ihnen zu tun.

Sie bewahren sich einen Rest von Unabhängigkeit, indem sie unverhofft zubeißen.

Irgendwann hast du ihnen in den Sattel geholfen. Irgendwann werden sie es dich büßen lassen.

Der kleine Hinterhalt ist strukturiert. Je früher er bemerkt wird, desto eher kann ihm vorgebeugt werden. Vor allem aber öffnet sich ein Blick in die Zukunft.

Die Struktur ist irreparabel. Was heute ist, wird immer sein. Jede Hoffnung ist vergebens, denn nichts wird sich ändern, aber alles wird wiederkehren.

Es wird sich potenzieren, wird vielfach, stark und unüberwindlich wiederkehren. Die kleinen Feinde von Geburt werden dich als große Feinde und unbesiegbar heimsuchen. Hüte dich, Israel!

Und hüte dich vor den Verharmlosern, die dich von deinen Einsichten abbringen wollen, die da sagen, ach guck mal, es sind Kinder, wie süß. Ihre Süße wird über dich kommen, wenn du schwach bist und wehrlos.

Laß dich in dieser Frage niemals beirren, folge deiner Erkenntnis, eher höre auf jene, die sich frühzeitig abgewandt haben. Sie wußten nicht, aber sie ahnten und gehorchten ihren Instinkten.

Er war kein alter Gaul, und das Gnadenbrot war nur eines vor Gott. Mach dich nicht gemein, um die Gemeinen ins Besondere zu heben.

Überheb dich nicht. Es soll nicht sein. Was Gott gerichtet hat, sollst du nicht umrichten, nicht umdirigieren. Laß alles laufen, wie es läuft, denn nichts wirst du ändern. Wer bist du, daß du dir anmaßt, Gottes Regeln umzusetzen.

Begnüge dich mit den glücklichen Momenten. Mehr ist nicht zu erwarten.

Da schlug der Komet ein, und von Stund an war alles anders auf Erden.

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